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46
4,2 von 5 Sternen
Blood On The Dance Floor - HIStory In The Mix
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. November 1999
Als "Blood On The Dance Floor - HIStory In The Mix" 1997 erschien, wurde es von Kritikern wie (potentiellen) Käufern mehrheitlich als ein Album behandelt, das den Michael Jackson des Jahres 1997 wiederspiegelt. Die außerdem in den Medien vorherrschende Meinung war folgende: Michael Jackson, ein in den 80ern mega-erfolgreicher Künstler, leidet an akutem Ideenmangel, weshalb er einfach ein paar recyclete Songs auf den Markt wirft und hofft, daß sie ihm noch ein paar Millionen bescheren.
Das ist jedoch falsch. Die ersten fünf Lieder auf dem Album - im Gegensatz zu den weiteren acht Titeln keine Remixversionen von Songs seines 95er Albums "HIStory" - sind keineswegs neue Kompositionen, mit denen sich Jackson auf der Höhe der Zeit zeigt oder zeigen will. Es handelt sich dabei nämlich um Titel, die Jackson teilweise schon mehrere Jahre vor Erscheinen von "Blood ..." geschrieben und aufgenommen hatte. Der Song "Blood On The Dance Floor" sollte beispielsweise ursprünglich schon 1991 auf dem Album "Dangerous" erscheinen. Man kann also nicht mit Recht behaupten, diese Lieder würden "den Michael Jackson des Jahres 1997" zum Ausdruck bringen.
Dieses Remixalbum ist außerdem ein Werk, das der künstlerischen Philosophie Jacksons total widerspricht. Normalerweise arbeitet er bis zur Perfektion an seinen Alben, bis er dem Ergebnis (fast) zufrieden sein kann. Das Album "Blood ..." entspricht natürlich überhaupt nicht dieser Arbeitsweise. Jackson hatte eigentlich vor, seine bisher unveröffentlichten Songs als Maxi-CD, als eine Art Mini-Album, zu veröffentlichen. Die Entscheidung, das ganze mit einigen Remixtiteln zu einem "richtigen" Album aufzublasen, um bessere Verkaufsergebnisse zu erzielen, traf die Platternfirma. Jackson dürfte von dieser Idee gar nicht begeistert gewesen sein.
Musikalisch gesehen ist das Album "Blood ..." natürlich kein Meisterwerk. Egal, wie gut ein Remix auch sein mag, die Qualität des Originals wird er niemals haben. Die ersten fünf Songs brauchen sich aber vor Jacksons früheren Werken nicht zu verstecken. "Blood On The Dance Floor" ist ein Song, der sofort ins Ohr geht - ein richtiger "Ohrwurm". "Morphine" ist ein beeindruckendes Stück über die Höhen und Tiefen im Leben eines Drogen- bzw. Schmerzmittelsüchtigen. Die Strophen sind stets laut, abgehackt und schmerzerfüllt herausgeschrien und schildern die Qualen, die betroffene Personen durchleiden. In der Mitte des Stückes gibt es jedoch eine ruhige, wie von selbst dahin fließende Passage, die die Glücksgefühle und das Wegdriften des Geistes des Süchtigen beschreibt. Auch der Song "Ghosts" ist hervorragend gelungen: Das Stück besitzt eine eingängige Melodie und ist mit zahlreichen Soundeffekten gespickt.
Trotz der teilweise langweiligen Remixtitel ist "Blood On The Dance Floor - HIStory In The Mix" ein empfehlenswertes Album. Auf jeden Fall sollte man aber die "HIStory"-Originalsongs kennen, bevor man sich deren Remixes "antut".
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Vorweg, man kann diese CD nicht als eigenständiges Album bezeichnen, da sich an die fünf neuen Songs nur Remix-Versionen alter Stücke anschließen.

