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Das einzige Bindeglied zu den Vampiren ist eben Lestat, der die Story erzählt. Alle anderen beliebten Vampir-Charaktere treten nicht auf, werden, wenn überhaupt, nur nebenbei kurz erwähnt - ohne dass man etwas Neues über sie erfährt. Okay, man erfährt, dass Maharet eine Email-Adresse hat...
Dass Lestat wieder erzählt, klingt zunächst gut, nur leider... Rice hat "seinen" Stil sehr geändert. Ich weiß nicht, ob sie glaubt, damit gewisse Leserschichten in den USA anzusprechen, aber Lestat spricht jetzt zu oft wie ein Typ in der Pubertät, der sich für mächtig cool hält. Wenn er (hier im Original) mit so Sprüchen kommt wie: "Yeah, cool. - Right, dude." da gruselt es einem etwas...
Doch zwischendurch ist dann doch wieder "der alte" Lestat zu hören, zum Glück, denn immer dann ist das Buch wirklich besser.
Nur leider... zum Ende hin merkt man als Fan der Vampire plötzlich: schade, das war alles? Damit soll Schluss sein?
Man hatte doch etwas "Größeres" erwartet, denn Rice kann es ja weitaus besser.
Also, lesenswert als Schluss einer großen Serie und sicher interessanter für Fans der Hexen, aber nicht mehr vergleichbar mit Rices alten Meisterwerken, angefangen eben bei "Interview with the Vampire".
Nochmal: Anne Rice schrieb viele großartige Bücher. Ich liebe fast alles von ihr. Doch bin ich nicht der Meinung, dass für Fans (und alle anderen Leser) irgendwas ein "Muss" ist... Und "Blood Canticle" ist ganz sicher kein "Muss", sondern ein schwacher Abschluss beider Serien, auf den man aber auch gut verzichten kann.
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