Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Microsoft Surface Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
73
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 14. April 2008
"Blood Meridian. Or the Evening Redness in the West" ist ein spektakulaerer Roman ueber eine Episode waehrend der Geburtsstunde der USA und gleichzeitig auch ihr Suendenfall. Der Roman erzaehlt die Erlebnisse des Kid (ohne Namen), der im Alter von 14 von zu Hause ausreisst und sich ueber Umwege einer Gruppe von Skalpjaegern - der Glanton Gang - auf ihrem Weg nach Westen anschliesst. Das Land dazwischen ist noch immer in mexikanischem Besitz und von Indianern und Mexikanern mehrheitlich bevoelkert. Wie schon oefter bei McCarthy, so auch hier, entwickelt sich der Roman entlang dieses 'Reiseszenarios'.

Auf ihrem beschwerlichen Weg begegnen die Maenner, in unterschiedlicher und sich oftmals wechselnder Besetzung, unglaublichen Grausamkeiten, begangen entweder von amerikanischen Truppen an verschiedenen Indianerstaemmen, oder auch umgekehrt von Indianern, begangen an den marodierenden Truppen. Bisweilen sind auch unbeteiligte Siedler oder Mexikaner davon betroffen. Aber auch die Gruppe der Skalpjaeger selbst, unter der Fuehrung des uebermaechtigen, gewaltigen und grausamen Judge Holden ("(...) when he came back ten minutes later (...) the child was dead and the judge had scalped it") und des nicht minder verbrecherischen John Glanton (beides historische Personen), begehen regelmaessig grausame Gewaltexzesse zur Aneignung von Skalps, oder nur aus Ueberdruss, Trunkenheit oder Leichtsinn. Und The Kid ist immer inmitten des Geschehens.

"Blood Meridian" erzaehlt mit geradezu biblischer Maechtigkeit vom Existenzkampf aller gegen alle, von Geburt und Reinigung durch Gewalt. McCarthy scheut sich dabei auch nicht vor der extremen Charakterisierung der Akteure zurueck: "... they saw one day a pack of viciousloooking humans mounted on unshod indian ponies riding half drunk through the streets, bearded, barbarous, clad in the skins of animals (...) with weapons of every description, revolvers of enormous weight and bowieknives the size of claymores and short twobarreled rifles with bores you could stick your thumbs in and the trappings of their horses fashioned out of human skin and their bridles woven up from human hair and decorated with human teeth and the riders wearing scapulars or necklaces of dried and blackened human ears and the horses rawlooking and wild in the eye and their teeth bared like feral dogs and riding also in the company a number of halfnaked savages reeling in the saddle, dangerous, filthy, brutal, the whole like a visitation from some heathen land where they and others like them fed on human flesh."

Nicht nur bewegen sich seine Aktuere (insbes. die Indianer) im 'Grenzbereich' zwischen Mensch und Ungeheuer, ihre bestialischen Taten nehmen die Zuweisung im Grunde selbst vor: "Some by their beards were men but yet wore strange menstrual wounds between their legs an no man's parts for these had been cut away and hung dark and strange from out their grinning mouths. In their wigs of dried blood they lay gazing up with ape's eyes at brother sun now rising in the east." Oder auch: "(...) and one of the Delawares emerged from the smoke with a naked infant dangling in each hand and squatted at a ring of midden stones and swung them by the heels each in turn and bashed their heads against the stones so that the brains burst forth through the fontanel (...)".

So zieht sich letztlich eine einzige, breite und tiefrote Blutspur von Verbrechen, durch die gesamte Westpassage der Maenner; Verbrechen einerseits veruebt von den Maennern selbst, oder auch andererseits begangen an den Maennern: "They found the lost scouts hanging head downward (...). They were skewered through the cords of their heels with sharpened shuttles of green wood and they hung gray and naked above the dead ashes of the coals where they'd been roasted until their heads had charred and their brains bubbled in the skulls and steam sang from their noseholes. Their tongues were drawn out and held with sharpened sticks thrust through them and they had been docked of their ears and their torsos were sliced open with flints until the entrails hung down on their chests".

