Deutschland, genauer gesagt Köln, heute. Das Duo Vic und Stan sind zwei ultracoole Jungs, die im illegalen Rahmen ihren Geschäften nachgehen. Das bedeutet, dass sie für ihren Auftraggeber Max Transporte übernehmen oder auch mal gerne eine Nutte vor einem Gangsterboss retten. Eines Tages sollen sie einen kleinen Koffer in eine üble Spelunke bringen, dabei geraten sie ins Zentrum von ganz anderen Unternehmungen.
Vor hunderten von Jahren streifte der Kämpfer Angul durch die Lande und nur ein Erzengel konnte ihn aufhalten. Also schickte Gott eben einen solchen, den Angul leider überraschend plättete. Durch das Blut, was sich auf seine Haut vergoss ist er nun ein Dämon und schart weitere jener um sich. In der heutigen Zeit versucht eine Gruppe von geheimen Gestalten Angul den Garaus zu machen, und behütet ein Schwert sowie eine geheime Schrift. Als Stan auch zum Dämon wird, schließt sich Vic der Gruppe, an um Angul endgültig von seinem Dasein zu befreien.
Deutsche Independent-Filme in der Region Horror-Action sind ja nun doch eher selten. Entsprechend skeptisch ging ich dann doch an dieses Machwerk heran. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich wurde nicht enttäuscht! Im Gegenteil, "BloodBound" überrascht sowohl handwerklich, als auch darstellerisch. Das hat Regisseur Ully Fleischer vor allem dem zu verdanken, dass er keine 08/15 Gesichter für seine Rollen verwendet hat. Er greift massiv in die Archive deutscher TV-Film und TV-Serien-Darsteller und hat somit u. a. auch Thomas M. Held ("Sechserpack"), Peter Nottmeier ("Switch"), Götz Argus ("SK Kölsch"), Isabel Florido ("Unter Uns") und Torsten Knippertz (Moderator bei DSF,?) am Start. Allesamt machen ihre Sache richtig gut, was auch den Rest seiner Besetzung betrifft. Obendrein hat er das geschafft, was ein Ittenbach auch heute noch versucht! Er hat einen solchen Film geschaffen, und ausser harten Effekten eine Story reingebracht! Diese gewinnt klar keinen Oscar, und ist im Mittelteil auch vielleicht etwas lang, weiß aber zu unterhalten. Die Kampfchoreographie sieht zudem mehr als passabel aus, und rundet das Geschehen passend ab. Im äusserst unterhaltsamen Making Of der DVD, sieht man obendrein, dass ein jeder einfach viel Spaß beim Dreh hatte, und das hat sich enorm auf den Film ausgewirkt. Wer deutschen Filmen nicht abgeneigt ist, und mal ab vom Landarzt kommen möchte, der kann hier getrost zugreifen, ohne enttäuscht zu werden. Ich denke Ully könnte mit mehr Geld durchaus sehr gute Filmchen auf die Leinwand zaubern.