Sicherlich sind Remixe Geschmackssache.
Meiner Meinung nach nehmen sie den Songs die Tiefe, vorallem, wenn es um Songs wie Strangers in Moskau geht, das ja einen sehr melancholischen und ernsten Hintergrund hat.

Durch diese Remix-Version erhält der Song einen oberflächlichen und "fröhlichen" Character, der den Song in seiner Aus-
sage verzerrt und seine Glaubwürdigkeit verfälscht.

Soweit mir bekannt, mochte Michael Jackson Remixe auch nicht und ich verstehe nicht warum nicht noch weitere neue Songs
in dieses Album aufgenommen wurden.

Die neuen Songs sind in typischem Jackson Sound auf höchstem Niveau.

Sieht man sie im Zusammenhang mit seinem musikalischen Werk (das für mich biographisch seine persönlichen Lebenserfah-
rungen darstellt) zeigt er mit diesen Stücken eine sehr offensive Haltung, die sich an Ghost anschließt.

Auch zähle ich diese Songs zu den persönlichsten in seiner Karriere.

Besonders Morphin, Scream und Money machen deutlich in welcher "Verfassung" er zu diesem Zeitpunkt steckt.

Morphin: Erfahrungen mit Suchtproblemen, die er wie immer musikalisch glaubwürdig und berührend umzusetzen versteht.

Verzweiflung, Wut und Zorn und dann im Mittelteil von einer Sekunde auf die andere ein sanftes Hinüberglei-
in die Agonie der Betäubung und im Anschluß wieder ein aggressiver harter rockiger Teil.

Scream: Seine ganze Wut und Verzweiflung über die ewigen Lügen und Fragen der Medien.

Money: Einer meiner Lieblingssongs. Seine Lebenserkenntnis, dass es Menschen gibt, die bereit sind aus Geldgier zu
lügen, betrügen und selbst vor Mord nicht zurückschrecken und er ein klares Statement dagegen stellt.

Auch Blood on the dancefloor, ein toller Tanzsong und Superflysister, mit einem Michael Jackson untypischen textl. sexuellen Inhalt, überzeugen hundertprozentig.

Auch wenn mir pers. die anschließenden Remixe nicht gefallen, vergebe ich dieser CD fünf Sterne, da mich die neuen
Songs absolut überzeugen.

Ich hoffe, das wir irgendwann einmal ein Album zu hören bekommen, das nur mit neuen Songs bestückt ist aus dem reich-
haltigen Fundus, der ja existieren soll.

Bis dahin übe ich mich in Geduld und werde immer wieder mal meine Jackson-Sammlung rausholen.

Denn seine Musik kann man rauf und runter hören ohne das sie jemals langweilig wird, weil es niemanden in der Pop-
musik gibt, der so facettenreiche und auch zeitlose Musik gemacht hat wie Michael Jackson.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juli 2007
Dieses Album zu bewerten gestaltet sich als äußerst schwierig aus zweierlei Gründen:

1. Die Songs 1-5 sind brilliant und zählen zum Besten überhaupt, was Jackson je gemacht hat
2. Der Rest ist, grob gesagt, Müll

Nun ist das noch nicht alles...ein Michael Jackson würde es nie zulassen, sowas auf den Markt zu bringen, es sei denn, man redet es ihm ein. Und das ist leider der springende Punkt, wie so oft in seinem Leben hat Michael auf andere wieder mal mehr gehört als auf sich selbst. So wie es schon bei History der Fall war ("Mike, wollen wir nicht doch ein Greatest Hits Album daraus machen?"), war Sony auch diesmal der Meinung, es müsse sich an der Arbeit am Album beteiligen.

Und so riet man Michael (der Remixe abgrundtief hasst, weil auf diese Weise der ursprüngliche Charakter eines Songs verändert wird) dazu, doch ein paar davon auf das Album zu packen, es wäre gerade angesagt und würde den Kids bestimmt gefallen. Und Michael hat sich unglücklicherweise, wie so oft, letztendlich doch breitschlagen lassen und diesem Vorschlag zugestimmt. Und da er keine Ahnung von Remixen hat (irgendwo logisch, wenn er sie selbst weder mag noch hört), konnte er Schlecht schlechten Remix von Schlecht guten Remix auch nicht unterscheiden.

