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Blood Money

Tom Waits Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (7. Januar 2003)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Anti (Indigo)
  • ASIN: B00005YWP0
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.206 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Misery Is The River of the World
2. Everything Goes to Hell
3. Coney Island Baby
4. All The World Is Green
5. God's Away On Busines
6. Another Man's Vine
7. Knife Chase
8. Lullaby
9. Starving In The Belly Of A Whale
10. The Part You Throw Away
11. Woe
12. Calliope
13. A Good Man Is Hard To Find

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Blood Money gehört in die Kategorie der besten Alben von Tom Waits, die damals Mitte der 80er-Jahre erschienen. Es bewegt sich von einer sexy wirkenden Zirkusmusik über wunderschöne, rührende Kinderlieder und im Zickzack taumelnde bluesige Romps bis hin zu dem, was klingt, als ob Oscar aus der Sesamstraße mit einer völlig falschen Melodie den Soundtrack eines alten französischen Films übertönt. Die 13 Songs von Blood Money wurden gemeinsam von Tom Waits und seiner langjährigen Mitarbeiterin und Ehefrau Kathleen Brennan für eine Robert-Wilson-Produktion von Georg Büchners 1837 entstandenem, unvollendetem Theaterstück Woyzeck geschrieben. Das bereits auf die Moderne verweisende Stück handelt von einem "kafkaesken" deutschen Soldaten, der verrückt wird, nachdem er gegen Bezahlung medizinische Experimente über sich ergehen lässt und seine Freundin umbringt, nachdem er zum Zeugen eines vermeintlichen Vertrauensbruches wird.

Die Weltanschauung dieses Albums ist entsprechend düster. Die Texte sind heiter-pessimistisch, vermitteln den Eindruck von Halluzinationen, und hier wird die Aussage von Klischeevorstellungen des Boulevards auf den Kopf gestellt. Das Motto dieses Albums ist jedoch in der Titelmelodie zu finden, wo eine Passage übersetzt in etwa lautet: "Etwas steht fest bei dem Menschengeschlecht/Es ist schlecht/Treib die Natur mit der Mistgabel aus/Sie kommt mit Gebrüll unweigerlich zurück". Blood Money erschien gleichzeitig mit dem lyrisch-lieblichen Alice. Es markiert mit seiner widerborstigen Art und seinem rhythmischen Charakter die Rückkehr eines unserer begabtesten Sänger und Songschreiber zurück an die Spitze seiner Zunft. --Mike McGonigal

