John (Breckin Meyer) tritt als Blog-Schreiber und Wahlhelfer des Demokratischen Kandidaten John Kerry aktiv gegen die Wiederwahl von George W. Bush als US-Präsident ein. Als Bush jr. aber doch gewinnt, löst John sein im Rausch getätigtes Versprechen ein und beschließt aus Protest nach Kanada auszuwandern. Mit dem Kombi geht's Richtung Norden.
Fahrtbegleiterin ist Chloe (Anna Paquin), eine politisch unkorrekte, toughe, junge Frau, die vor etwas davonzulaufen scheint. Etappe für Etappe, Hotelstopp für Hotelstopp geben beide ihre Geheimnisse preis und kommen einander näher. In Kanada angekommen, erweist sich die neue Wahlheimat sowohl für John als auch für Chloe nicht als das gelobte Land. Scheinehen und skurrile Hinterwäldler sind eben doch nicht das Wahre. Schließlich stellen sich beide ihren Ängsten, und das Roadmovie nimmt eine Kurve Richtung Ausgangspunkt.
Anna Paquin und Breckin Meyer machen ihre Sache gut. Die Dialoge ergeben Sinn, sind witzig und realitätsnah. Eine romantische Komödie mit politischem Hintergrund; mal was Anderes.
Politisch wenig versiert dürfte der deutsche Übersetzer gewesen sein, der "Blue State" den Untertitel "Eine Reise ins Blaue" verpasste. Blaue und rote Staaten spielen bei der Wahl des US-Präsidenten eine Rolle: Bundesstaaten, in denen der Kandidat der Republikaner gewinnt, werden auf der Landkarte rot markiert; Staaten, in denen die Demokraten gewinnen, eben blau.