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TOP 500 REZENSENTam 19. Juni 2010
David Moody hat sich in den letzten Jahren durch konstant erstklassige Werke zu einem der meiner Ansicht nach wichtigsten neuen Horror-Autoren etabliert - und war mit seinem überragenden "Autumn" (dt. "Herbst") Zyklus Mitte des letzten Jahrzehnts wesentlich daran beteiligt, das das Zombie-Genre mittlerweile im ganz großen Stil zurück gekommen ist.

Offenkundig ist, dass David Moody ein echtes Faible für Apokalypsen hat...und das er nicht nur sehr gut schreiben kann, wenn es um Zombies geht, hat er auch mit seinen Frühwerken "Trust" und "Straight zu You" bewiesen - und vor allem mit dem 2006 erstmals erschienenen "Hater" (dt. "Im Wahn"), mit welchem er einen neue Trilogie begann und welcher wohl gerade auch verfilmt wird.

DOG BLOOD ist nunmehr der lange erwartete zweite Teil der Hater-Trilogie. Es ist somit kein eigenständiger Roman, und auch wenn man ihn durchaus lesen kann ohne den Vorgänger zu kennen kann nur empfohlen werden, "Hater" / "Im Wahn" vorher zu lesen - viele Nuancen der Geschichte mögen sonst auf der Strecke bleiben.

Die Prämisse von DOG BLOOD und Hater lautet wie folgt: in der Gegenwart teilt ein unerklärliches Ereignis die Menschheit - innerhalb weniger Tage entwickelt sich ein erheblicher Teil der Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft, zu Hatern, welche getrieben sind vom unstillbaren und psychotischen Bedürfnis, den anderen Teil zu vernichten. Im Endeffekt bilden sich also quer durch alle sonstigen Kategorien zwei Gruppen: die Hater und die Unchanged - und diese Gruppen stehen sich in einem gandenlosen Konflikt gegenüber, da es anscheinend unmöglich ist, das beide gemeinsam existieren können. Die Hater haben hierbei den Vorteil, dass sie durch ihren rasenden Hass stärker, leistungsfähiger und robuster werden - die Unchanged sind ihnen aber zahlenmäßig überlegen.

Wie man sich denken kann zerfällt durch dieses Ereignis die uns bekannte Zivilisation innerhalb weniger Wochen - und einige Monate nach den Ereignissen des Vorgängers setzt DOG BLOOD an. Der Kampf zwischen Hatern und Unchanged tobt mit unverminderter gnadenloser Brutalität, und während die Hater mehr und mehr beginnen die ländlichen Areale von den Unchanged zu säubern haben diese sich in Städten verschanzt. Eine klare Führung gibt es für beide Seiten nicht - und es regiert nach dem Zusammenbruch jeder Ordnung das blanke Chaos.

Der Hauptprotagonist Danny ist mittlerweile durch konstantes Kämpfen und Töten zu einer völlig anderen Person geworden als er noch Monate vorher war, und der wichtigste Inhalt seines Lebens ist (neben dem fast unstillbaren Drang weiter zu töten), seine fünfjährige Tochter Ellis zu finden, welche auch zum Hater wurde, was von ihrer nicht veränderten Mutter zunächst gar nicht erkannt wurde. So macht sich Danny in den Wirren des totalen Krieges auf die Suche nach seiner Tochter - und wird weiter in den immer mehr eskalierenden Vernichtungskrieg zwischen Hatern und Unchanged hineingezogen.

Wie auch der Vorgänger ist DOG BLOOD geprägt vom schonungslosen, manchmal direkt unbarmherzigen Stil von David Moody - dieser Autor nimmt sich nicht zurück, und geht in die Vollen, egal ob es um die Schilderung von brutalen Kämpfen, Schmerzen oder Emotionen geht. David Moody schreibt wie gewohnt sehr gut, plastisch und packend - und er hütet sich, seiner völlig apokalyptischen Geschichte zur Auflockerung irgendwelche heiteren Nuancen beizufügen. DOG BLOOD ist, noch mehr als Hater, ein kompromissloses Buch, welches fraglos polarisieren sollte.

Wie man sich nach all dem denken kann ist DOG BLOOD weiterhin ein sehr hartes Buch. Die gesamte Atmosphäre der Geschichte ist durchsetzt mit dem konstanten Konflikt zwischen zwei vermeintlich absolut unvereinbaren Gruppen - da Koexistenz nicht möglich ist bleiben nur die Alternativen Mord oder Flucht. Insofern ist dies ein Buch, welches mit schonungslosen und harten Schilderungen von Kämpfen beginnt - und welche weiter und weiter eskalieren.

Das soll nicht bedeuten, dass in diesem Buch sonst nichts geboten würde: ohne jetzt von der Geschichte etwas vorweg zu nehmen gibt es überraschende Entwicklungen im Metaplot, und auch global tut sich einiges. Die Geschichte tritt also nicht auf der Stelle, sondern steuert auf ein sehr furioses Finale zu - welches, wie man sich denken mag, den Auftakt zum dritten und letzten Teil dieses Zyklus bildet.

Gleichzeitig ist DOG BLOOD in vielem allegorisch zu verstehen: blinder Fanatismus, Selbstmordangriffe, Schläferzellen, Kadavergehorsam, Gleichgültigkeit vor dem Leiden anderer, Paranoia, der totale Krieg, Frustration und der vermeintliche Kampf und "uns" gegen "die anderen" sind beständige Themen, welche in dieser Geschichte mitschwingen.

Ich bin von DOG BLOOD begeistert: die Geschichte von Hater wird konsequent (mitunter schmerzhaft konsequent!) fortgesetzt, und David Moody spielt seine schriftstellerischen Stärken auch diesmal konsequent und kompromisslos aus. Wem Hater gefiel sollte DOG BLOOD unbedingt auf seinen Einkaufszettel schreiben - dieses Buch macht da weiter, wo Hater aufhörte.
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