Manchmal ist ein völlig neuer Titel irreführend. Diabolus in musica betitelte der junge Autor sein geniales bilderreiches Werk ueber tötliche Wirkung verteufelter Musik. Mehr sei nicht verraten, nur ein wenig theoretisches Rüstzeug, denn spannend soll es bleiben:
Was, wenn Mutter und Grossvater anlässlich Deiner Geburt sterben und Dein Vater, nicht nur Otello heisst und einem Wildschwein namens Sing-Sing hinterherjagt, bis er von Deinem bestem Freund überfahren wird und gleichfalls stirbt - eigentlich logisch auf derartig wiederkehrende Ereignisse selbst mit merkwürdigen Überempfindlichkeiten zu reagieren. Dir wird klar warum Dein Name etwas mit blutig machen" zu tun haben muss.
Doch damit nicht genug: Du bist auch noch mit einem absoluten Gehör ausgestattet. Das heisst, Du erinnerst perfekt jede Tonhöhe und erkennst damit jeden Ton ohne einen Vergleichston zu Hilfe zu nehmen. Noch weißt Du nichts von dieser Fähigkeit, bis sie ein Paolo Durante in Dir entdeckt, ohne zu ahnen, dass dies sein Verhängnis bedeutet; denn Du bist ein Diabolus in musica ein lebender Tritonus, die stärkste Dissonanz im Dur-Moll-Tonarten-System ist, auch der Teufel in der Musik oder Teufelsintervall genannt. Im Quintenzirkel bilden die Grundtöne sich diametral gegenüber liegender Tonarten stets einen Tritonus(größtmögliche harmonische Distanz)
Blue Notes hingegen sind die verminderten Töne der Dur- oder Moll-Tonleiter, die für den Bluessound stilbildend sind. Blue Notes werden im Jazz nicht speziell notiert. Man orientiert sich nach dem Gehör und damit nach der Naturtonreihe. Die Blue Notes stammen aus dem westafrikanischen deklamatorischen Sprechgesang. Und Tonsprachensprecher zeigen viel häufiger ein absolutes Gehör.
Aber die eigentliche Blue Note, die das Bluesfeeling erzeugt, liegt irgendwo zwischen der Dur- bzw. Mollterz und eine exakte Definition der Tonhöhe ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, da sie der individuellen Empfindung unterliegt...