"Blue Is The Colour" (mit dem Zusatz "Beautiful South Is The Name") ist das fünfte Album von The Beautiful South, und es ist 1996 erschienen. In diesem Jahr schwammen The Beautiful South noch auf der Erfolgswelle, die durch den riesigen Erfolg ihres Best-of-Albums "Carry On Up The Charts" ausgelöst worden war. Dadurch konnte "Blue Is The Colour" als erstes Album überhaupt von The Beautiful South die Nummer eins in den britischen Album-Charts erreichen; dies ist zwar eigentlich durchaus verdient, aber daß es gerade dieses Albu trifft, ist schon etwas unverständlich, denn von denen von The Beautiful South ist es das Schlechteste, oder vielmehr das am wenigsten Gute. Natürlich sind wieder alle typischen Merkmale der nordenglischen Gruppe um den Sänger und Texter Paul Heaton präsent, lediglich die Texte haben nach meinem Empfinden ein bißchen an Biß verloren; einerseits sind die angesprochenen Themen weniger interessant, andererseits wird doch ein bißchen an Ironie und Standfestigkeit gespart. Das paßt zu dem Eindruck, daß "Blue Is The Colour" wohl das kommerziellste aller Alben von The Beautiful South ist, was die einzelnen Songs ein bißchen zu glatt wirken läßt. Nichts desto trotz kommt natürlich die Genialität der Songs von Paul Heaton und David Rotheray wieder voll zum Tragen; die langsamen Songs, vor allem "Have Fun" und "The Sound Of North America", sind bewegend, die schnelleren, wie "Rotterdam" und "Foundations" mitreißend, die drei Sänger harmonieren hervorragend, und endlich kommen auch mal Jaqueline Abbott und Dave Hemingway gebühred zum Zuge. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)