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Als TripHop hip war, traktierte er das Publikum mit infernalem Industrial-Lärm, tauchte die Bühne in tiefes Blau und Rot und verweigerte jegliche Kommunikation. Seine Paranoia und sprunghaft wechselnden Stimmungen, die chronische Düsternis seiner Musik hatten neben Asthmaanfällen ihre Ursache auch in einer seltenen Krankheit, die das Immunsystem und die Psyche angreift. Seit einem Arztwechsel und neuer Behandlungsmethode ist dieses Problem unter Kontrolle, nebenbei holte sich Tricky ein neues Management und lebt jetzt in New York. "Mein Leben hat sich komplett geändert", sagt der Brite über sich selbst und Blowback untermauert diese Aussage mehr als deutlich. Zwar gelang es ihm immer wieder, sich neu zu erfinden, doch dieses Album bedeutet eine Trendwende in der Diskografie.
"Ich will ins Radio, auf VH 1 und MTV zu sehen sein", äußert er sich über die neuen Ziele und lässt Worten Songs folgen. Schon das Eröffnungsstück "Excess" überrascht trotz einiger psychotischer Sounds mit fast freudigen Beats und der Gastsängerin Alanis Morissette. Das mit einem Squeeze-Sample verzierte "Evolution Revolution Love" ist unter der Mithilfe von Edward Kowalczyk (Live) fast zu einem richtigen Lied geworden. "Girls" rockt dank Anthony Kiedis (Red Hot Chili Peppers), auf "You Don't Wanna" wurde eine "Sweet Dreams"-Passage der Eurythmics elegant eingearbeitet und "# 1 Da Woman" ist purer, rasanter Pop! Als schlichtweg großartig entpuppt sich die Nirvana-Coverversion "Something In The Way" und dann -- es ist kaum zu glauben -- singen Tricky und Cyndi Lauper (!!) zusammen das sehr düstere, wunderschöne "Five Days".
Blowback steckt voller Überraschungen, Kontraste und Feinheiten. Gerade der Wechsel an den Mikrophonen zwischen Tricky, seinem Freund Hawkman mit dessen Ragga-Stil sowie Nadine Miligros Villenuevo Smith aka Ambersunshower sorgt für zusätzliche Akzente. Beeindruckender hätte der erste Schritt aus Trickys faszinierender Schattenwelt kaum ausfallen können. --Sven Niechiol
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Tatsächlich sind viele Gäste zu hören (z.B. die Gruppe Live)und einiges schlägt fast schon Richtung Hip Hop.
Versöhnlicher als die Alben davor, geht es besser ins Ohr und ist recht gefällig (dass es sogar meiner Freundin gefällt).
Das ganze ist nicht so gut wie das erste Album, aber immernoch innovativer als das meiste das mann Kommerziell bezeichnet.
Meiner Meinung nach tut Tricky diesem Album damit mehr als unrecht, wer sich selbst eine Meinung bilden möchte sollte die Coverversion von "Something In The Way" mal Probehören.
Die Limited Edition hat 2 Tracks mehr.
Allerdings haben mich nicht alle Nummern der Platte derart begeistert (weshalb ich auch "nur"... Lesen Sie weiter...
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