Die Inspiration zu "Blown Apart" liegt klar auf der Hand. Die Terroranschläge in London vor einigen Jahren.
Im Fall des Films ist es ein Fussballstadion, in dem Bomben hoch gehen und über 1000 Menschen in den Tod reißen. Unter anderem stirbt ein Vater mit seinem Sohn, während sich seine Frau mit einem anderen vergnügt. Während sie versuchen muss, mit Schuldgefühlen klar zu kommen, versucht ihr Liebhaber, der Journalist ist, mehr über die Hintergründe des Attentats herauszufinden.
Ums gleich zu sagen, "Blown Apart" kann man sich schenken. Einen Bombenanschlag als Aufhänger für einen Film, der darauf abziehlt, dass auch der Zuschauer emotional involviert wird, dass hat der Film "Operation Kingdom" mit Jamie Foxx, Jennifer Garner, Jason Bateman und Chris Cooper vor einigen Jahren um EINIGES besser hin bekommen.
Michelle Williams ("Brokeback Mountain") als vom Schicksal getroffene Mutter ist die Einzigste die hier eine sehr gute Leistung abliefert, bzw. eine einigermaßen gut geschriebene Rolle hat. Ewan McGregor als Journalist bleibt völlig blass und austauschbar, hat keine Möglichkeit, mehr aus seiner Rolle zu machen. Der Rest der Besetzung ist schlicht nicht erwähnenswert.
Daher wie gesagt, wer sich für so ein Thema interessiert, wie Bombenanschläge sich auf einzelne Menschen auswirken können und trotzdem der Versuch gemacht wird, keine blindwütigen Racheplatitüden zu verbreiten, sondern eine schmale Gratwanderung in Punkto Verständnis stattfindet, dem sei "Operation Kingdom" als Alternative zu "Blown Apart" empfohlen. Was Michelle Williams hier mit imaginären Briefen an Osama bin Laden macht, das findet bei "Operation Kingdom" von Mensch zu Mensch mitten in einem Kriesengebiet statt, was dort auch für mehr Spannung sorgt.