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Bloody Sunday - Blutsonntag
 
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Bloody Sunday - Blutsonntag

James Nesbitt , Tim Pigott-Smith , Paul Greengrass    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: James Nesbitt, Tim Pigott-Smith, Nicholas Farrell
  • Regisseur(e): Paul Greengrass
  • Komponist: Dominic Muldowney
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 30. Januar 2009
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 103 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001NYAW1E
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.511 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Auf fast dokumentarische Art und Weise schildert Paul Greengrass die Ereignisse des 30. Januar 1972, an dem die Situation eskalierte und britische Soldaten schließlich das Feuer auf unbewaffnete Zivilisten eröffneten. Um dem Film noch mehr Einschlagskraft zu verleihen, bedient sich Greengrass der Produktionsmuster des Cinema Verité. Nur Handkameras werden hier eingesetzt, die nah am Geschehen sind, die sich durch das Chaos wackeln und dem Zuschauer das Gefühl geben, mittendrin zu sein. Der Film ist nicht nur eine sehr detailverliebte Aufarbeitung dieses schicksalshaften Tages, sondern auch ein Diskurs darüber, dass Soldaten zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Städten nicht unbedingt bestens geeignet sind. "Bloody Sunday" zeigt, wie Situationen außer Kontrolle geraten können - und welchen Preis jene dafür zahlen müssen, die zwischen die Fronten geraten. Fazit: Aufwühlender, sehr realistisch dargestellter Film über eine Situation, die außer Kontrolle gerät.

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild hat Schwächen, viele davon sind aber offensichtlich als Stilmittel gewünscht. Der Ton ist im Deutschen besser zu verstehen. Das Bonusmaterial ist nicht allzu umfangreich.

Bild: Der Film setzt auf matte und kalte Farben. Er will realistisch wirken, geradeso wie ein Zeitdokument aus den 70er Jahren. Die Farben sind zwar kühl, aber in sich stimmig. Rauschen fällt in starkem Maße auf. Bei Nachtszenen ist das Grieseln jedoch noch etwas deutlicher vorhanden (00:05:10). Die Kompression arbeitet gut. Der Kontrast ist teils überzogen. Bei 00:35:16 stehen zwei Personen vor einem lichtdurchfluteten Fenster. Gesichter liegen im Dunkeln und sind darum schwer zu erkennen. Das Schärfeverhältnis ist etwas grob, doch auch hier kann man von einem gewünschten Stilmittel ausgehen.

Ton: Die deutsche Dialogspur ist sehr gut zu verstehen. Das gesprochene Wort wird durchwegs klar wiedergegeben. Beim Englischen hat man des öfteren eine sehr dumpfe Wiedergabe, so dass man das Gesprochene kaum verstehen kann. Dafür erscheint der Effekteinsatz im Englischen deutlich filigraner, wenn man etwa die Geräusche von Funkgeräten hört, während sich zwei Soldaten unterhalten. Als der blutige Sonntag eskaliert, ist die räumliche Darstellung weitläufig. Man hört Schüsse, Schreie, Panik und kann nachvollziehen, wie die Situation sein muss.

Extras: Neben dem Trailer gibt es eine kleine B-Roll, die Impressionen von den Dreharbeiten liefert. Außerdem hat man ein paar kurze Interviews mit dem Regisseur und dem Produzenten, wobei beide auch über die Bedeutung jenes geschichtsträchtigen Tages und die noch immer fortdauernde Aufarbeitung sprechen. --movieman.de

