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Blindflug [Taschenbuch]

Peter Watts , Franz Vohwinkel , Sara Riffel
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Heyne TB (2. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453523644
  • ISBN-13: 978-3453523647
  • Originaltitel: Blindsight
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 204.825 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Peter Watts
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Peter Watts: der neue Superstar der Science Fiction

Eines Tages werden rätselhafte Signale aus den Tiefen des Alls aufgefangen. Ein Erkundungsschiff wird losgeschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Man hofft auf eine friedliche Begegnung mit den Außerirdischen, ist aber auch für andere Eventualitäten gerüstet. Doch dann stehen die Astronauten plötzlich einem Wesen gegenüber, so fremdartig, dass es mit menschlichen Maßstäben nicht zu fassen ist ...

Mit Peter Watts betritt ein Talent die internationale Science-Fiction-Szene, wie es nur alle zehn Jahre einmal vorkommt – er nimmt den Leser mit zu Welten, die man sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen kann.

Über den Autor

Peter Watts hat lange Jahre als Unterwasser-Biologe gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinen Romanen "Blindflug" und "Abgrund" hat er Leser wie Kritik begeistert. Er lebt in Toronto.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein interessantes Buch ! Ein schwieriges Buch ! Ein gutes Buch ?

Es fällt mir schwer dieses Buch zu beurteilen. Es ist streckenweise langatmig und schwierig zu lesen, steckt aber voller origineller Ideen und wirkt lange nach. Ich tendiere deshalb nach einigem Zögern zu vier Sternen mit Tendenz zu drei.

Zum Inhalt:
Der Roman ist ein typischer Erstkontakt- und zugleich ein revolutionärer Vampirroman. Gegen Ende des 21. Jahrhunderts hat die Menschheit begonnen sich genetisch zu optimieren und durch fortschreitende Technik selber überflüssig zu machen. Sämtlicher Existenzsorgen durch Maschinen und künstliche Intelligenzen, die der Menschheit immer unverständlicher wurden, entledigt, flüchten sich viele Menschen in virtuelle Realitäten.

Zu diesem Zeitpunkt wird die Erde für jeden sichtbar durch so genannte ,,Irrlichter" von 65536 außerirdischen Sonden gleichsam abfotografiert. Ob als Auftakt zu einer feierlichen Begrüßung oder einer unmittelbar bevorstehenden Invasion, vermag niemand einzuschätzen.
Zwei Jahre später werden Signale entdeckt, die den noch immer rätselhaften Irrlichtern gleichen und einer Sphäre aus Himmelskörpern jenseits der Pluto-Bahn entstammen. Ein in der Nähe operierendes Raumschiff mit gerade einmal fünf Personen wird zur Erkundung und Kontaktaufnahme entsandt.

Protagonist des Romans ist ein ehemaliger Epileptiker, dem in seiner Kindheit die Hälfte seines Gehirns entfernt wurde. Er ist hierdurch nahezu gefühlsunfähig, besitzt aber zugleich die Eigenschaft wissenschaftliche Erkenntnisse zu erahnen. Als Synthesist arbeitet er als Bindeglied zwischen Wissenschaftlern, künstlichen Intelligenzen und ungelösten Rätseln.

Mit ihm - dem Synthesisten - sind weitere Spezialisten wie eine Linguistikerin, ein Biologe, eine Sicherheitsexpertin und als Kapitän ein Vampir (!) an Bord.
In diesem Roman sind Vampire ein aufgrund eines Gendefektes ausgestorbener Nebenzweig des normalen homo sapiens, der dank fortgeschrittener Gentechnik unter ständiger Kontrolle der normalen Menschen zum Leben wieder erweckt wurde.
Vampire waren einst aufgrund ihrer überlegenen Intelligenz und ihrer überlegenen körperlichen Fähigkeiten die dominante Spezies auf der Erde und Jäger, deren Opfer der nicht so leistungsfähige normale homo sapiens war. Dieses Jäger-Opfer-Verhalten der beiden verwandten und nunmehr friedlich zusammen lebenden Spezies ist fest im Gen-Pool verankert und macht einen Reiz des Lesens dieses Romans aus.

Diese fünf Menschen treten in Kontakt zu den Außerirdischen, versuchen sie zu verstehen und insbesondere zu ermitteln, ob friedliche oder gewalttätige Absichten vorliegen.

Der Autor Peter Watts ist Biologe, was zu ausführlichen, stellenweise langatmigen, aber auch äußerst fundierten Beschreibungen des außerirdischen Lebens führt. Die Ideen hinter dem Roman sind faszinierend und wissenschaftlich exakt. Der Autor selber hat einen 20-seitigen Anhang (!) zum Roman verfasst, in denen er diesen Ideen noch einmal ausführlich und mit diversen wissenschaftlichen Zitierungen nachgeht.

Gute Ideen ergeben aber nicht unbedingt einen guten Roman. Der Anfang des Romans, in denen der gefühlsamputierte Synthesist im Mittelpunkt steht, ist sehr interessant zu lesen. Die Mitte des Romans ist für meinen Geschmack wissenschaftlich überfrachtet, die Spannung leidet; das Buch hängt hier ganz eindeutig. Das Ende des Romans hingegen mit der Auflösung ist nach meinem Geschmack geradezu genial und spannungsgeladen.

