Hach ja, wie ich diese Leute liebe, die Rezensionen verfassen ohne auch nur das jeweilige Album gehört zu haben! Natürlich kann 50 behaupten, dass dies das beste bzw. eins der besten Mobb Deep-Alben wird, aber die Tatsachen sehen dann doch etwas anders aus! Für mich ist "Blood Money" eindeutig eine Enttäuschung, aber wer geglaubt hat, dass Mobb Deep unter G-Unit ihrem alten Sound treu bleiben dürfte eh ein Träumer sein! Wie auch in den meisten Interviews der letzten Monate zu lesen war scheint es den Herren Havoc und Prodigy nur noch ums große Geld zu gehen, so fällt dann auch dieses Album gegenüber ihrem ohnehin schon leicht enttäuschenden Vorgänger "Amerikaz Nightmare", welches immerhin noch mit der Monstersingle "Got It Twisted", sowie ein paar anderen vernünftigen Tracks punkten konnte, deutlich ab! Der beste Track des Albums ist in meinen Augen noch der bereits bekannte "Outta Control Remix"... dass der nervtötende zweite Bonustrack "Have A Party", welcher schon auf dem Soundtrack zu "Get Rich Or Die Tryin" zu hören war hier nochmal verbraten werden musste halte ich ebenfalls für unnötig! Die einzigen Lichtblicke des Albums sind "Give It To Me", mit der für mich besten Produktion der Scheibe, "Capital P, Capital H" und mit einigen Abstrichen die Leadsingle "Put Em In Their Place" und das ebenfalls vorher geleakte "The Infamous"! Den Rest kann man eigentlich getrost vergessen... angefangen bei den Beats, die oftmals ziemlich unausgereift klingen bis hin zu den Texten, die einem ehemaligen lyrischen Genie wie Prodigy in keinster Weise gerecht werden! Dazu gibt es G Unit-Features auf insgesamt 9 der 16 Tracks, eindeutig zuviel... alte Weggefährten wie Big Noyd oder andere Queensbridge MCs sucht man vergeblich! Alle die Mobb Deep bereits seit ihren Klassikern wie "The Infamous" und "Hell On Earth" kennen dürften von diesem Werk mal wieder ziemlich enttäuscht werden, alle die sie erst kennen seit sie bei G Unit gesignt sind könnten damit glücklich werden... ich kann es nicht!