VideoMarkt

Anfang 1972 plant die katholische Bürgerrechtsbewegung im englisch besetzten Nordirland regelmäßige friedliche Umzüge in der Kleinstadt Derry nach dem Vorbild der Protestmärsche der Schwarzen in Amerika. Das von IRA-Attentaten aufgeschreckte britische Militär untersagt alle Demos und zieht schon mal grimmige Fallschirmjäger zusammen, um für Ausschreitungen gewappnet zu sein, oder zur Not selbst solche zu provozieren. Nach Steinwürfen fliegt scharfe Munition, dreizehn Demonstranten finden den Tod.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein fesselnder Alptraum 24. Februar 2009
Kommt selten vor daß man im TV irgendwo reinzappt und mit heruntergeklappten Kinnlade bis zum Ende dranbleibt. So geschehen irgendwann vor Jahren bei "Bloody Sunday", auf arte. Endlich gibt es diesen ungemein fesselnden und authentisch inszenierten Film über den Blutsonntag von Derry 1972 auch auf DVD. Die pseudodokumentarische Kameraarbeit und die authentische Ausstattung lassen diese Ereignisse noch authentischer wirken. Man wähnt sich in einem endlosen, alptraumhaften TV-Livebericht und schaut mit Fassungslosogkeit zu wie ein friedlicher Demo-Sonntag zu einer tödlichen Tragödie eskaliert. Unbedingt die synchronisierte Fassung meiden und im O-Ton anschauen, auch wenn man nur die Hälfte versteht. Denn die sprachlichen Unterschiede und Gegensätze (irische Demonstranten - englische Soldaten) sind ein Teil des Konfliktes.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Linden TOP 1000 REZENSENT
am 30.01.1972 veranstalteten bürgerrechtler einen friedlich marsch durch die stadt derry in nordirland. dieser marsch war zwar angekündigt, aber von der britischen besatzungsmacht verboten worden.
da es in der vergangenheit einige anschläge seitens der i.r.a. auf britische truppen gegeben hatte, lautete die divise der soldaten: keine schwäche zeigen.
deshalb schickten die briten ihre härteste einheit in die stadt. die fallschirmjäger.
gegen ende des marsches gab es dann einige provokationen der truppen, die dazu führten das leichte unruhen aufkamen.
was dann geschah ging als blutsonntag in die geschichte des landes ein.
die fallschirmjäger eröffneten das feuer auf junge steinewerfer und töten wahllos einige von ihnen.
insgesamt wurden 13 menschen getötet und 14 teils schwer verletzt.
die fallschirmjäger behaupteten später das demonstranten das feuer auf sie eröffnet hätten.
die aussagen von augenzeugen, darunter einige ausländische journalisten, wiederlegten dieses aber wehemend.
in einem späteren prozess unter englischer schirmherrschaft wurden diese aussagen ignoriert, und die fallschirmjäger freigesprochen. einige bekamen sogar orden von der queen.
als reaktion auf diese ungerechtigkeit, traten beispielos viele nordiren der i.r.a. bei und eröffneten den offenen strassenkampf.
was folgte ist das blutigste jahrzehnt das nordirland je gesehen hatte.

der film zeigt eindrucksvoll die entstehung/durchführung des massakers aus sicht dreier parteien. die soldaten, die demonstranten und die veranstalter.
die darsteller sind bis in die kleinsten nebenrollen hervorragend besetzt.
die dialoge wirken authentisch.
die story ist spannend und schockierend.
alles in allem muß man sagen das dies ein film ist der nicht leicht zu schauen ist, da man die ungerechtigkeit förmlich greifen kann. desweiteren gibt er wahre ereignisse wieder, und das ist umso eindringlicher.
wer sich mit der materie auskennt sollte diesen film unbedingt gesehen haben. allen anderen sei ein blick dringend empfohlen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartiges Kino 9. März 2009
Der britische Regisseur Paul Greengrass dürfte den meisten Filmfreunden durch die beiden Actionkracher Die "Bourne Verschwörung" und "Das Bourne Ultimatum" bekannt sein. Epix veröffentlicht nun den 2002 gedrehten "Bloody Sunday" und macht so einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Karriere des Filmemachers einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Halbdokumentarisch, ohne Musikuntermalung und fast nur mit Laiendarstellern gedreht, versprüht "Bloody Sunday" die Rohform des harten Realismus, der in geminderter Intensität auch die Bourne-Filme auszeichnet. Die Handkamera, die für Greengrass zum Markenzeichen wurde, ist hier dominantes Stilmittel: So direkt und unmittelbar am Geschehen ist dieses Drama, dass man sich als Zuschauer fast auf die Straßen von Derry versetzt fühlt, hineingeworfen in eine chaotische Eskalation der Gewalt. Die fehlende Distanz zum Geschehen, die bei Bourne spannungssteigernd und actionreich wirkte, ist hier hauptsächlich dramatisch und emotional bewegend. Es tut weh, mit anzusehen, wie Soldaten wahllos in eine flüchtende Menschenmenge feuern, unbewaffnete Demonstranten niederstrecken und gezielte Todesschüsse abgeben. Durch die verschiedenen Perspektiven, die Greengrass einbringt, gelingt ihm eine präzise, möglichst neutrale Darstellung einer verhängnisvollen Gewalteskalation und zugleich die betroffen machende Verfilmung einer realen Tragödie, die sich vor noch gar nicht allzu langer Zeit in einem europäischen Land abspielte. Für diese Leistung wurden der Regisseur und "Bloody Sunday" vollkommen zu recht mit dem Goldenen Bären der Berlinale ausgezeichnet. Gar keine Frage, das ist großartiges Kino und ein unheimlich wichtiger Film: Auf dass der Blutsonntag und seine Opfer nicht in Vergessenheit geraten mögen.

Die DVD von Epix zeigt den Film in anständiger Bildqualität, und auch der Ton ist stimmig und dynamisch. Die Extras bestehen aus Trailern zum Film und anderen Epix-Veröffentlichungen sowie einer unkommentierten B-Roll und interessanten Interviews mit den Machern vor und hinter der Kamera.
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