Nun könnte man natürlich das Album geteilt betrachten: 5 Songs, die von Michael stammen, und 8 Remixe, mit denen er nichts zu tun hat, was ja auch der Wahrheit entspricht. Dann wäre es letztendlich eine nur durchschnittliche Note. Da es jedoch in den meisten solcher Fälle immer daran gelegen hat, dass Michael bequatscht wurde und er, um es allen recht zu machen, solchen Plänen zugestimmt hat und Sony ja nun auch das nachfolgende Projekt "Invincible" erfolgreich zum Tode verurteilt hat aufgrund purer beabsichtigter Einstellung jeglicher Promotion, sehe ich nicht ein, warum ich Sony diesen Sieg gönnen sollte und seinetwegen ein Album schlecht bewerte, dass bombig hätte werden können. Mir reichen die ersten 5 Songs aus um zu erkennen, dass es nicht an MJ lag und dass dieser in punkto Songwriting nach wie vor zum Größten zählt, was wir je hatten. Oft liegt es nicht immer an den anderen, in diesem Fall aber tut es das.

Somit bewerte ich hierbei nur Michael's alleinige Arbeit - die ersten fünf Songs - und die sind allesamt Spitzenklasse.
"Ghosts" und "Is It Scary" (meine momentanen Lieblingstracks) fanden auch in Jacksons 40-minütigem Video "Ghosts" Verwendung. MJ's Stimme war nie klarer als in diesen beiden Stücken. "Morphine" möchte ich als Hardrock bezeichnen, eine wirklich untypische Richtung für Michael. Der Song besticht vor allem durch seinen Stimmungswechsel, der hervorragend umgesetzt wurde. "Blood On The Dancefloor" dürfte jedem bekannt sein, ein großartiges und tanzbares Stück, dass das gleichnamige Album einleitet. "Superfly Sister" besitzt einen 80er Touch, mag melodisch etwas hinter den anderen Stücken liegen, aber der Text ist, gerade für einen MJ, extrem krass geworden und nicht mehr jugendfrei.

