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Blondinen bevorzugt: Wie Frauen Männer verführen. Eine Kulturgeschichte des weiblichen Balzverhaltens
 
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Blondinen bevorzugt: Wie Frauen Männer verführen. Eine Kulturgeschichte des weiblichen Balzverhaltens [Gebundene Ausgabe]

Ingelore Ebberfeld
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Westend; Auflage: 1 (24. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938060182
  • ISBN-13: 978-3938060186
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 176.503 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Welt Online, 4. Juni 2007

"Die für provokante Thesen bekannte Autorin widmet sich der Kulturgeschichte weiblicher Verführung und wertete unter anderem ethnologische und historische Literatur sowie bildliche Darstellungen aus."

Neue Luzerner Zeitung, 19. Mai 2007

"Auf unterhaltsame und amüsante Weise beschreibt Ingelore Ebberfeld die verschiedenen Bereiche des weiblichen Balzverhaltens aus Gegenwart und Vergangenheit. Das Buch bestätigt das eine oder andere Klischee, offenbart aber auch überraschende Erkenntnisse über Schönheitsideale, Weiblichkeit und das Zusammenspiel der beiden Geschlechter."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch habe ich während der Rekonvaleszens von einer üblen Grippe gelesen und dafür war es die richtige Lektüre: Witzig geschrieben, voller Anekdoten und interessanter Informationen (leider etwas lieblos und schäbig bebildert.)
Die Autorin orientiert sich wohl an kulturgeschichtlichen Werken wie z.B. der Sittengeschichte von Eduard Fuchs. die ebenfalls eine Mischung aus Beobachtungen, Anekdoten und Interpretationen darstellt. Wenn ich durch eine strenge wissenschaftliche Brille sehe, kann das Buch nicht zufrieden stellen. Frau Ebberfeld hat offensichtlich keine systematischen Untersuchungen angestellt, Sie dankt zwar 200 Männern und Frauen für ihre offenen Auskünfte, aber die Empirie schlägt sich in Sätzen wie: "Ein Postbote erzählte mir,....." nieder. Untersuchungen aus Fachzeitschriften werden nicht ausreichend referiert und einige Male bleibt unklar, ob von einem gedachten oder durchgeführten Experiment die Rede ist.
Das Hauptproblem ist aber die Theorie. Solange das weibliche (und das komplementäre männliche) Verhalten strikt evolutionsbiologisch erklärt wird (im Anschluss an Desmond Morris), ist die Argumentation in sich schlüssig. Aber wann kommt die Kultur ins Spiel? Warum berichtet die Autorin über zahllose Erscheinungen, die biologisch keinen Sinn machen? Zum Beispiel das heutige Schlankheitsideal oder die chinesischen Lilienfüße oder Kurzhaarfrisuren. Man bekommt den Verdacht, die Kulturanthropologin hat keine Theorie, wie kulturelle Vorgaben biologische Programme überschreiben.
Für männliche Leser hat das Buch eine wichtige Entlastungsfunktion: Die Autorin macht nicht die Männer dafür verantwortlich, wenn sich Frauen in enge Schühchen zwängen oder ihre Arschgeweih-Tanga-Kombination präsentieren. Und das war mir ein Stück Lebenshilfe.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
"Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert." Ihr Buch mit einem meiner Zitate zu eröffnen, für das ich bisher unausgesprochen das Exklusivrecht beanspruchte, fand ich irgendwie frech. Doch als ich mich damit abfand, künftig meine Referate anders beginnen zu müssen, hatte ich fast nur noch Freude an Ingelore Ebberfelds Buch. Hier wiederholt eine Frau, Kultur- und Sexualwissenschaftlerin, was viele Frauen nicht hören wollen: Seit eh und je investieren Frauen ungemein viel in besseres Aussehen. Und das machen sie nicht aus purem Spass, sondern aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit. Was die Autorin in unterhaltsamer Sprache sagt, ist nicht neu. Auch wenn das aus der merkwürdig unvollständigen Literaturliste nicht unbedingt hervorgeht. Neu ist, dass eine Frau dieses Thema so schnörkellos und offen darstellt. Dabei hält sie sich mit ihrer persönlichen Meinung über das Tun der Frauen vornehm im Hintergrund und führt das aufwendige Balzverhalten auf kaum veränderbare Gesetze der Evolution zurück.

In Zeiten, die Beraterliteratur zuoberst auf den Bestsellerlisten Platz nehmen lässt, schickt es sich nicht, die leichte Veränderbarkeit menschlicher Verhaltensmuster in Zweifel zu ziehen. Das merke ich auch selber, wenn ich über die Erkenntnisse der Neurowissenschaftler referiere. Kommt einfach nicht gut an, was wir locker jeden Tag beobachten können. Lieber postulieren wir weiter einen Idealmenschen. Das führt zwar regelmässig zu Enttäuschungen, aber trägt dafür zu einem höheren Bruttosozialprodukt bei. Allein in Deutschland verdienen 80'000 ihre Brötchen mit Beratungen, wie man zum idealen Menschen wird. Auch wenn es ihn nicht gibt. Aber finden wir uns damit, wie es offenbar Ingelore Ebberfeld tut, können wir über solche Bemühungen interessante und amüsante Bücher schreiben.