Produktbeschreibungen

(2000 'Anti') (42:18/13) TOM WAITS - voc/pno/gtr with LARRY TAYLOR - bass, STEWART COPELAND - drums, etc. Special guest: CHARLIE MUSSELWHITE - hca (2-tracks).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen If there is anything to say about mankind ... 16. Mai 2002
Format:Audio CD
... There's nothing kind about man.
Diese Zeile aus dem ersten Stück der Platte, kann als Leitmotiv gelten. Tom Waits mag wohl keine pRosa Brillen, aber selbst für ihn ist die Lyrik von Blood Money arg finster.
"Misery is the river of the world" - so heisst das erste Stück - wird von einem der schwersten stampfenden Rythmen getragen, die Waits je verwendet hat. Da wird kein Beat ausgelassen. Zu diesem Rythmus verbreitet er mit seiner tiefsten Stimme seine Ansichten über die Welt ... ein eindrucksvoller Einstieg.
Nachdem stampfenden Marsch durchs erste Stück, wird im zweiten "Everything goes to hell anyway" der Rythmus komplett zwischen Congas und Basslinie (gespielt vom Bariton Sax) aufgelöst und das ganze von einem nicht rythmischen Gesang (nicht versetzt oder synkopisch, sonder tatsächlich nicht rythmischen) begleitet. Dazu den Takt zu klopfen erfordert schon eine gewisse Konzentration ... doch es wäre nicht Tom Waits, wenns nicht trotzdem grooven würde.
Das erste Stück deutet es mit seinem Rythmus schon an: Die ganze Platte geht - wie auch "Alice" - wieder stärker in Richtung von Waits gerühmten 80er Alben. Doch Waits hat sich seitdem natürlich weiter entwickelt.
Die characteristische Blues-Harp aus "Bone Machine" und "Mule Variations" hat auch hier wieder wichtige Soli. Der Sound der Platte wird überwiegend von diversen Instrumenten aus der Verwandschaft der Xylophone getragen, sowie von Bläsern. Die Bläser übernehmen insbesondere auch des öfteren die Basslinien.
Manche Bläsereinsetze muten fast ein wenig melancholisch südamerikanisch an - das ist eine neue Seite an Waits' Musik.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Morbides Theater in wunderbarer Waits-Manier 7. Mai 2002
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Das auf Büchners "Woyzeck" basierende Album "Blood Money" besticht durch sehr dunkel und ungewöhnlich instrumentierte/arrangierte Songs, die einmal mehr von Waits' einmaliger Stimme getragen werden. Tom Waits und Ehefrau Kathleen Brennan ist es gelungen, düstere, teilweise morbide Songs zu schreiben, die - musikalisch einfach hervorragend umgesetzt - auch außerhalb des Theaters beständig ineinander greifen und funktionieren. Nach mehrmaligen Hörgängen ziehen die einzelnen Stücke den Hörer fast schon unheimlich in den Bann. Tom Waits verwandelt hier ein jedes Wohnzimmer in ganz große Musiktheater. Und zwar ohne, dass der Konsument zusätzlich nach Bühne und Darstellern schreit. Unglaublich!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sammelsurium. Abgeklärt und alterstrübe? 2. Oktober 2005
Format:Audio CD
Nicht unbedingt sein bestes oder zusammenhängendstes Werk. Es gibt sicherlich eingängigere und zugleich schrägere Werke von ihm, die sich eher in einem Rutsch durchhören lassen. Aber Tom Waits ist nun einmal Tom Waits, und so bleibt sicherlich das eine oder andere Stück sofort im Ohr hängen. 'Misery's the river of the world' vielleicht, mit seinem grollenden "EVERYBODY ROW!", oder auch das leicht verschrobene Liebeslied 'Coney Island Baby', wo nach langer langer Zeit wieder mal Anklänge an "Closing Time", des Meisters Meisterwerk in Sachen Balladen sachte heraufbeschworen werden, auch wenn es hier etwas blasser und matter leuchtet. Es rumpelt, pumpelt, und poltert auch wieder gehörig ('God's away on business'), und die etwas verstörenden Bilder in den Texten tauchen wie üblich auch nicht zu knapp auf. Etwas glatter wirkt das ganze bisweilen, beinahe schon etwas zu >gut< produziert für jemanden wie Tom Waits. Ein mit seiner Muse und Ehefrau Kathleen Brennan zusammen geschriebenes Musical zu Büchners >>Woyczek<< war ebenso Inspiration wie dieses mystische something from the dark heart of America, das immer wieder durch Toms windschiefe Bosselscheune zu geistern scheint, wo er seine Sounds zusammenpluckt. Tja, was soll man noch sagen? Vielleicht sind seine Bilder etwas schlichter geworden, etwas eindeutiger, haben etwas weniger vom Flair aus einem alten vergilbten Photograph aus einem seltsamen Zirkustraum; vielleicht auch klingt der Musicaleinfluss etwas spieluhrartiger. Schnörkel ja, doch von Kitsch wagt und möchte man da bei Waits nicht nur gar nicht sprechen... Lesen Sie weiter... ›
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von bartgesang TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD|Verifizierter Kauf
"If there's one thing you can say about mankind, there's nothing kind about man." Tja. Da hatte man 1999 mit "Mule Variations" einen sanftmütiger werdenden Tom kennen gelernt, der in ländlicher Abgeschiedenheit seinen Frieden zu finden scheint. Und drei Jahre später veröffentlicht derselbe Kerl 2002 mit "Blood Money" eine Platte voll des triefensten Zynismus. Wir sind zu Beginn des neuen Jahrtausends im unterdessen vierten Jahrzehnt unserer gemeinsamen Reise zur schwarzen, bösen Seite von Tom gelangt. Immer wieder hatte er mal kurze Blicke auf sie gewährt. Hier lässt er nun gar kein Licht mehr zu uns herein, dreht uns zweimal im Kreis, schleicht hinaus und verschließt böse lachend (am Ausgang von "Calliope" macht er das tatsächlich) von außen die Tür. Wir sind allein gelassen. Gott ist geschäftlich verreist. Alles geht zur Hölle, das Schiff sinkt und wir hungern im Bauch eines Walfisches.

