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Blink!: Die Macht des Moments
 
 
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Blink!: Die Macht des Moments [Gebundene Ausgabe]

Malcolm Gladwell , Jürgen Neubauer
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Blink! nennt Malcolm Gladwell die Intuition der ersten zwei Sekunden. Sie kann uns mehr über eine Sache verraten, als wir mit monatelangen Studien herausfinden können. Denn sie bietet Zugang zu dem Teil unseres Gehirns, der schnelle und einfache Schlüsse zieht. Dieses adaptive Unbewusste können wir uns "als eine Art Supercomputer vorstellen, der schnell und leise all die Unmengen von Daten verarbeitet, die auf uns einströmen und die wir zum Überleben benötigen". Er analysiert unendlich viel schneller unsere Umwelt, kombiniert Erfahrungen und Wahrnehmungen, als unser bewusstes Denken es je vermögen würde.

Das adaptive Unbewusste versteht es hervorragend, die Umwelt einzuschätzen, Menschen vor Gefahren zu warnen, Ziele zu setzen und Handlungen in intelligenter und effizienter Weise einzuleiten. Doch unsere Kultur hat uns die Überzeugung in die Köpfe gepresst, nur überlegte, bewusste Urteile, die auf möglichst vielen Informationen basieren, vertrauen zu dürfen: Erst denken, dann handeln. Eile mit Weile. Der Schein trügt. Falsch, sagt Malcolm Gladwell. Derlei Phrasen sind ebenso abgedroschen wie unzutreffend und irreführend. Wir müssen lernen, wieder unserem adaptivem Unbewussten zu vertrauen. Denn es führt uns weitaus zuverlässiger in die richtige Richtung als unser aufklärerisch durchdrungener Rationalismus.

Malcolm Gladwall seziert für uns die Funktionsmechanismen des adaptiven Unbewussten. Mit einer Fülle von Beispielen aus der Psychologie, mit Dutzenden Geschichten von Studien, die der Macht der Intuition auf die Spur kommen wollen, breitet der Redakteur des New Yorker für uns den Teppich aus, über den wir nur langsam schreiten müssen, um den Wert der Blink-Momente zu begreifen und wieder für unser Leben zu entdecken.

Ein Buch voller Aha-Effekte. Wer dieses Buch gelesen, nein genussvoll heruntergeschmökert hat, wird sehr viel bewusster durchs Leben gehen und aufmerksamer der Macht der Intuition und ihrer Fehltritte lauschen. Entgegen den Versprechungen des Verlagstextes jedoch liefert der Autor des Bestsellers The Tipping Point mit diesem zuweilen etwas redundanten Werk keinen Ratgeber. Das Handwerkszeug, um die Blinks im Alltag besser nutzen zu können, wird sich der Leser selbst erarbeiten müssen. Aber es ist Gladwells Verdienst, auf wunderbar unterhaltsame Weise den Blick geschärft zu haben. --Anja Dilk

Pressestimmen

14.04.2005 / Die Zeit: Augenblick "Blitzschnelle Entscheidungen, behauptet Gladwell in seinem neuen Buch, prägten unser gesamtes Weltbild, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht ... 'Blink' wurde sofort nach dem Erscheinen im Januar in den USA zum Bestseller und seither: zu einem Phänomen."

13.06.2005 / Focus: Die Macht der Intuition "In einem Wimpernschlag entfalten sich, so Gladwells Botschaft, schnelle, intuitive Entscheidungen - oft mit besserem Ergebnis als durch langes inneres Räsonieren."

16.06.2005 / Die Weltwoche: Unbewusst sein "'Blink' ist eine Fundgrube spannender und zum Teil wissenschaftlicher Kuriosa, die über die Ratio oder Nichtratio des Menschen mehr aussagen als die meisten theoretischen Elaborate."

22.06.2005 / Die Welt: Der Instinkt entscheidet "Gladwell ist weder Managementexperte noch Werbepapst, sondern eine Art Trüffelschwein für wissenschaftliche Studien und interessante Fragen."

01.07.2005 / Manager Magazin: Bauch statt Kopf "Erstaunliche Erkenntnisse über die Macht und den Wert intuitiver Entschlüsse."