Wegen der ersten fünf Stücke liebe ich dieses Album und nur wegen dieser fünf Tracks allein lohnt es sich, "BOTDF" im Schrank stehen zu haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. August 2009
Vorab möchte ich sagen, dass ich bisher auch keine Notwendigkeit für Remixe gesehen habe und diese auch nicht mochte. Man hat ja immer den Originalsound im Ohr und ist enttäuscht, wenn es dann anders klingt. Nachdem ich mir BLOOD ON THE DANCEFLOOR nun mehrmals hintereinander angehört habe, muß ich sagen, ich habe meine Meinung geändert. Songs, die in ihrer ursprünglichen Fassung schon etwas angestaubt waren (sorry Michael, ist nicht böse gemeint, sie wurden wohl einfach zu oft gespielt) wie der gute alte EARTH SONG oder YOU ARE NOT ALONE kommen plötzlich so frisch und neu daher, daß es die reine Freude ist. Selbst mein derzeitiger favorite song STRANGER IN MOSCOW ist als Remix ein Genuß. Die neuen Songs auf dem Album - allen voran IS IT SCARY oder auch MORPHINE (der Text, besonders aus der voller Verzückung gesungenen Mittelpassage, trifft ins Herz, wenn man weiß, was passiert ist), sind echte Knaller. Die Songs sind allgemein wilder und härter als früher. Ein Album wie ein Orkan.
Ein visueller Genuß ist auch das Video zum Song BLOOD ON THE DANCEFLOOR, das auf der HISTORY short films Vol. II zu sehen ist: Michael Jackson wunderschön und sehr sehr sexy den Mambo tanzend. WOW! fünf Sterne plus!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2012
Als ich mir diese CD zum ersten Mal angehört habe, war ich etwas verwundert. Die ersten 5 Songs sind Lieder, wie man sie von Michael Jackson kennt. Aber was dann kommt hat mich überrascht. Ich bin kein Freund von Remixen und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass ich nach 1-2 Remixen genug hatte und die CD ausgemacht habe. Danach habe ich mich dann doch nochmal durchgerungen, die CD komplett zu hören, aber wurde weiter enttäuscht. Mich hatte sowieso etwas verwundert, dass Michael auf Remixe zurückgegriffen hat, (und dann auch noch auf so schlechte) da er doch in Sachen Musik Perfektionist war. Gefühlvolle Lieder wie "Stranger in Moscow" oder der "Earth Song" klingen einfach schrecklich mit solch einem Beat. Eigentlich ist kaum einer von den Remixen zu ertragen, da sie das Klangbild von Michaels Liedern zum Teil vollkommen verändern.
Als ich dann gelesen habe, dass Michael das Album in dieser Form so nie veröffentlichen wollte, wurde mir einiges klar. Doch ich kann nicht (wie einige andere hier) nur die ersten 5 Songs bewerten, da ich ja für das ganze Album Geld ausgegeben habe. So wären die ersten 5 Songs mit 4-5 Sternen davongekommen. Aber der Rest des Albums ist nicht so wirklich beeindruckend.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Januar 2014
Ich finde es immer wieder äußerst amüsant, wenn ich Kritiken lese, die das künstlerische Werk von MICHAEL JACKSON bewerten. Ein breites Grinsen kann ich nicht verbergen.
MIKE ist MIKE und wird es für immer bleiben. Seine Musik hat Millionen von Menschen gerockt, seine Texte haben Millionen von Menschen berührt und die Augen geöffnet, sein Tanz hat Millionen von Menschen verzaubert, seine Stärke hat Millionen von Menschen Kraft gegeben, seine Fähigkeit zur Liebe hat Millionen von Menschen das Herz geöffnet. All das tut er heute noch - er bekommt täglich neue Anhänger!
Sein musikalisches Werk ist unumstritten! Seine Rekorde sind kaum zu zählen. Seine musikalischen Anhänger auch nicht. Die Menschen, die Michael Jackson als Mensch lieben und schätzen, sind unzählig!
MIKE musste nie etwas beweisen, außer dass er selbst immer besser sein wollte und seine Musik perfekt umsetzen wollte.
Musik ist letztlich aber auch immer eine Geschmacksfrage und sollte das auch bleiben!!!!!
Wenn ich blood on the dance floor höre, dann bin ich hin und weg - diese Stimme!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
MIKE ist ewiglich - durch all die Spuren, die er auf Erden und in den Herzen hinterlassen hat und heute noch hinterlässt.

Also weg von der "Kritik" - blood is on the dance floor ist für mich genial! wie MIKE! ich liebe nicht nur jeden Song, sondern jeden Ton und je öfter ich das Album höre, stelle ich fest, dass ich immer wieder Neues entdecke! MIKE ist so komplex, dass etliche Male hören immer noch nicht alles offenbaren!

MIKE is L.O.V.E

Ich bin stolz und glücklich, zu der Zeit zu leben, in der MIKE auf Erden war und ich werde ihn und seine Musik für immer lieben.

Also: geniales Album! wie alles von Michael Jackson - dem größten Musiker aller Zeiten.

