Die Geschichte von Roanne ist wild und poetisch. Als sie den Mann, den sie für ihre erste Liebe hielt, bei ihrer Mutter im Bett erwischt, beißt sie der in den Hintern und reißt aus. Sie ist noch nicht wirklich Frau, aber auch kein Kind mehr. Sie vertraut interessanten Leuten, die sie trifft, sie will sich von niemandem mehr in die Suppe spucken lassen und gerät durch ihre Unerfahrenheit und ihre unbekümmerte Art immer wieder in Gefahr. Das Buch, von einer Kanadierin geschrieben, die dort auch als Gestalterin von Platten-Covers bekannt ist, erinnert ein wenig an Jack Kerouacs "On the road". Trotz der sehr direkten Sprache ist es nie vulgär. Es atmet die Unsicherheit und den Trotz einer Jugend, die sich von ihrer vitalen, sich äußerst alternativ gebenden Elterngeneration befreien will, um eigene Erfahrungen zu sammeln.