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Zu diesem Album findet man leichter Zugang, als zu den etwas schwierigeren aber dennoch sehr gutem Vorgänger "Down Here".
Auffallend ist, dass man die Harmonie, die Melodie nicht mehr so arg mit der Lupe suchen muss :-)
Eigentlich hat jeder Track seine eigene Schönheit, ohne dabei Simpel oder Flach zu sein.
Wiedermal hat sie es geschafft, eigenwillige Musik innovativ und einfallsreich zu zelebrieren.
Die Instrumentierung ist oft ausgefallen aber immer ausgezeichnet !
Die Musiker sprechen dabei für sich :
Am immer sehr im Vordergrund stehenden Bass hört man "Greg Collins" (Produzent), "Davey Faragher" (V. Shepard, Finn Brothers),
"Sebastian Steinberg" (Bic Runga, Jon Brion) und auch "Dan Rothchild" (S. Crow, M. Penn) - alle, bis auf "Greg Collins"
sind mir also schon bei so manch anderen Alben oder gar Konzerten sehr positiv aufgefallen !
Der Bass ist immer präsent, immer einfallsreich gespielt und trägt auch viel zu ihrem typischen Sound bei !
Auch der sehr charakteristische Gesang der "Tracy Bonham" ist hier oft nicht ganz so hart wie zuvor
und gleitet manchmal sogar in wunderbar sanfte Höhen ab.
Ja manchmal glaub ich sogar einen winzigen Hauch von Soul zu hören.
Die Stimmung der Tracks ist gut - der Opener "Something Beautiful" ist schon fast Hit-verdächtig, derzeit
ist das mein Favorit, weil er einfach solide, gut gesungen und bezeichnend für dieses Album ist.
Diese wunderbaren Violinen-Einlagen (alle gespielt von ihr) sind ein weiterer Bestandteil der ganz anderen
Instrumentierung, was einem als Hörer aber endlich mal überrascht, da es in dem Moment unerwartete Töne und Strukturen sind.
Es gibt hier aber sogar ganz 'normale' Rock-Songs (naja fast), die man auf vorigen Alben von ihr vergeblich suchte.
Zum Beispiel sind da "All Thumbs" und "Shine" zu nennen, die mir alle auf Anhieb sehr gut gefallen haben.
Schönes Piano, hingebungsvoller Gesang und ausgezeichneter Bass.
Das Schlagzeug spielen hier u.a. "Butch", den ich nur von dem Meisterwerk "Fiona Apple - When the pawn" kenne und
"Joey Waronker" (Bic Runga, L. M. Presley, A. Nalick etc.), der auch einige der Tracks produziert hat.
Auch der brillante "Michell Froom" ist am wiedermal mit von der Partie (Piano, Vibes).
Jegliche Gitarren sind auch sehr gut gespielt und neben dem Bass und dem Piano im Vordergrund.
Besonders Tracks wie "I was born without you" prägen diesen unverwechselbaren Bonham-Sound hier.
Die ganze Art der Musik ist etwas anders, als man (zumindest ich) es gewöhnt bin.
Es macht einfach Spaß das zu erforschen und man findet sehr schnell gefallen dran, weil es einfach gut ist !
Weitere Highlights sind "Dumbo Sun" mit einem Bar-Piano-Sound und guter Laune Musik.
Das sehr intime "Wilting Flower", was durch dieses sehr feinen, zarten Gesang und die von ihr gespielten Fender Rhodes bestimmt wird.
Ebenso "Whether you fail", wo sie auch wunderbar singt und auch ein gutes Piano spielt.
Überhaupt ist diese "Tracy Bonham" überaus talentiert und spielt etliche verschiedene Instrumente hier selber !
Wer eher rockiges will, dem wird "Eyes" eher zusagen - hier kommt eher der "Down Here"-Sound durch.
Ansonsten ist dieses Album etwas gesetzter, nicht ganz so kompliziert - eine gute musikalische Weiterentwicklung.
Ich hab hier nichts zum Kritisieren gefunden !
So soll Musik sein : immer überraschend, sich neu erfindend und vor allem gut gespielt.
Hier trifft alles vollends zu - volle Wertung.
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