Nach "Have A Ball" (70er) und "Are A Drag" (Musicals) ist "Blow in the Wind" die dritte Runde der Gimmes Klassiker ( hier der 60er Jahre) zu verpunken. Die Auswahl der Songs ist OK, so findet man sie auch auf diversen Oldie-Samplern, die Umsetzung ist typisch für Fat Mike und seine Kollegen von Fat Wreck( 3 Akkorde, 2 Min./Song Höchstgrenze), die Anspielungen sind ein absoluter Kaufgrund für Fat Wreck Fans. So wird als Intro des ersten Songs "Blowin in the Wind" das Gebrabbel vom Hidden Track von NOFX's "Punk in Drublic" zitiert, oder bei "Stand by your Man" erklärt Spike Slawson, warum es schwer ist ein Gimme zu sein. Cat Stevens, der sich ja jetzt Yusuf Islam nennt, wird bei "Wild World" mit einem freudigen Salaameleikum begrüßt und Scott MacKenzie's "San Francisco" hört sich echt so an, ob einer der Jungs bei den Aufnahmen dringend aufs Klo musste (oder es mussten die 2 Min. eingehalten werden). "All My Lovin" wurde echt gut umgesetzt, wobei die Gimmes ja auch in Runde 4 mal ein ganzes Beatles-Album hinlegen könnten. "Runaway" wird zwar kaum einer vom Namen her kennen, aber beim ersten Hören gibts den ach ja,..-Effekt. Von der Stimme her echt gut, so manch anderer Sänger wäre im Refrain böse gekippt. "Will you still love me tomorrow" ist nicht besonders erwähnenswert, Lagwagon-Fans werden jetzt endlich wissen, wo gleichlautendes Zitat von der "Double Plaidinum"-CD herkommt (Joey Cape ist ja bekanntlich auch ein Gimme). Die restlichen Songs sind einfach anhören und selber Meinung bilden. Im Gesamten ist die CD klasse für rein in den Player und durchlaufen lassen. Es wird zwar viele geben, die diese CD für überflüssig halten, aber wer Spass an California-Punk hat, für den gehört diese CD in den Warenkorb.