Cloud Control sind schwer zu fassen. Sind sie jetzt im Folk zu Hause? Oder im Indie Pop? Sind sie Freaks? Oder einfach nur ein bisschen anders? "Bliss Release", das Debüt des australischen Quartetts gibt darauf auch keine richtige Antwort. Also kann sie nur lauten: Sie sind von allem ein bisschen. Ein bisschen Folk, ein bisschen Indie, gepaart mit einer andersartigen Freakyness.
Mir gefällt besonders die Nähe zu den Fleet Foxes, die manche Songs haben. "Ghost Story" etwa ist so ein Kandidat: Repetitiver Rhythmus, Chorgesang, Akustikgitarren, eine ständige Steigerung in der Dramatik. Das trifft auch auf den Opener zu, der enthält aber auch eine ordentliche Prise Humor mit der ständigen Wiederholung des Ausrufs "Why, Oh Why".
Ganz anders hingegen "This Is What I Said". Hier macht Cloud Control auf Vampire Weekend, mischt Indie Pop mit afrikanischen Sounds - und steht der Band aus New York in nichts nach. Weitere Höhepunkte sind das poppige "Death Clouds" und die mehrstimmig vorgetragene Folk-Ballade "Hollow Drums".
Viel falsch gemacht hat Cloud Control nicht. Nur "The Rolling Stones" ist furchtbar langweilig. Aber insgesamt hat es Spaß gemacht, die Platte nach anderthalb Jahren noch einmal zu hören und zu bewerten.