Frank Poulsen ist eine grandionse Dokumentation gelungen. Unter Einsatz seines Lebens und das seines Teams reiste er in den Kongo. Die UN wollte ihn nicht zu den Minen befördern, da viel zu gefährlich. Dann ging er zum kongolesischen Militär, um eine Genehmigung zu erhalten. Er bekam sie nach vielen Stationen und reiste zu einer Mine in den Ostkongo, zu Bisie.
Im Kongo herrscht Krieg, 5 Millionen Menschen starben, Frauen werden vergewaltigt, Kinder arbeiten in Minen. Die Menschen, die in den Löchern buddeln, kamen einst, um Geld zu verdienen. Aber nun sind sie Sklaven. Sie schuften Tag für Tag, tragen 50 Kilo auf dem Rücken und marschieren damit 90 Kilometer bis zur Abnahmestelle. Dann müssen sie Steuern und sonstige Wegegelder abliefern an die 85. Brigade und an sonstige Wegelagerer. Ihnen bleibt keine Wahl. Sie sind so arm, dass sie von dort nicht mehr wegkommen, weil das bisschen Geld, was ihnen übrig bleibt, nicht reicht.
Kinder arbeiten dort,. Massaker passieren, es wird einfach geschossen. Die Schlafstätten der Arbeiter sind mit Tüchern verhangene Löcher oder Mulden an einem Hang. Die Gruben sind so elend und ungesichert, es ist sehr heiss dort unten und jeden Moment stürzt der Berg über ihnen zusammen.
Der Film bringt sehr gut das düstere Szenario rüber,mich hat es gefröstelt beim Ansehen.
Poulsen war bei Nokia, dem größten Handylieferanten weltweit. Jedes dritte Handy ist von Nokia. Seit 10 Jahren ist bekannt, dass es sich um Bluterze handelt. Die vielen Versuche von Poulsen, an Nokia ranzukommen, das endlose leere Geschwätz von Nokia, all das wird wunderbar dargestellt. Ich habe kein Nokia mehr, es ist im Müll. Das mag zwar an allem nichts ändern im Moment, aber ich fühle mich besser. Sicher hat jedes Handy - so meine ich - irgendwo Blut an sich.
Ich kann mich nur wundern, dass unsere EU für alles und gegen jedes Gesetze erlässt, aber wegsieht, wenn es um so eine elende Situation geht. Nur die Öffentlichkeit kann hier massiv Druck machen! Deshalb danke ich dem Team um Frank Poulsen für diese Reportage. Solche Leute brauchen wir mehr auf dieser Erde. Und wir alle sollten den Film überall bekannt machen, das wäre unsere Aufgabe und diese Macht haben wir.
Nokia ist nur stellvertretend für den gesamten Markt, dem es nur um viel Geld geht. Dass dabei Krieg und Abschlachterei von Menschen in Kauf genommen wird, sollte man im 21. Jahrhundert nicht für möglich halten. Traurig, sehr traurig!