10.07.2005 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Die Macht der Intuition "Gladwell hat wieder ein großartiges Werk vorgelegt."

11.07.2005 / Berliner Zeitung: Den Bauch trainieren "Psychologische Studien, garniert mit gut erzählten und lehrreichen Geschichten."

31.07.2005 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Erster Blick und siebter Sinn "Gladwells Buch legt man nicht mehr aus der Hand."

10.08.2005 / Tages-Anzeiger: Bauchentscheidungen "Im munteren Plauderton referiert Gladwell jede Menge spannender wissenschaftlicher Versuche und Anekdoten."

26.08.2005 / Handelsblatt: Blink "Gladwell hat ein populäres Thema aufgegriffen, ohne ins Banale abzugleiten. Wer sich stressfrei ein Bild von der menschlichen Entscheidungsfindung machen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen."

21.09.2005 / Bilanz: Blink "Malcolm Gladwell über Chancen und Risiken des blitzschnellen Denkens."

13.10.2005 / Capital: Blink "Ermutigung zum schnellen Handeln."

19.10.2005 / Hessischer Rundfunk: Blink "Verblüffend und sehr kurzweilig."

23.10.2005 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Experte für den siebten Sinn "Mit zwei Bestsellern hat sich Gladwell rasch einen Namen gemacht als ebenso originell argumentierender wie sorgfältig begründender Wissenschaftsautor."

01.11.2005 / Impulse: Für Sie gelesen "Mit 'Blink!' hat Gladwell seinen zweiten Bestseller veröffentlicht, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht."

01.11.2005 / Psychologie heute: Moment mal! "Das Buch gibt dem Einzelnen Instrumente an die Hand, etwas in der Welt zu verändern: Denn wer seine Wahrnehmung schult, so Gladwell, der wird auch gesellschaftlich umsichtiger agieren. Damit hat 'Blink!' eine innovative Wende genommen - und ist doch noch so etwas wie ein Ratgeber geworden.

01.12.2005 / Wirtschaftswoche: Erster Impuls "Ein launiges Buch, das zu Recht die Bestsellerlisten anführte."

Die Zeit, 14. April 2005

"Blitzschnelle Entscheidungen, behauptet Gladwell in seinem neuen Buch, prägten unser gesamtes Weltbild, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht ... 'Blink' wurde sofort nach dem Erscheinen im Januar in den USA zum Bestseller und seither: zu einem Phänomen."

Focus, 13. Juni 2005

"In einem Wimpernschlag entfalten sich, so Gladwells Botschaft, schnelle, intuitive Entscheidungen - oft mit besserem Ergebnis als durch langes inneres Räsonieren."

Manager Magazin, 01.07.2005

"Erstaunliche Erkenntnisse über die Macht und den Wert intuitiver Entschlüsse."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10.07.2005

"Gladwell hat wieder ein großartiges Werk vorgelegt."

Markt und Mittelstand, 01.08.2005

"Anschaulich und spannend wie ein Krimi."

Kurzbeschreibung

Blink!-Momente können jederzeit eintreten – wenn sich Menschen zum ersten Mal begegnen, wenn sie Entscheidungen unter Stress treffen, wenn ihnen plötzlich etwas sagt: »Hier stimmt doch was nicht!« Malcolm Gladwell erklärt diese Augenblicke der spontanen Entscheidungen und ersten Eindrücke gekonnt und leicht verständlich. Er zeigt, wie unser Gehirn in Blink!-Momenten abgespeicherte Erfahrungen aktiviert, wie wir diese Kunst erlernen und bewusster nutzen können: • In der Liebe • Im Job • Beim Einkaufen • Bei Entscheidungsprozessen aller Art Denn manchmal können zwei Sekunden ein ganzes Leben verändern … BLINK!

Klappentext

Don´t think ... BLINK!

Kennen Sie die kurzen Momente, in denen wir blitzartige Entscheidungen treffen - Momente, in denen wir denken, ohne zu denken?

Wir nennen sie Intuition oder schlicht Bauchgefühl. Sie sind aber viel mehr: Unser Gehirn arbeitet in diesen Augenblicken auf Hochtouren, um uns die bestmöglichen Entscheidungen zu liefern - ohne dass wir uns dafür anstrengen müssen.

