Der in Lyon geborene Sebastien Devaud aka Agoria liefert mit "Blossom" sein Erstlingswerk ab. Er beschränkt sich dabei nicht nur auf die monotone House-Techno-Electro-Schublade, sondern geht über diese Genregrenzen hinaus und lässt auch Jazz und Dub einfließen. Auf diese Art und Weise erzeugt er durch das ganze Album die verschiedensten Stimmungen, welche durch seine ganz eigene Interpretation von Musik getragen werden. So zum Beispiel das schleppende und ruhige "Presque un Ange", ein Gegenpol zu dem housigen und beatlastigen "La Onzième Marche". Agoria holte sich mit Sylvie Marks und Ann Saunderson zwei ganz begabte Sängerinnen mit ins Boot. Somit steuern sie die meiner Empfindung nach zwei besten Songs dieses herausragenden Albums bei. Mit von der Partie ist auch der unverkennbare Tricky, einer der bagabtesten TripHop-Elektroniker der letzten Jahre, der das Stück "2 thousand 3" veredelt. Abschließend lässt sich nur sagen, wer dieses Album besitzt, sollte sich glücklich schätzen etwas in den Händen halten zu können, was in dieser Szene neue Maßstäbe setzt und das Genre neu belebt.