Ok, erstmals eigentlich heisst die Zeile "Listen to the voice of Buddah" und stammt aus der 7. Nummer des neuen Albums, dem Coversong Being Boild.
Nun aber zurück zum Start:
Zu beginn positiv aufgefallen war mir gleich das Cover, welches mich von der Eigendynamik her an meinen KMFDM Lieblings-Klassiker XTORT (1996) erinnert hat. Dieser erste Eindruck wurde kurzzeitig beim ersten Durchlauf des Albums getrübt, es ist also ein Album das meiner Meinung nach nicht gleich ins Ohr geht wie sagen wir mal der Ober-Klassiker NIHIL von 1995.
Beim zweiten bis dritten Durchlauf war das schon anders. Bald begannen sich einzelne Perlen aus dem Songteppich herauszukristallisieren, wie zum Beispiel der erste Song (Symbol). Wirkt er zu Anfangs eher wie ein kakophonisches Gewitter beginnt man mit der Zeit die den Refrain begleitenden, melodisch-bombastischen Synthesizerwände herauszuhören (wahrlich PANDEMONIUM...). Einen rifftechnisch mörderischen Start legen das sexy feminine Never Say Never und das Sauerkraut-maskuline POTZ BLITZ! an den Tag. Das coole People of the Lie ändert dann das Tempo in eine mehr groovige und synthesizer-lastigere Richtung. Coversong des Albums ist wie vorher erwähnt das krachige Being Boiled, gefolgt von Strut, einem der dynamischsten Songs des Albums welcher mit einem wahnsinns E-Beat (begleitet von süßen Lucia Vocals) beginnt der, zum Refrain hin, in einem wahren Riffgewitter detoniert. Das darauffolgende Bitches lässt ein bisschen an die guten alten Sisters of Mercy erinnern und wird dann vom Beastie Boys und Jungle-Beat lastigem Me & My Gun abgelöst. Den Abschluss bildet schließlich das gitarrenarme, sehr an SYMBOLS Zeiten (1997) erinnernde Take'm Out.
Nach öfterem Durchhören kann ich nun getrost behaupten dass eigentlich fast alle Songs von BLITZ WIRKLICH gelungen sind, wobei für mich das ABSOLUTE Highlight des Albums Song Nr.2, Bait & Switch ist. Seit Juke Joint Jezebel aus den NIHIL Glanzzeiten haben die "Ritter vom KMFDM" keinen solchen Tanzflächen-Sprengkörper mehr vom Stapel gelassen! Allein dafür gibts von meiner Seite aus 5 Sterne.
Zusammenfassend würde ich das Album stilistisch als "Back to the Nineties" bezeichnen und irgendwo zwischen XTORT Megariffs und SYMBOLS Technobeats einordnen. Man kann also (wieder) nicht wirklich von Weiterentwicklung sprechen, aber mal ganz ehrlich, welcher echte KMFDM Fan will das schon ;-)
In diesem Sinne: Thanx for constant quality & Ahoi Käpt'n K.!!!