Das Ende, das man natürlich auf keinen Fall verraten darf, wirkt lange nach. Deshalb: Vier Sterne mit Tendenz zu drei.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Häufig schon in Klappentexten gelesen: etwas nimmt mit uns Kontakt auf, etwas, was wir Menschen nicht begreifen können usw. usf. Was folgt ist meist ein Wesen oder eine Kultur, was/die entweder anatomisch den Arten der Erde ähnelt - oder, um den Lesern deren Handeln nachvollziehbar zu machen, Verhaltensmuster an den Tag legt, die man so oder so ähnlich irgendwo schon einmal gelesen oder gesehen hat - einem also bekannt und beschrieben vorkommen.

Doch wie kann man etwas beschreiben, was keinem bisher begegnet ist, also nie beschrieben wurde oder versucht wurde, zu erklären - selbst Autoren mit ihrer überbordenden Fantasie können nur auf eigenes erlebtes oder erfahrenes (sei es durch Lektüre oder anderes, bereits vorhandenes) zurückgreifen - etwas absolut neuartiges zu beschreiben kann somit nur auf den eigenen Erfahrungen oder den Werten und Erkenntnissen der eigenen Kultur zurückgreifen - was bei den meisten bisher erschienen Erstkonatktromanen darin endete, das diese neuen Kulturen uns seltsam vertraut vorkamen, weil sie Elemente unsere eigenen enthielt.

Doch Watts geht einen anderen Weg, unsere Werte und bisherigen Erfahrungen zu nutzen, um dieses Wesen zu beschreiben und das macht diesen Roman so außergewöhnlich - gespickt mit unzähligen philosophischen und psychologischen Erkenntnissen, die nicht immer leicht verdaulich sind, da sie unser anthropozentrisches Weltbild stark attakieren.

Er hält uns den Spiegel vor, was wir für Tatsachen halten, was intelligent zu sein hat und was nicht, das eine andere Kultur diese und diese Merkmale haben sollte/muß usw. usf. und überläßt es gleichzeitig dem Leser zu überlegen, wie es auch anders gehen könnte. Das Wesen selbst beschreibt er nur minimalistisch und nutzt diese wenigen Handlungen, um daran seine Thesen aufzubauen und die Möglichkeiten zu offerieren. Die Tatsache, das er das Wesen nie vollständig beschreibt und uns mit den weiterführenden Gedanken alleine läßt, verstärkt das Gefühl, etwas völlig neuartiges und unbeschreibliches vor sich zu haben, das immer noch Unbekanntes und Unerklärliches beinhaltet. Die Protagonisten sind nur soweit verändert worden (psychisch/physisch), das sie für uns noch halbwegs nachvollziehbare Elemente darstellen und als Bindeglied zu Rorschach dienen - nicht umsonst wurde es Rorschach genannt: ein psychologischer Test, der darauf abzielt, Assoziationen zu etwas nicht eindeutigem herzustellen - in unserem Fall, was projizieren wir auf das Wesen (Kultur, Erfahrungen und Werte) und was kommt dabei raus.
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mit diesem Roman tritt Peter Watts den Beweis an, dass es sich bei Science Fiction keineswegs um Trivialliteratur handeln muss. Er bestätigt vielmehr, dass sie eine einzigartige Bühne für das darstellen komplexer Gedankenspiele bietet, und das auf eine mehr als eindrucksvolle Weise.

Vor dem Hintergrund einer scheinbar banalen Erstkontakt-Geschichte entwickelt Watts seine haarsträubenden und sehr gut durchdachten Thesen zur Conditio Humana, zu Intelligenz und Bewusstsein, zur Evolution und zu unserem Platz in ihren gnadenlosen Schlachten. Dabei schafft er es mit kalter Logik dem Leser am Ende zu fundamentalen Sinnzweifeln anzuregen, und zwar auf einer wahrhaft kosmischen Skala - nichts für labile Charaktere.

Die wahre Kunst zeigt sich jedoch in der literarischen Qualität des Romans. Denn Watts kommuniziert seine Thesen nie aufdringlich, sondern in genialer Subtilität durch das Handeln seiner Charaktere. Der unsichere Ich-Erzähler, ein empathiefreier Soziopath, ist dem Leser in dieser kalten Zukunft noch am nächsten.
Die Crew der Theseus operiert nicht einfach im erzählerischen Rahmen. Ihre jeweiligen Eigenheiten spiegeln Aspekte von Watts Theoriegebäude. Im Selektionsdruck wird der Mensch zwischen KIs und Vampiren selbst zum Alien, dessen Handlungen der Erzähler nur interpretierend darstellen kann.

Eines muss klar sein: dieser Roman wendet sich nicht an die Freunde mit dem breiten Pinsel gezeichneter Weltraumschlachten. Er ist ein anspruchsvolles Werk diamantharter Science Fiction. Wer beim Lesen neben der Unterhaltung auch die geistige Herausforderung sucht, dem kann ich die Lektüre nur wärmstens empfehlen.
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weit weg
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Er schafft Universen die so fremd, nur noch dem Namen nach mit dem Menschsein verbandelt. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von dietah veröffentlicht
Diskutabel?!?
Nun - über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten.
Das was Watts da schreibt, ist schlicht und ergreifend schlecht. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von joachimdörr veröffentlicht
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Veröffentlicht am 25. März 2010 von F. Eichhorn
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