Aus der Amazon.de-Redaktion
Michael Jackson, alias King Of Pop, hat mit Blood On The Dancefloor ein Remix-Album am Start, auf dem acht Titeln des Megasellers History ein neues Gewand gegeben wurde. Darüber hinaus gibt es fünf neue Stücke, die es in sich haben. Gerade der Titeltrack, von Guy-/Blackstreetgründer Teddy Riley produziert, sticht hierbei heraus: Keyboards und Drums von Riley, mit dem Jackson bereits auf Dangerous zusammengearbeitet hat, bilden mit Jacksons ausdruckstarkem Gesang eine Funkperle. Auch der Wyclef Jean-Remix von 2 Bad versteht es mit einprägsamen Gitarrenspiel und einem clever verarbeiteten Beat It-Sample (!) das Treffen zweier Musikergenerationen fruchten zu lassen. Breitet sich die Produktion der neuen Stücke und der Neubearbeitung von Scream, 2 Bad und Money innerhalb der Genres Funk und HipHop aus, fallen die übrigen Remixe qualitativ ab. Das liegt daran, daß man sich an Houseremixen versucht. Zu keinem Zeitpunkt können die durchaus fähigen Produzenten (z. B. Frankie Knuckles) den Eindruck verwischen, daß die Housebeats recht wahllos unter Jacksons Stimme gemischt wurden. So gut die neuen Stücke und drei Remixe sind, so verirrt sind die übrigen Remixe. Schade. --Patrick Mushatsi-Kareba
Stereoplay
Der "King Of Pop" und sein Hofstaat nehmen das Maul mal wieder kräftig voll: "The Best Dance Album In HIStory" verheißt ein Sticker auf der Hülle dieses Albums. Doch gemach: auch "Blood On The Dance Floor" mit seinen acht Remixen von "HIStory"-Songs und fünf neuen Titeln erfindet die Dance-Music nicht neu. Das Ziel dieser Scheibe ist klar: Zum einen soll der Umsatz des Produktes Michael Jackson auch 1997 sichergestellt, zum anderen Jackson die abhanden gekommene, oder besser: nie vorhandene "street credibility" verschafft, das Fabelwesen des Pop wieder im richtigen Leben etableirt werden. Also engagierte man Amerikas mutmaßlich heißeste Dance-Magier, auf daß die Remixe "die Eleganz der Tanzpaläste ebenso widerspiegeln wie die rauhe Realität der Straße", wie das Firmeninfo fleht. Es legten Hand an: Wyclef Jean und Jerry Duplessis (Fugees), Jimmy Jam & Terry Lewis, Frankie Knuckles, David Morales, Nani, Terry Farley & Pete Heller, Tony Moran und Roger Sanchez. Jacksons längst unerträglich gewordene Kiekser zu eliminieren schafte freilich keiner von ihnen. Von den neuen Nummern gefällt der flott groovende Titelsong am besten. Die Remixe fallen ausnahmslos in die Kategorie House, so donnernd professionell wie mainstreamhaft-konventionell. Die wahre Dance-Avantgarde um Cracks wie Latyrx und DJ Shadow aber ist längst schon einen Hakenschlag weiter. ** M: 5-8
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CLASSIC FROM THE KING OF POP