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Blood Simple [Director's Cut]
 
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Blood Simple [Director's Cut]

John Getz , Frances McDormand , Joel Coen    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: John Getz, Frances McDormand, Dan Hedaya
  • Regisseur(e): Joel Coen
  • Komponist: Carter Burwell
  • Format: Director's Cut, Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 1. März 2001
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 93 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000059RS9
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.232 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Thema von "Blood Simple" ist das gleiche wie in Fargo: Ein mißglücktes Verbrechen entwickelt einen fatalistischen Charakter und führt zu ganz unerwarteten Folgen. Mit ruhiger Akribie zerlegen die Figuren unwissend ihr eigenes Leben. Die unaufhaltsame Maschinerie der Kausalität nimmt ihren Lauf und dies wird minutiös und unter besten darstellerischen Leistungen gezeigt. Die Optik der Disc ist nicht ganz so hochklassig wie der Film, aber durchaus "so lala" und das dezente 5.1-Remaster zerstört keinesfalls den B-Film-Ton des kleinen Meisterwerkes.

Bild: Die Schärfe der anamorphen Abtastung ist nicht überragend, was bei dieser Low-Budget-Produktion aber auch auf die Produktionsbedingungen zurückzuführen sein dürfte. So sind etwa in der Halbtotale des Hotelzimmers bei 00.04.45 Details des Bildes recht schwammig. Die Rauschwerte werden nur in den bekannten Problemmomenten beiger Farbtöne etwas auffälliger (01.22.00, Badezimmer). Außer eines hier und da augenscheinlichen, leichten Mattscheibeneffektes bei Kameraschwenks (01.22.56) halten sich Artefakte vornehm zurück und die sehr guten Kontrastwerte verleihen dem Bild eine gesunde Plastizität

Ton: In beiden Sprachfassungen liegt ein dezentes 5.1-Remaster vor, das wenig Effekte und auch nur eine angedeutetete Kulisse aufweist. Ein paar zarte direktionale Momente definieren das tonale Ambiente des Filmes. Das sind durch das Bild fahrende Autos (00.03.05) und Pistolenschüsse (01.20.22) ansonsten bleibt das Klangbild zurückhaltend, was keineswegs unangenehm ist. Die Sprechstimmen liegen zuweilen unter leichtem Rauschen, das in der englischen Version noch einen Hauch stärker ist, da für die Filmendfassung der Dialog-Liveton verwendet wurde. --movieman.de

OFDb.de

Auf texanischem Boden, so scheint es, werden die Dinge gelegentlich anders geregelt. Wo, wenn nicht hier, sieht man noch den Marlboro-Mann reiten? Wo, wenn nicht hier, sitzt der Cowboyhut noch am bequemsten? Wo, wenn nicht hier, spricht noch die Faust das Vaterunser? Texas, ein Mythos. Ein Bundesstaat voller Männlichkeit. Voller Entschlossenheit, voller aufs Kreuzlegen und aufs Kreuzgelegtwerden auch: Abby (Frances McDormand) bandelt an mit Barmann Ray (John Getz) hinter dem Rücken von Barbesitzer Marty (Dan Hedaya), zugleich Abbys Mann. Der beauftragt einen fragwürdigen Privatdetektiv, den Verdacht zu beweisen und - später - die Ertappten für gutes, schmieriges Geld kaltzustellen. Die Rechnung geht nicht auf. Es gibt nur eine Leiche, die zunächst gar keine ist. Und der Mörder, der zunächst gar keiner ist, hinterlässt den Toten, der zunächst gar keiner ist, zur Entsorgung. Ein Jemand entsorgt nun den zu Entsorgenden, der wirklich zu entsorgen ist, da der Entsorgende im Glauben handelt, der Tote, der zunächst gar keiner ist, was jedoch niemand weiß, sei von einer Person nicht-getötet worden, die es unbedingt zu decken gilt. In Coen-Filmen, so scheint es, werden die Dinge gelegentlich anders geregelt.

So manches Missverständnis gibt es in diesem ersten. Ohne es auf die Skurrilität anzulegen, zumindest nicht so wie in manch folgendem Coen-Werk, das sich der Coen-Extravaganz allzu sehr verpflichtet fühlte. Hier ist am Ende irgendwie einfach alles dumm gelaufen, ohne dass es um des Dummgelaufens Willen gehen würde. Texanische Missverständnisse. Unter der Haut liegen sie irgendwo, wo genau, lässt sich schwer orten. Es muss ein surreales Gewebe sein. Deckenventilatoren rotieren. Nach Grillenzirpen schreien minimalistische Bilder, nur der Ton gibt es nicht wieder. Einbildung. In der Einöde.