Exzesse an unvorstellbar grausamer Gewalt sind dabei ein kontinuierliches Phaenomen seit der Entdeckung Amerikas (siehe z.B. Tzvetan Todorov: "Die Eroberung Amerikas. Das Problem des Anderen", oder auch - mit durchaus polemischem Unterton und fragwuerdigen Schlussfolgerungen - Rosa Amelia Plumelle-Uribe: "Weisse Barbarei"). So ist diese Episode der Eroberung Amerikas ebenfalls keineswegs nur das Produkt McCarthy'scher Imagination, da das Wueten der Glanton Gang offenbar historisch belegt ist.

McCarthys staendig wiederkehrendem Kernthema, dem schicksalshaften Ausgeliefertsein des Menschen, der Unausweichlichkeit und der toedlichen Konsequenz des menschlichen Handelns, sowie die kriegerische und grausame Natur des Menschen ganz allgemein, begegnen wir auch wieder hier und dabei in seiner Reinform: Der Suendenfall der Gewalt als Grundausstattung des Menschen, Krieg als Existenzberechtigung, Gewalt als immerwaehrende Konstante im menschlichen Dasein. Von der Entdeckung Amerikas, ueber die Eroberung, Unterwerfung und Besiedelung des Kontinentes, bis in das Amerika von heute zieht sich eine einzige gewaltige Blutspur. Die Gewalt von heute wurde zur Zeit der Eroberung und Staatsgruendung gesaet. Die US-Entwicklungsgeschichte ist seit den ersten Tagen bis heute blutdurchtraenkt. So scheint die gesamte Geschichte der spaeteren USA ebenfalls schon vorweggenommen, (man koennte ironischerweise sagen ebenfalls die Rolle der US-Kirche zum Thema Gewalt: "The priest had baptized the wounded Americans and then stood back while they were shot through the head").

McCarthy beweist mit diesem Roman wieder einmal seine unerreichte Meisterschaft und seine Groesse als Erzaehler. Nicht umsonst wird er in einem Atemzug genannt mit den Allergroessten der US-amerikanischen Schriftsteller, wie Thomas Pynchon, Don DeLillo, und Philip Roth. Fuer einige ist er gar der bedeutendste US-Autor zusammen mit William Faulkner und Herman Melville. Und das scheint i.d.T. keine Uebertreibung zu sein. Es gibt kaum einen zeitgenoessischen Erzaehler dieses Formats. McCarthy ist einzigartig im authentischen, lebensechten und ueberwaeltigenden Erzaehlen von Landschaften, Situationen, Begebenheiten, Menschen etc. McCarthys Sprache hat dabei geradezu alttestamentarische Wucht. Die Darstellung der Gewalt ist dabei auch niemals Selbstzweck, sondern Ausdruck der puren menschlichen Natur. Dabei wird gleichzeitig die Handlung zwingend nach vorne getrieben, ohne sich zu verlieren oder banal zu werden. McCarthy ist ein begnadeter Erzaehler und grossartiger Schriftsteller. "Blood Meridian" gilt zu recht als einer der groessten US-amerikanischen Romane des 20. Jahrhunderts, neben Melvilles "Moby Dick".

