... wie groß war die Vorfreude!!
Endlich ein zweiter Teil! Dass hier mit keiner Kinoproduktion zu rechen war, dürfte jedem klar sein; auch die Story, die nett gemeint, aber prinzipiell doch sehr dünn ist, dürfte niemanden stören - denn was kann man erwarten, wenn es doch nur darum geht:
Mädels, Sonne, Strand und Wellen.
Nichts kann man erwarten. Leider.
Denn der "Regisseur" hat alles falsch gemacht, was nur möglich war!
Talentfreie Jung"Schauspielerinnen", die NICHT im geringsten surfen können, ein auf zwei Stunden in die Länge gezogenes Sammelsurium an quatschigen Dialogen und sinnfreie Handlungsstränge, die allesamt im Nichts verlaufen.
Sowas hat man noch nicht erlebt.
Aber der Reihe nach:
Beverly Hills Girlie entflieht der heilen Welt, gurkt nach Afrika, um auf den Spuren ihrer Mutter die "geilsten Spots" zu surfen.
So weit, so ach.
Kaum in Afrika angekommen, wird sie von einer Quotenschwarzen (die im engl. Original einen haarsträubend-aufgesetzten "Africa"-Dialekt spricht) eingesackt und in die Strandkommune verbracht, in der junge Leute mit perlweißen Zähnen leben, denn ganzen Tag lachen und Surfen.
Wie gesagt, wär alles nicht so schlimm, es geht um's SURFEN.
Und der aufmerksame Zuschauer merkt alsbald, dass da nicht die Titelgirls am surfen sind, denn diese wurden so miserabel gedoubelt, dass es an Arbeitsverweigerung grenzt!
Hier stimmt nix: falsches Alter, Statur und vom Aussehen ganz zu schweigen.
Die Handlung wäre wie gesagt interessant, aber wird dann letztlich schnell und schlampig heruntergekurbelt:
die beiden Mädels frühstücken die Hotspots im Sekundentakt ab, um noch genug Platz für Unsinn zu lassen.
Da wird die in blitzsaubere Kunterbuntklamotten gestylete Strandcommunity (ohne ersichtlichen Tageserwerb oder gar Stromversorgung; trotzdem TV-Anschluss) von der Räumung bedroht, verschlafen aber tatsächlich allesamt den angekündigten Termin (!), da wird bösen Wilddieben nachgepirscht, inkl. öder Verfolgungsjagd durch Klischee-Slums, da wird ein dazukonstruierter Wettbewerb gewonnen, und alles mit öligem Dauergrinsen und offensichtlich künstlichem Gelächter, was in einer schier eeeewig dauernden, funny Busfahrt ausklingt, bei der ausgiebig gebadet, gelacht und umarmt wird.
Aber was aus den diversen Schurken, Love-Interests und Pausenclowns wird, ist nicht ersichtlich.
Hier lautete die Regieanweisung ganz klar:
Lachen, lachen, lachen, sich umarmen, nach dem Essen erstmal die Essstörung kultivieren, Zähne weiß halten und nicht Surfen können.
Der Film ist derart mies, dass es fast nicht zum aushalten ist, speziell, wenn man selbst schon auf dem Brett gestanden hat, dass die Welt bedeuten kann.
Storywirrwarr wäre verzeihbar, aber das unterirdische Gesurfe nicht.
Schrecklich, lieber den ersten Teil noch zweimal gucken.