(I am a soldier of the army of L.O.V.E)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein Remixalbum ist nur für die hartgesottenen Fans von Interesse? Das kann man sicherlich über Madonnas YOU CAN DANCE behaupten, findet sich auf dieser LP gerade einmal ein unbekannter Song und einige Langfassungen altbewährter Titel.
Bei Michael Jacksons BLOOD ON THE DANCE FLOOR - HISTORY IN THE MIX verhält es sich ein wenig anders. Hierauf sind immerhin fünf neue Songs versammelt, darunter GHOSTS, welcher als Soundtrack für den gleichnamigen Kurzfilm Jacksons fungiert. IS IT SCARY? zählt auch dazu, darin werden jedoch Textstellen von GHOSTS wiederverwertet, weswegen ich den Titel nicht als allzu wichtig ansehe. GHOSTS ist wiederum sehr essentiell zur Vervollständigung von MJs Discografie, zumal es diese Single merkwürdigerweise auf keine der unzähligen Best-Of-Sampler geschafft hat. Lediglich die Holländer wünschten sich den Titel auf ihre individuell angelegte Titelliste des KING OF POP-Albums. In Deutschland ist der Song nur auf BLOOD ON THE DANCE FLOOR - HISTORY IN THE MIX zu hören.

Ein weiteres Argument, wenigstens erst einmal in diese Dance-Compilation hereinzuhören, stellt der Titeltrack BLOOD ON THE DANCE FLOOR dar, der 1997 mit Recht zum Hit avancierte. Ebenso wie GHOSTS verströmt das Lied den typischen Jackson-Sound der 90er, welcher Funk und Dance-Pop mit einer Spur Rock vereint. Der daran anschließende Track MORPHINE beginnt recht aggressiv, überrascht in der Mitte jedoch mit einer leisen Pianopassage, die von MJs schlagartig sanfter werdenden Gesang und Geräuschen direkt vom Tropf begleitet werden. Der King of Pop verarbeitet hierin seine Sucht nach Schmerzmitteln, die er in der Vergangenheit versucht hatte zu bekämpfen. Nach seinem Tod hat dieser Song natürlich einen faden Beigeschmack inne.

Abgesehen von diesen drei neuen Songs, ist der Rest eher als durchwachsen anzusehen. SUPERFLY SISTER ist ganz nett, mehr aber auch nicht. Die Remixe, unter anderem von David Morales, der auch schon Alternativversionen von Whitney Houstons Hits schuf, sind wahrlich Geschmackssache. Sie machen zwar einige Balladen tanzbar, z.B. STRANGER IN MOSCOW und EARTH SONG. Aber gerade die Varianten dieser Titel gefallen mir recht wenig. Eigentlich wurde jeweils nur ein Beat unter die bekannte Melodie gelegt - ziemlich einfallslos... Man wollte die EP wohl auf Biegen und Brechen mit Material füllen, um sie als LP verkaufen zu können. Diese Mission ist gelungen, obwohl sie ohne die drei Höhepunkte BLOOD ON THE DANCE FLOOR, MORPHINE und GHOSTS recht farblos wäre.

Die LP-Ausgabe von BLOOD ON THE DANCE FLOOR - HISTORY IN THE MIX wird gegenwärtig wie reiner Goldstaub gehandelt. Da es sich hierbei um eine weniger erfolgreiche Remix-Platte handelt, wurde sie dementsprechend weniger oft gepresst. Lohnen sich die Extrakosten für die Vinyl?
Im Vornherein muss man unbedingt darauf achten, welche Fassung man kauft. Die offizielle Scheibe ist nicht in Form einer Picture Disc erschienen, sondern als 2er-LP-Set auf schwarzem Vinyl mit Cover. Bei der ebenfalls erhältlichen Picture Disc handelt es sich um eine illegale Bootleg-Kopie mit grottenschlechter Klangqualität! Falls generell Interesse an einer Vinylausführung mit Top-Klang besteht, sollte man gleich zur richtigen Fassung greifen. Bei MORPHINE schlägt sich die kraftvolle Klangqualität besonders stark nieder. Der weiche Teil inmitten des Stücks ist viel leiser als die vorangegangene und nachfolgende Passage. Vor allem die neuen Songs besitzen Dynamik, von Loudness nicht die geringste Spur, weswegen es doppelt so viel Spaß macht, ihnen auf Schallplatte zu lauschen.
Gestaltungstechnisch hat man es beim Äußersten belassen. Das Cover ist leider nicht aufklappbar. Dafür wurden die Schutzhüllen der beiden Schallplatten mit Bildern und drei Songtexten - BLOOD ON THE DANCE FLOOR, STRANGER IN MOSCOW und HISTORY - bedruckt.