Malcolm Gladwell erklärt uns die Macht dieser Blink-Momente. Er zeigt, was passiert, wenn wir in Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen treffen, aber auch, wie wir diese verborgene Intelligenz trainieren und bewusster nutzen können: in der Liebe, im Job, bei Entscheidungsprozessen aller Art. Denn oft verändern ein paar Sekunden ein ganzes Leben.

Über den Autor

Malcolm Gladwell, Jahrgang 1963, wurde in England geboren und wuchs in Kanada auf. Er war lange Zeit bei der Washington Post, zunächst als Redakteur für Wirtschaft,Wissenschaft und Medizin, später als Bürochef in New York. Seit 1996 arbeitet er für den New Yorker. Im Jahr 2000 erschien sein Bestseller Tipping Point, der großes Aufsehen erregte. Malcolm Gladwell lebt und arbeitet in New York.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung Eine rätselhafte Statue Im September des Jahres 1983 kam ein Kunsthändler namens -Gianfranco Becchina auf das J.-Paul-Getty-Museum in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien zu. In seinem Besitz befinde sich eine Marmorstatue aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert, die er dem Museum zum Kauf anbieten wolle. Genauer gesagt handele es sich um einen Kouros, die monumentale Statue eines nackten Jünglings, der das linke Bein leicht vorstreckt und dessen Arme gerade an der Seite des Körpers herunterhängen. Auf der ganzen Welt gibt es heute nur rund 200 dieser Kouroi, die meisten davon sind stark beschädigt, zum Teil wurden an den Ausgrabungsstätten und auf antiken Friedhöfen sogar nur Bruchstücke gefunden. Der Kouros, den Gianfranco Becchina dem Getty Museum anbot, war dagegen fast perfekt erhalten. Er war gut 2,10 Meter hoch und schimmerte in einem hellen Marmorton, durch den er sich von übrigen antiken Statuen abhob. Es war ein außerordentlicher Fund, für den Becchina rund 10 Millionen US-Dollar verlangte. Das Getty Museum überstürzte nichts. Wie in solchen Fällen üblich, nahm es das Kunstwerk zunächst als Leihgabe auf und ließ es gründlichst von Experten untersuchen. Die erste Frage war, ob diese Statue Ähnlichkeiten mit den anderen bekannten Kouroi aufwies. Die Antwort lautete ja: Es konnten gewisse stilistische Gemeinsamkeiten mit dem Kouros von Anavyssos festgestellt werden, der im Nationalen Archäologischen Museum in Athen ausgestellt ist. Alles schien darauf hinzuweisen, dass er aus etwa derselben Zeit und derselben Region stammte. Natürlich wollten die Experten von dem Kunsthändler wissen, wo und wann diese Statue ausgegraben worden war. Darauf konnte Becchina zwar keine Antwort geben, dafür legte er dem Museum einen Aktenordner mit Dokumenten vor, mit denen er eine lückenlose Reihe von Vorbesitzern aus jüngerer Zeit nachwies. Aus diesen Papieren ging hervor, dass sich der Kouros seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts im Privatbesitz eines Schweizer Arztes namens Lauffenberger befunden hatte, der ihn wiederum von einem bekannten griechischen Kunsthändler namens Roussos erworben hatte. Das Museum zog mit Stanley Margolis einen Geologen der Universität Kalifornien zurate. Dieser brachte zwei Tage damit zu, die Oberfläche der Statue mit einem hochauflösenden Stereomikroskop zu untersuchen. Außerdem entnahm er unterhalb des rechten Knies des Jünglings eine Gesteinsprobe von einem Zentimeter Durchmesser und zwei Zentimetern Länge und analysierte sie im Labor der Universität mittels Elektronenmikro-skop, Elektronenstrahl-Mikroprobe, Massenspektrografie, Rönt-gendiffraktions- und Röntgenfloureszenzsuntersuchungen. Margolis kam zu dem Schluss, dass es sich bei dem Material um Dolomit-Marmor aus dem antiken Bergwerk auf der Insel Thasos in der nördlichen Ägäis handelte. Die Oberfläche der Statue war mit einer feinen Kalzitschicht überzogen, was nach Auskunft von Margolis sehr bedeutsam sei für die Einschätzung des Alters, denn Marmor verwandele sich erst im Laufe von Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden in Kalzit. Das bedeutet, dass diese Statue einen langen Alterungsprozess durchgemacht haben musste, was wiederum hieß, dass es sich un-möglich um eine zeitgenössische Fälschung handeln konnte. Das J.