"Blood Meridian. Or the Evening Redness in the West" ist ein wahrhaft gewaltiges, unglaubliches aber auch verstoerendes, vielleicht sogar irritierendes Buch. Ganz klare Leseempfehlung und 5 Sterne fuer Cormac McCarthys grossartige Erzaehlung.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. November 2014
Düster und bedrückend, aber anscheinend realistisch und geeignet, die Mär von der "Guten alten Zeit" zu erschüttern. Die Handlung könnte spannender sein, doch das gezeichnete "Sittenbild" bringt einen ganz anderen Einblick in das Leben der Revolverhelden im "Wilden Westen".
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. März 2016
Brutal, dreckig, abgefahren.
Ich war natürlich nicht dabei, aber so stelle ich mir den "wahren wilden Westen" vor.
Nix mit heiler Welt, wie in "Rauchende Colts" und Co.
Für Freunde von leichter Literatur: Finger weg, lest dieses Buch nicht !
Wer mit Blut und Dreck klarkommt: Zieht's euch rein ^^
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Mai 2000
Bruised, burned and scarred I flipped the final pages of McCarthy's bloody nightmare. Eyes still open because of blood-lust, the text held thick between my ears, opening a passage into imagination I'd never travelled before. Scenes based in a historical land and time that is rarely recorded or taught or imagined in such a vivid, coagulated tale. It is hard to believe that this story was written at all, as it drips through your mind with fantastic prose so acute, you will feel dehydrated and anxious, immersed in what seems a bad dream. McCarthy is a madman loosed amongst unsuspecting readers, twisting their preconceptions, severing their ties to conventional scripture and scalping the western genre of its grayed headtop.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juli 2015
I know this is the favourite book of everyone and their neighbour. I didn' t like it all that much. The writing as such is good, although too obviously constructed in its minimalism. But what really put me off, is the world view that is propagated in this book. Violence as a necessary constant in human interaction, all morality stripped and unnecessary. Bulls***, in my opinion, just the social-darwinistic point of view that suits the 1% that own everything.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Oktober 2013
Dies ist meiner Ansicht nach eines der gewaltigsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Es scheint, als hätten sich Büchner, Nietzsche und Melville an einen Tisch gesetzt, um einen Roman zu schreiben. In seiner Sprach-und Bildmächtigkeit wird dieser Text allenfalls von alttestamentarischen Schriften übertroffen ... wenn überhaupt.
Aber genauso, wie man niemandem empfehlen würde, sich Pasolinis "120 Tage von Sodom" anzusehen, obwohl es die eindringlichste und intensivste filmische Auseinandersetzung mit dem Faschismus ist, werde ich dieses Buch niemals verschenken. Der konsequente Nihilismus und die fast dokumetarisch wirkenden Gewaltdarstellungen, die diesem Werk inhärent sind, nur unterbrochen durch apokalyptische Naturbeschreibungen, sind bestimmt nicht für jeden geeignet bzw. verständlich.
Aber, wer dafür bereit ist, der lese ... unbedingt!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Februar 2000
Other reviewers admonish to adapt Blood Meridian to film. This simply could not, and should not be adapted because this book's characters drool blood , and the violence here could not be aptly and fairly depicted on screen. If readers are not satisfied with the imagery ,and therefore crave to actually see this brutality on a screen before them, then McCarthy's vision of man as beast indeed can be verified. Blood Meridian is a partly historical account of the 19th-century westward movement and destruction of America's native people in America and Mexico by the bloodthirsty and goldthirsty and nihilistic Glanton Gang. The depiction of killing has scarcely been so graphic, and yet so alluring: you find yourself reading the horrifying scenes over and over again for their sublime description and almost dreamlike imagery. You have never seen nor imagined true Comanche Indian garb, and here it is. You have never read of a more evil character, and here you may, in Judge Holden. You have never read a novel whose main protagonist you almost forget exists, because of the book's other enticing components. And you have never imagined a sky this blood red, but remember: it was. Blood Meridian is McCarthy's masterpiece, and truly sets him apart as the late 20th Century's master of apocalyptic prose.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Dezember 1999
