Der Geldbote Jonny Pichler (Josef Hader) ist beruflich irgendwo in der Slowakei unterwegs. Als er der geheimnisvollen Shirley (Viktoria Malektorovych) begegnet, vergisst er seinen Job und reist ihr immer weiter nach Osteuropa hinterher. In der Ukraine spürt er schließlich deren Zwillingsschwester Jana auf. Dazwischen begegnet er immer wieder Ignaz (Detlev Buck), einer gescheiterten Existenz aus Ostdeutschland. Jana entpuppt sich schließlich als Shirley, Taxifahrerin und Edelnutte.
Ich mag die düsteren Bilder und bin ein Fan von Haders Interpretation des melancholischen Losers. Daneben überzeugt Viktoria Malektorovych in ihrer Darstellung der zerrissenen Shirley/Jana, obwohl männlicher und weiblicher Charakter für mich keinen ganz stimmigen Gegensatz ergeben. Detlev Buck ist ein überschätzter Schauspieler und gehört für mich zu einer Handvoll Darstellern, die immer wieder besetzt werden und bei denen man sich fragt, ob es denn in Deutschland keine Besseren gäbe. Sogar in der Rolle als tumber Ignaz bleibt Buck blass.
Der Film ist jedoch insgesamt sehenswert, allein er hält dem Vergleich mit dem brillanten Roadmovie "Indien" nicht stand. Die Dialoge sind hier schwächer, Hader fehlt der passende Gegenpart und Komik entsteht nur durch die Trostlosigkeit der Handlung wie der Schauplätze, auch gibt es einige Längen.