So ein Ding, mit dem man Fliegen röstet, knistert und funkt in einem elektrisierenden Augenblick. Oder es möchte nach der Begrabung einer baldigen Leiche, einer der beklemmend naturgetreusten der Filmgeschichte vielleicht, ein Klavier zu spielen beginnen - aber das Auto auf dem Feld will nicht anspringen. O zynisches Texas. Dann aber doch, jetzt spielt die Musik weiter. Perspektiven nicht von dieser Welt, in denen das Objektiv Theken entlang gleitet und auf Betrunkene zusteuert. Eine Kamera, die zusammen mit einem Kopf, der ins Bett fällt, ins Bett fällt. Ein Schnitt, der aus dem Drücken auf eine Telefontaste ein Drücken auf eine blutverschmierte Rückbank macht. Lichtstrahlen bohren sich durch Einschusslöcher ins verdunkelte Zimmer. Und zuletzt, hängend auf einem Abflussrohr: ein swingender Wassertropfen.

Man kann dies alles nur geträumt haben. Ein Mythos spiegelt auch keine Realität wider. Doch dann wiederum ist an ihm ja etwas dran, etwas Wahres, kodiert in Symbolen, und dieser Film erscheint so echt und schmutzig und dreckig, so ernst wie todessträfliche Irrungen, texanische Missverständnisse, so ernst wie ein Cowboyhut auf präsidialem Kopf.

--- Apollon

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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von abraxas
Format:DVD
Wer "Blood Simple" gesehen hat, weiß das dieser düstere und wunderbar inszenierte Thriller von 1984 als Vorlage und Inspiration für viele Filme diente. Einer der ersten Filme der Coen Brüder, der eine neue Ära des Independent Kinos begründete.

Die Geschichte spielt in der texanischen Provinz. Ein Barbesitzer, seine Frau, ihr Liebhaber und ein Privatdetektiv begeben sich auf eine mörderische Gradwanderung am Rande des Wahnsinns. Jede der vier Figuren verfolgt ihre eigenen Interessen, zieht jedoch aus dem Geschehen die falschen Schlussfolgerungen. Die Tatsachen erscheinen für jede Person im ersten Augenblick offensichtlich, was im weiteren Verlauf jedoch zu Missverständnissen, Verdächtigungen und fatalen Konsequenzen führt. Die Darsteller sind in einem paranoiden Spiel um Liebe, Geld und Eifersucht gefangen, das sich nicht mehr aufhalten lässt und in der unvermeidlichen Katastrophe endet.

Eine ähnliche Geschichte hat David Lynch als Vorlage für "Lost Highway" benutzt, nur mit dem Unterschied, dass sich alles im Kopf einer einzelnen Person abspielt.
Im Zustand völliger Gespanntheit und Konfusion fährt ein Mann nachts mit dem Auto auf einer Landstraße einer ungewissen Zukunft entgegen. Im Scheinwerferlicht sieht man nur die gelben Mittelstreifen. Dieses Bild findet man in "Lost Highway" und "Twin Peaks" wieder und ist eine Hommage an diesen Film der Coen Brüder.

Wie eigentlich immer bei den Coen Brüdern haben die Darsteller eine ganz besondere Tiefe und Persönlichkeit, die dem Film einen überrealistischen Eindruck verleihen. Die Einfachheit der Bilder und Darsteller stehen im klaren Gegensatz zur psychologischen Ebene, die den Zuschauer in ein Netz nicht vorhersehbarer Handlungen hineinzieht. Diese Art von Kino wurde später in "Fargo" fortgesetzt, dessen Hauptdarstellerin hier auch die Hauptrolle spielt.

Ein Mann begräbt in der Nacht eine Leiche, mitten auf einem Feld. Es ist bereits Morgengrauen. Der Wagen springt nicht an. Solche Situationen werden hier meisterhaft inszeniert und auf die Spitze getrieben.
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Böse und leichtfüßig 15. Oktober 2010
Format:DVD
Diese rabenschwarze Thrillerperle hat alles, was man sich von einem Film der Coen-Brüder erhofft: einen eigentlich simplen Plot mit fiesen Wendungen, lakonisch bis morbide gestimmte Charaktere und nicht zuletzt natürlich diesen unvergleichlichen Humor, der immer beides zugleich ist: böse und leichtfüßig.