Mostly a riveting; spellbinding novel until the last few chapters. Like the other McCarthy titles "All the Pretty Horses", etc. he accomplishes a feel for the desert Southwest like no other author I have read. He does that by painting a graphicly accurate word picture of the area. In addition, through the eyes of the Kid, he makes the reader feel, not just read, the era in which the story is set. I came away drained from the intensity. However, I feel that the philosophical journeys into which the judge wanders are too lengthy and too esoteric. If you want a philosophical discussion, go to a text book. Not only would some, if not most, disagree with the Judge's view of life, it in no way enhanced the story. If you are looking for another "Ox Bow Incident" you will be extremely disappointed. While the philosophical mindset of Ox Bow was more visceral and real, Blood Meridian was much more off the chart and contrived. In addition, McCarthy's use of the Spanish language, was over used. This book is written in English for English speaking readers. An occasional use of a foreign language should be used in moderation and never to convey critical aspects of the story. McCarthy has not accomplished that knack yet, in any of his novels that I have read.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Dezember 1999
In Blood Meridian, Cormac McCarthy has singlehandedly destroyed all of our stereotypes of the Wild West. John Wayne and his jingoistic flag waving would have no place here. Neither would the ecologicaly friendly, noble natives of Dances With Wolves. Almost every character in this novel is a ruthless killer or a hapless victim. The setting of Blood Meridian is a violent purgatory where white man and red revel in monstrous acts of barbarism. Human life is worth only the price an Indian scalp will bring in Mexico, or the glory a white scalp will bring to a warrior.
What is most frightening of all is that it is based on true events. This is probably the most accurate fictional depiction of life in the west of the late 1840s that we have seen to date. Read John Sepich's Notes On Blood Meridian and see for yourself. Blood Meridian is not a book for all readers. It is certainly the most masculine novel I have ever read. Women and sensitive male readers will probably revile it, and it is a truly brutal story, but I have to admit reading this novel with great excitement. I could not put it down. I have read it 3 times in the last 5 years. I guess that this story forces each of us to look into their own "heart of darkness", and admit that there is something deep in the human soul that thrills to primal savagery. Peckinpah fans will love it. All in all, the beautiful language, the vivid descriptions, the vicarious violence and the colorful characters make Blood Meridian an unforgettable reading experience... If you've got the guts.
A couple of points of interest. I have seen an item on the internet saying Tommy Lee Jones is working on a movie adaption of Blood Meridian, in which he will star and direct. I do not know if this is just a rumor, or if anyone can do Blood Meridian justice now that Sam Peckinpah and Sergio Leone are dead, but I am still hoping it is true. (Mr. Jones, if you ever read this, may I suggest the band 16 Horsepower for the musical score.)
Also, for those of you who wonder about the character of Judge Holden, here is a quote from a Texas State Historical Association website on Samuel Chamberlain, the man whose memoir, My Confession, inspired McCarthy to write Blood Meridian: "In fact, many people who are skeptical of Sam's account believe that Judge Holden was a character that Sam inserted into his story as an afterthought because he needed a villain that would outweigh even the evil Glanton. Some people think that Judge Holden was modeled after one of the Harvard geologists named Nathaniel Southgate Chaler because Sam after the Mexican War lived in Cambridge, Massachusetts, and was familiar with many Harvard professors."
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 1999
McCarthy's prose traverses the edge of an alien and cruel frontier. It is populated by beings who are beasts in the image of men, traveling lands of baked dust, bleached bones and remorseless homicidal lust. It is a surreal dream scape, iridescent and nightmarishly beautiful, that might have been wrought on a planet without the verdancy and development of our own-- where the arid and primitive panorama reflects the condition of the soul. Blood here is avatar and seal. But we know this is our planet and this is our history.
The language, imagery and nihilistic architecture of Blood Meridian evoke Conrad and Camus. --But--. Is there the same level of allegory and metaphor in this book? Compare it to Camus's survival in a plague-ridden city, Conrad's mission to the dark heart of Kurtz's jungle, Melville's search for the nemesis of Ahab. All of these books are of profound manifestations of spiritual affliction and internal conflict. All richly evoke the ambiguity and contrast of moral dilemma and hubris. I'm not sure the same compass and standard exist here. There is a brilliant exposition of landscape and conflict, objectively presented-- but I remain unmoved by the blind bloodshed, overwhelmed and uninvolved. The characters are specters of banal and simple violence. This could be a book which will live well past our age. It might be a book of our age. It is certainly a book worth reading for its stunning and original use of language and imagery-- but its company with the classics of modern literature might also have been prematurely bestowed.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

13,99 €
6,99 €