-Paul-Getty-Museum vernahm diese Ergebnisse mit Genugtuung. Vierzehn Monate nachdem Gianfranco Becchina zum ersten Mal im Museum vorstellig geworden war, wurde man handelseinig. Im Herbst 1986 stellte das Museum die Statue erstmals aus, und die New York Times widmete dem Ereignis einen Artikel auf ihrer Titelseite. Einige Monate später veröffentlichte Marion True, die Kuratorin der Abteilung für Antike Kunst des Getty Museums, einen langen und begeisterten Artikel über die Neuanschaffung in der Kunstzeitschrift Burlington Magazine. "Aufrecht stehend und ohne äußere Stütze, die geschlossenen Hände fest an die Lenden gepresst, bringt der Kouros jene selbstsichere Vitalität zum Ausdruck, die auch den besten seiner Brüder zu eigen ist." Sie schloss triumphierend: "Ob Gott oder Mensch - in ihm verwirklicht sich die ganze strahlende Kraft der noch jugendlichen Kunst des Abendlandes." Leider hatte der Kouros des Getty Museums einen kleinen Schönheitsfehler: Mit seinem Aussehen stimmte etwas nicht. Der erste, der darauf hinwies, war ein italienischer Kunsthistoriker namens Federico Zeri, der damals im Beirat des Getty Museums saß. Als Zeri im Dezember 1983 in die Werkstatt des Museums geführt wurde, um den Kouros zu besichtigen, starrte er lange die Fingernägel der Statue an. Irgendetwas störte ihn, ohne dass er genau hätte sagen können, was. Evelyn Harrison, eine der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der griechischen Plastik, war die nächste, die Zweifel an der Echtheit der Statue vorbrachte. Sie stattete dem Getty Museum einen Besuch ab, kurz bevor der Handel mit Becchina abgeschlossen wurde. "Arthur Houghton, der damals Kurator des Museums war, führte uns in die Werkstatt", erin-nert sie sich. "Er zog das Tuch weg, mit dem die Statue verhüllt war, und sagte: ›Noch gehört er uns zwar nicht, aber in ein paar Wochen ist es endlich so weit.‹ Worauf ich erwiderte: ›Es tut mir Leid, das zu hören.‹" Was hatte Harrison gesehen? Sie konnte es nicht genau sagen. Aber in dem Moment, in dem Houghton die Statue enthüllte, hatte sie eine Ahnung, ein instinktives Gefühl, dass mit dem Jüngling irgendetwas nicht in Ordnung war. Ein paar Monate später führte Arthur Houghton den früheren Direktor des Metropolitan Museum of Art in New York, Thomas Hoving, in die Restaurationswerkstatt, um einen Blick auf die Statue zu werfen. Hoving hat die Angewohnheit, sich immer das erste Wort zu merken, das ihm durch den Kopf geht, wenn er etwas Neues sieht. Er werde nie vergessen, was er beim Anblick des Kouros gedacht habe, erzählte er. "Es war ›frisch‹ - ›frisch‹," erinnert er sich. Und ›frisch‹ ist normalerweise nicht gerade das erste Wort, das einem beim Anblick einer zweieinhalbtausend Jahre alten Statue einfallen sollte. Als er sich später an diesen Moment zurückerinnerte, wusste er plötzlich auch, warum er diesen Gedanken gehabt hatte: "Bei meinen Ausgrabungen in Sizilien haben wir einige Bruchstücke dieser Dinger gefunden. Die sehen einfach anders aus, wenn sie aus der Erde kommen. Der Getty-Kouros sah aus wie aus dem Ei gepellt." Nach einem kurzen Blick auf die Statue wandte Hoving sich um und fragte Houghton: "Habt Ihr den schon bezahlt?"
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