Wie kaum eine zweite Künstlerin ihrer Art spricht sie die Sprache des Herzens, mit der sie die Wahrhaftigkeit der Seele mit den fehlbaren Verflechtungen der Welt um sie herum auszudrücken und für jederman verständlich in musikalische Formen zu gießen vermag.
Ihre mit Bloom betitelte neue Platte setzt konsequenterweise dort an, wo sie mit Beloved One aufgehört hat und belegt eindrucksvoll ihre immense Weiterentwicklung als Solo-Künstlerin. Den musikalischen Rahmen bilden darauf sanfte Akustik-Gitarren und bezaubernde Streicher-Arrangements, die von einem zurückhaltenden Schlagzeugspiel getragen werden und einmal mehr die gereifte Tiefe ihres Songwritings untermauern. Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt dabei Rhodes fulminante Stimme und ihre unvergleichliche Fähigkeit, ihr Innerstes nach außen kehren zu können. Ohne Rücksicht auf Verluste offenbart sie dabei die gesamte Palette ihres Könnens und legt mit fast schon beängstigender Ehrlichkeit Emotionen frei, die einem im Minutentakt wohlige Schauer über den Rücken laufen lassen.