Technisch ist alles super: Sehr stimmiges Setting, die Atmosphäre ist passend und die Weite der Landschaft ist gut eingefangen.
Die (drei) Schauspieler geben sich Mühe und sind für das Genre ausreichend bis sehr gut.
Die Negativpunkte: Die Story (Drehbuch), deren Logik und die Dialoge.
Klassifizieren würde ich den Film als Minimal-Slasher, der mehr sein will und daran kläglich scheitert.
Diese Art von Filmen strotzt nicht gerade von nachvollziehbarer Handlung und logischen Verhaltensweisen. Was dieser Film aber bietet ist grausam.
Erst wird der "Böse" als Psychopath dargestellt, der irre, pseudoreligiöse Begründungen ohne Unterlass von sich gibt, quasi als Wanderpriester bezeichnet werden könnte, dann aber ganz plötzlich etwas anderes sein soll.
Warum? Keiner weiß es, ist dem Drehbuchschreiber einfach eingefallen.
Da die Tätigkeiten der Hauptakteure vorher schon unlogisch waren, hat man des Denken sowieso schon eingestellt.
Also folgt man dem Drehbuch und sieht ihn in einem anderen Licht, was aber wieder dutzende neue Fragen aufwirft und einfach unausgegoren wirkt. Eine Fortentwicklung in der Geschichte ist nicht auszumachen.
Der Höhepunkt ist die total deplatzierte letzte Aussage des Protagonisten in der letzten Szene, die klar macht: "Thema verfehlt, setzen Sechs!"
Zwei Punkte gibt es, wegen der guten Technik, weil zumindest versucht wurde, etwas frischen Wind in ein Kammerspiel zu bringen und weil es noch schlechtere Filme gibt.