Die Sängerin Casandra Wilson gehört wohl zum aufregendsten, was der Jazz der Neunziger Jahre zu bieten hatte. Aufregend aber nicht im Sinne von hektisch, eher im Sinne von elektrisierend. Ihre tiefe warme, ausdrucksstarke und enorm wandelbare Stimme und ihre ungeheure Musikalität und Einfühlsamkeit werden von der sparsamen akustischen Begleitung auf dieser CD optimal gefeaturerd. DA wird einem klar, daß Jazz mehr sein kann, als nur routiniert Standard Themen herunterzuschmettern, und doch zeigt Cassandra Wilson gerade bei den Standars etwa bei You don't konw what love is, daß es auch bei häufig gespielten und aufgenommenen Stücken noch möglich ist, ihnen den eigenen unverwechselbaren Stempel aufzudrücken. Gemischt mit hervorragenden Eigenkompositionen ergiebt sich eine richtungsweisende Platte, auch wenn Cassandra Wilson diese Richtung auf ihren folgenden Platten fast etwas zu auschließlich, vom Erfolgt der ersten verführt, verfolgt hat. Nichts desto trotz geht von dieser Platte ein Wärme aus, der sich wohl kein Hörer entziehen kann. Great! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)