Das liegt natürlich auch am Stoff. "Blood Money" ist Toms drittes und letztes Theater-Album für eine Robert Wilson - Inszenierung. Diesmal ist es Büchners "Woyzeck", der im November 2000 in Kopenhagen seine Premiere erlebte. Bekanntlich kein Wohlfühl-Stück. Die Bodenlosigkeit und trostlose Ausgeliefertheit von Büchners Figuren übersetzt Tom eins zu eins in die Texte seiner Songs. Es gibt hier keine Hoffnung, auch in den balladenhaften Liebesliedern nicht, die von schwermütiger Wehmut und dunklen Vorahnungen durchweht werden. Auf "Blood Money" finden sich womöglich einige seiner brilliantesten Lyriks. Aber sie sind allesamt dunkel und mitunter noch dazu böse.
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5.0 von 5 Sternen Tom Waits eben...
Wie der Titel ankündigt - hier eine Palette zeit- und gesellschaftskritischer Songs
des amerikanischen Ausnahmemusikers. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Hangloosemen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tom Waits
Es ist alles super gelaufen und ich bin zufrieden mit dem Artikel! Schnell und verlässlich! Es ist alles pünktlich angekommen.
Vor 12 Monaten von anja pölzl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Grossartiger 'Woyzeck-Soundtrack'
Robert Wilson hat zu Beginn des Jahrtausends ein neues Konzept für die Aufführung von Büchners "Woyzeck" geschaffen.
Kathleen Brennan und v.a. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Happy Family veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Woyzeck
War zwar nicht anders zu erwarten -
wer sollte sonst Büchner authentisch ins 21. Jahrhundert bringen/vertonen? Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von H.S. veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Experimentelle Koketterie mit Tiefgang und Wiedererkennungswert
Ein produktiver zivilisatorischer Abgesang auf globalisierte Lebenswelten und
massentauglich aufbereiteter Hybris mit Potential zu exponentiellem Wachstum. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2010 von Seven F Oe
4.0 von 5 Sternen The ship is sinking
Nach längerer Zeit der Nicht-Beschäftigung mit Tom Waits' Musik - außer über Umwege des Entdeckens von Patrick Watsons großartigem 'Close to paradise' -... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2009 von M. Huber
5.0 von 5 Sternen Waits goes Woyzeck
Ich habe mir die CD gekauft, nachdem ich die aktuelle Woyzeck-Inszenierung von Joan Anton Rechi im Theater Oberhausen gesehen hatte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2008 von Wilfried Behr
5.0 von 5 Sternen unschön und schön zugleich
Meine erste Begegnung mit Waits war mit "mule variations". Ich fand sie als ich bei einer guten Bekannten durch die CD's stöberte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Januar 2003 von "darkoran"
3.0 von 5 Sternen Klänge aus der Vergangenheit
Gleich zwei neue Tom Waits Alben, und doch nix Neues. Mit Blood Money wird leider nicht die Abfolge seit Heartattack and Vine fortgesetzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. November 2002 von Matthias Ulmer
5.0 von 5 Sternen Tom Waits - die beste, skurilste Musik ;-)
Die neue CD von Tom Waits ist mal wieder ein richtiger Hammer! Da geht die Post ab und die Musik ist mal wieder so richtig chaotisch und fantasievoll. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Mai 2002 von Tobias Schorr
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