James Patterson ist jedenfalls dieser Meinung und hat mit "Bloody Valentine" eine ziemlich blutrünstige Idee für ein Valentinstags-Geschenk, als Teil des Quick Reads Projektes 2011, zu Papier gebracht.
Die Bücher dieser Reihe sind ganz bewusst kurz gehalten, denn sie sollen Leser an Literatur heranführen, die schon lange nicht mehr gelesen oder aber Probleme mit umfangreichen Werken haben.
Aus diesem Grunde ist der Thriller mit 122 Seiten zwar ziemlich knapp bemessen, doch der Preis überzeugt und Patterson gelingt es auf den vorhandenen Seiten genügend Spannung aufzubauen, um den Leser zu fesseln.
Man kann das Buch problemlos in relativ kurzer Zeit lesen, doch wenn man es im Zug, der S-Bahn oder der U-Bahn konsumiert, sollte man Vorsichtsmaßnahmen treffen, dass man auch wirklich an der richtigen Haltestelle aussteigt, denn die Geschichte zieht einen sehr schnell in den Bann und man blättert atemlos von Seite zu Seite.
James Patterson zählt zweifelsohne zu den profiliertesten Thrillerautoren der Gegenwart. In den letzten Jahren allerdings arbeitet er sehr viel mit Co-Autoren zusammen, so dass man nie weiß, wie viel davon wirklich Patterson ist.
Obwohl vorne auf dem Umschlag nur sein Name prangt, findet man beim Aufschlagen des dünnen Bandes schnell heraus, dass ein weiterer Autor, als K.A. John aufgeführt, an diesem Werk mitgearbeitet hat.
Herausgekommen ist ein wirklich spannender Thriller, versetzt mit allen notwendigen Spannungsingredienzien.
Als Aufmacher ist ein Satz des Täters zu lesen, der sich mit folgenden Worten rechtfertigt: "Jemanden zu töten ist kein Mord, wenn es notwendig ist."
Damit wird der Leser direkt in die Handlung katapultiert. Der megareiche Restaurantbesitzer Jack Barnes liebt seine Frau Zee über alle Maßen. Zumal sie demnächst ein gemeinsames Kind erwarten. Doch ihre Pläne für einen romantischen Valentinstag werden auf grausame Weise zerstört, durch eine schreckliche Bluttat.
Wer ist der geheimnisvolle Täter, der dieses kranke Verbrechen ausgeführt hat? Wer hasst Jack dermaßen? Es gibt jede Menge Verdächtiger, die in Jacks großem Apartmentgebäude wohnen. Ist es einer von ihnen oder das Werk eines Außenstehenden?
Eines steht fest - die Polizei hat jede Menge zu tun, um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Das Buch spielt in London, allerdings außer der Erwähnung einiger Sehenswürdigkeiten und Strassen spielt die Stadt keine wirkliche Rolle. Die Geschichte hätte überall auf der Welt passieren können. Vermutlich war dies lediglich Pattersons Tribut an das Quick Reads Projekt, welches ja in Großbritannien beheimatet ist.
Vier Sterne für einen Thriller, der zwar nichts für schwache Nerven ist, aber sehr gut unterhält und der als kurze, spannende literarische Zwischenmahlzeit seinen Zweck absolut erfüllt.