Gegliedert ist das Buch in vier Teile. Zu Beginn sensibilisiert uns die Autorin für Blickrichtungen. Auch weil Frauen ihre Geschlechtsgenossinnen anders betrachten als Männer dies tun. Im zweiten Teil führt uns Ebbenfeld ganz nahe an das Schaufenster, hinter dem Männlein und Weiblein um die Wette balzen. Nicht von ungefähr ist Pretty Woman einer der erfolgreichsten Hollywoodfilme. Nachdem wir nun Bescheid wissen, welches die besten weiblichen Attribute sind und wie es zum Siegeszug der nackten Haut kam, wird jeder wichtige verführungsrelevante weibliche Körperteil in Geschichte und Funktion beschrieben. Im vierten und letzten Teil müssen wir schliesslich mit erdrückendem Beweismaterial zurechtkommen, dass es universelle Schönheitskriterien gibt und dass sich am grossen Spiel der Verführung nicht so bald etwas ändern wird. Eingang in dieses Kapitel finden zudem die Betrachtungen über Haare, Kosmetik, Parfüm und Körperduft.

Mein Fazit: Ein populärwissenschaftliches Buch zum Thema weibliche Verführungsrituale, -künste-, leiden und freuden. Nicht der Neuigkeitswert überrascht, sondern die geglückte Mischung von wissenschaftlicher Berichterstattung und unterhaltsamen Finde-dich-lieber-damit-ab-Stil. Und das von einer Frau, die auf dem Pressebild nicht so aussieht, als sei ihr das Frau-sein unter diesen Voraussetzungen eine unerträgliche Last. Gewünscht hätte ich mir mehr und bessere Bilder, eine vollständigere Literaturliste und zahlreichere Ausflüge in Wissenschaftsgebiete ausserhalb der Evolutionspsychologie.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Und ewig lockt das Weib 7. April 2010
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Auf der vorletzten Seite dieses unterhaltsamen Buches lesen wir folgende Aussage: "Getrieben vom Begehren, begehrt zu werden, machen sich Frauen zum Objekt der Begierde. Dabei geht es ihnen nicht um einen spezifischen Mann, sondern um alle Männer. Das allgemeine Begehren steigert ihren Marktwert und erhöht zugleich den Status des Mannes, der sie bekommt." Das mag nicht für alle Frauen gelten, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.

Frau Ebberfeld hat uns mit diesem Werk ein Buch geschenkt, das das weibliche Streben, begehrenswert zu sein, ausführlich und detailliert beschreibt. Menschen neigen dazu, alles nach irgendwelchen frei erfundenen Maßstäben bewerten und beurteilen zu müssen. So wurde und wird vieles, was Frauen unternehmen, um sich begehrenswert zu machen, von moralisierenden Gruppen oder Institutionen mehr oder weniger scharf verurteilt. Doch die Natur lässt sich nun einmal nur um den Preis des Aussterbens der eigenen Spezies unterdrücken. Insofern beschreibt Frau Ebberfeld auch in diesem Buch die Lage einfach nur wie sie ist, weil die Natur es so will. Ob uns das nun bewusst ist oder nicht, sowohl Männer als auch Frauen wählen ihre Sexualpartner ganz wesentlich nach biologischen Vorgaben.

Und diese Vorgaben an Frauen beschreibt die Autorin sehr ausführlich unter verschiedenen Gesichtspunkten. Der erste Teil des Buches befasst sich mit der Fähigkeit der Frau, die Blickrichtung des Mannes dahin zu lenken, wo sie ihren Körper wahrgenommen haben will. Über das Balzverhalten von Frauen berichtet der zweite Teil, über Körpervorlieben der dritte. Dort geht es wie selbstverständlich um Brüste, Hintern Hüften und Beine. Der letzte Teil beschreibt zunächst die verschiedenen Idealvorstellungen über Frauen in verschiedenen Zeiten und Kulturen und widmet sich danach noch Haaren, Kosmetik und Düften. Gerade die Düfte sind ein schlagender Beweis für die Dominanz der Natur. Ein Mensch kann sich parfümieren wie er will, wenn sein Körperduft einem Vertreter des anderen Geschlechts nicht gefällt, hat er bei diesem keine Chance.

Bei Männern und Frauen steigt übrigens der Testosteronwert beim Ansehen pornografischer Filme gleich schnell an und nimmt um den gleichen Wert zu, lesen wir auf Seite 57. Es gibt allerdings einen entscheidenden Unterschied: Männer werden unmittelbar erregt und haben eigentlich keine Chance, etwas dagegen zu tun. Frauen dagegen besitzen einen von der Wissenschaft noch nicht verstandenen psychologischen Filter, der ihnen die Entscheidung freistellt, ob sie sich auf die Erregung einlassen oder nicht. Wie faszinierend doch die Natur mit uns spielt, um ihr Ziel zu erreichen.

Fazit.
Dies ist ein geradliniges, aber manchmal auch etwas langatmiges Buch, das die Dinge so beschreibt wie sie sind. Vielleicht wurde dieses Buch besonders für Männer geschrieben. Und in der Tat enthält es eine Reihe von bemerkenswerten Erkenntnissen über das Vorgehen von Frauen. Doch die männliche Lage ist auch mit solchem Wissen in Wirklichkeit hoffnungslos. Wenn eine Frau, die von der Natur als passende Sexualpartnerin für einen Mann geprägt wurde, wirklich Ernst macht, hat der Auserwählte kaum eine Chance. Und das ist auch gut so.
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