Es geht um Ehebruch, Verrat, dumme Missverständisse und natürlich Mord, den Stoff aus dem Beziehungsalbträume sind also. Es ist nicht nur der erste Film der Coens sondern auch das Schauspieldebüt von Frances McDormand, der Frau also, die später noch weiteren Werken des Brüderpaares ihren Stempel aufdrücken wird, allen voran natürlich "Fargo". Mehr noch sind es aber M. Emmet Walsh und Dan Hedaya die hier ihr ganzes Können auffahren und "Blood Simple" auch schauspielerisch in die erste Liga hieven. Doch Marionetten sind sie alle miteinander im coen'schen Schauertheater, dessen Drehbuch seine Figuren mit purer Zerstörungsfreude immer und immer wieder aufeinanderprallen lässt, bis es zum Letzten kommt.

Abgerundet wird diese Triumphstunde des amerikanischen Independent-Kinos durch die glänzende Kameraarbeit von Barry Sonnenfeld, der sich als Regisseur später Schrott wie "Wild Wild West" und "Men In Black I & II" zuschulden kommen ließ, in diesem Fall aber ein ausgezeichnetes Gespür für das richtige Bild im richtigen Moment beweist.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Vorläufiger Höhepunkt im nunmehr fast 25 jährigen Filmschaffen der Coen Brothers ist der mehrfache Oscar-Triumph 2008 für die Killersaga "No Country for old men". Die Filmographie ist vollgespickt von neuen Klassikers wie "Fargo", "Big Lebowksi", "Millers Crossing" oder "Barton Fink".
Alles fing 1984 mit dem Erstlingswerk, eine Art Neo Noir Movie "Blood Simple" an. Diese Hommage an den Film Noir, angereichert mit der Optik der B-Pictures wird aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive erzählt: Während üblicherweise der Zuschauer die Lösung eines Rätsels/Mordes verfolgt, ist er hier ständig den Filmfiguren voraus.
Abby (Frances McDormand), die frustrierte junge Frau des psychopathischen Barbesitzers Julian (Dan Hedaya) beginnt ein Verhältnis mit dessen jungem Barkeeper Ray (John Getz). Der eifersüchtige Julian hat natürlich schon längst einen abgehalfterten Privatschnüffler Loren Visser (M.Emmet Walsh) engagiert, der eindeutige Beweisfotos vom Fremdgehen schiesst.
Julians Hass auf beide nimmt immer drastischere Formen an, er heuert Visser noch einmal an, diesmal als Killer...
Szenenhöhepunkte des Films ist eine Begräbnisszene der etwas anderen Art und der Showdown des Killers.
Zweifelsohne ist schon damals das grosse Können der Coens sichtbar, trotzdem leidet "Blood Simple" vielleicht unter dieser B-Picture Optik, die vermutlich auch daran lag, dass für die unbekannten Filmemacher damals am Anfang ihres Schaffens das Budget klein sein musste.
Die Folgefilme sind alle optisch stilvoller inszeniert. Mit Story und einem Mix an skurrilen Filmfiguren machen die Brüder dies aber wett. Der Film erhielt den grossen Preis beim Sundance Film Festival 1985.
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typischer Coen Film
Als Liebhaber der Coen-Filme musste ich mir natürlich auch endlich das Erstlingswerk zu Gemüte führen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Strznievski veröffentlicht
Spannung pur
Den Coen Brüdern geht es nur um die Erzeugung von Spannung. Und das können sie weißgott! Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von zopmar veröffentlicht
hatte mir mehr von dem film versprochen
film kann man sich ansehen, aber ein ausleihen hätte auch gereicht - kein muss für einen sammler. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2010 von DAR
Das Regiedebüt der Coen Brüder
Tief im Herzen von Texas. Abby (Frances McDormand) die Frau eines Barbesitzers namens Julian Marty (Dan Hedaya), beginnt ein verhältnis mit dessen angestellten Ray (John... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2009 von Johnny Caspar
Tolle Sache!
Bis auf einen kleinen Schreibfehler im Plot auf der Hülle gibts an dieser DVD nix auszusetzen.
Wer den Film, oder zumindest die Coens, kennt und mag, der wird um dieses... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. November 2008 von Thomas Wolf
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Veröffentlicht am 2. März 2008 von Red
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Ein über aus düsterer, verworrener Psychothriller der extra Klasse. Die stillischen Elemente des Films (Kamerafahrt, Erzählweise) fesseln den Zuschauer schnell. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. März 2007 von Minimal Man
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