Als waschechter Michael-Jackson-Fan muss man BLOOD ON THE DANCE FLOOR - HISTORY IN THE MIX sowieso besitzen, aber auch Ab-und-zu-Hörer sollten zumindest in die CD-Version hineinhören, besonders in die drei besagten Titel. Die Vinyl ist dann für all diejenigen interessant, die Interesse an richtigen Sammlerstücken von MJ hegen und dynamisch abgemischte Produktionen lieben. Der Aufpreis lohnt sich definitiv. Auch wenn mir die zweite Hälfte des Albums inhaltlich weniger zusagt, besitzt es doch drei neue starke Nummern, die man einzig und allein auf dieser MJ-Vinyl findet. Hinzu kommt die gute Klangqualität, welche man bei den heutigen Produktionen zu selten findet - vier Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2010
"Blood on the Dacefloor" ist mit seinen 5 neuen Songs und 8 Remixen eher eine Ergänzung zum HIStory Album als ein eigenständiges Studioalbum!
Die 5 neuen Songs überzeugen zu 100%. Der Titeltrack ist ein treibender, energiegeladener Dance-Burner der beweist, dass Michael Jackson auf den Tanzböden dieser Welt immer noch was bewegen kann! Das grandiose "Morphine" thematisiert Michael's Medikamentensucht und besticht vor allem durch den fetzigen Rhythmus der sich mit einer ruhigen, wunderschönen Sequenz in der Mitte abwechselt. Dazu gibt es noch die Musik aus "Ghosts" mit dem genialen "Is is Scary".
Die Remixe sind mehr oder weniger gut gelungen. Der Remix von "This time around" gefällt mir sogar besser als das Original, "Money" wird durch den schnelleren Rhythmus tanzbarer und auch beim "Earth Song" gibt es ein paar gelungene Stellen. Der "History-Remix" ist wohl am besten gelungen und wurde sogar ein Hit, die Singleversion ist aber wesentlich besser als die 8 minütige Albumversion. Der Rest ist nicht besonders erwähnenswert. Aber alleine schon wegen dem Titeltrack und der Musik aus "Ghosts" ist "Blood on the Dancefloor" empfehlenswert! 5 Sterne!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. August 2008
Das Add-On zum Album History ist ein gelungenes Remix-Album.
Die neuen Songs, welche energiegeladen sind sind zum größten Teil gut anzuhören, vor allem "Blood On The Dancefloor" und "Morphine".
Für meinen Teil ist das Album insgesamt ein wenig zu kostenauftreibend, da man die Hälfte der Songs schon kennt und es nur wenig neue Musikstücke zu hören sind.
Trotzdem ist es lohnenswert, es sich zuzulegen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. April 2000
Ich kann verstehen, wenn Nicht-MJ-Fans dieses Album nicht mögen - vor allem, wenn sie die Originalversionen der genialen HIStory-Songs nicht kennen. Ich war noch nie ein Remix-Freund, und diese Remixe versauen Michaels Musik. Schade, denn die ersten fünf Songs sind einfach phantastisch..."Blood on the Dance Floor" geht absolut in die Beine und macht süchtig, und in "Ghosts" und "Is it scary" entfaltet sich Michaels ganze Genialität. Diese drei Songs gehören meiner Meinung nach zu den besten, die er je gemacht hat. Insgesamt würde ich empfehlen, den CD-Player nur bis Song 5 zu programmieren und danach das HIStory-Album reinzulegen...
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