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Blinde Flecken: Schwarz ermittelt Kriminalroman [Taschenbuch]

Peter Probst
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Februar 2010

Tim Burger sitzt wegen einer Amokfahrt mit tödlichen Folgen im Gefängnis. Jetzt verdichten sich die Hinweise darauf, dass seine Entlassung kurz bevorsteht – und dass er ein Attentat plant. Rechtsanwalt Loewi wendet sich an den Privatermittler Anton Schwarz, weil er glaubt, dass Burger Werkzeug eines rechtsradikalen Netzwerks ist und die Amokfahrt einen antisemitischen Hintergrund hatte. Höchste Eile ist geboten, denn in den Jahren der Haft hat Burger sich in eine tickende Zeitbombe verwandelt.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423211954
  • ISBN-13: 978-3423211956
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 108.427 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Probst zeichnet ein gruselig präzises, nicht sehr unwahrscheinliches Szenario vom (vorläufig aufhaltbaren) Aufstieg der modernisierten Rechten. […] Eine großartige Basis ist gelegt für eine Serie, die doch sehr gefehlt hat auf der Krimilandkarte.«
Max Hermann, Die Welt 27.02.2010

»Peter Probst ist mithin nicht nur ein komplexer, bisweilen anrührender Krimi gelungen; er macht auch ›blinde Flecken‹ in den Köpfen seiner Leser wieder sichtbar.«
Cathrin Kahlweit, Süddeutsche Zeitung 08.02.2010

»U-Bahn-Schläger, Amokläufer, Nazis in Nadelstreifen, Missbrauch und sexuelle Gewalt gegen Jugendliche - für Peter Probst gilt: ›Wir schauen nicht genau genug hin.‹ Er tut es mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen: Recherchier-Leidenschaft und leichter Feder.«
Ellen Presser, Jüdisches Leben in Bayern Dezember 2012

»Die Redaktion empfiehlt, den Autor Peter Probst nicht aus den Augen zu verlieren, denn wir erwarten weiterhin exzellente Kriminalromane, die aus den ewigen blutigen Handlungen deutlich hervorstechen.«
Stephan Schwammel, eschborner-zeitung.de 12.08.2012

Über den Autor

Peter Probst, 1957 in München geboren, studierte Germanistik, Italienische Literatur und Katholische Theologie in seiner Heimatstadt und in Rom. Er war Regieassistent, Regisseur und Dozent an Filmakademien und schrieb seit 1982 etwa neunzig Drehbücher, vor allem für Fernsehspiele und Krimis wie den ‚Tatort'. Mit seiner Frau Amelie Fried hat er die Kinderkrimireihe ‚Taco und Kaninchen' verfasst und an ihrem Bestseller ‚Schuhhaus Pallas - Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte' mitgearbeitet. Seit der Gründung des Vereins „Lichterkette“ engagiert er sich gegen Ausländerfeindlichkeit und für Integration. Peter Probst lebt mit seiner Familie im Süden von München.


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4.0 von 5 Sternen Engagierte Krimi aus München 22. Januar 2010
Von Silke Schröder, hallo-buch.de TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Vernetzung rechtsradikaler Gruppen, der schwierige Ausstieg aus der Szene, die Rekrutierung neuer Anhänger durch Nachhilfeangebote, fremdenfeindliche Anschläge und die oft diffuse Rolle des Verfassungsschutzes mit seinen V-Leuten - das sind die hochaktuellen Themen, mit denen sich Peter Probst in "Blinde Flecken" auseinandersetzt. Gerade in einer Zeit, in der rechtes Gedankengut immer öfter auf fruchtbaren Boden fällt, in der "No Go-Areas" für Ausländer zur Normalität geworden sind und nationalistische Parteien in immer mehr Parlamente einziehen, sind Krimis zu diesen Themen wichtig.

"Blinde Flecken" ist ein handwerklich solide gearbeiteter Krimi, der sich sehr engagiert mit dem schmutzigen rechten Rand unserer Gesellschaft auseinandersetzt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augen auf nach rechtes! 5. April 2010
Format:Taschenbuch
Peter Probst hat schon einiges an handwerklich hervorragender Krimikost, vor allem für Fernsehproduktionen, abgeliefert. Einige "Tatort" und "Polizeiruf 110" Folgen stehen auf seiner Werkliste von ca. 90 Drehbüchern. Nun wendet sich Probst mit seinen hervorragenden stilistischen Mitteln der rechten Szene mittels einer neuen Ermittler-Figur zu. Dort, wo manipulierte und fehlgeleitete Handlanger immer wieder in die erste Reihe von denen geschickt werden, die sich öffentlich weit von aller Gewalt distanzieren, um ihre politisch rechte Gesinnung hoffähig zu machen.
Die Geschichte:
Eine Amokfahrt im ersten Kapitel, der eine Gruppe junger Juden zum Opfer fällt, bildet den Auftakt zum ersten Fall des privaten Ermittlers Anton Schwarz.
Als ehemaliger Kriminalpolizist mit noch guten Verbindungen zu seinen alten Kollegen, seit drei Jahren getrennt von seiner Frau, versehen mit einer 21jährigen Tochter und sich über Wasser haltend mit einer Stellung als Wachmann für eine unbedeutende, karibische Botschaft, wird er von einem Rechtsanwalt, dem Onkel eines der Opfer, beauftragt, Licht in die Hintergründe des Amokfahrers zu bringen, die dieser im rechtsradikalen Bereich vermutet.
Licht in die "blinden Flecken" soll Schwarz bringen. Welche blinden Flecken gemeint sind, bleibt der Anwalt nicht schuldig: "Ich bin seit mehr als dreißig Jahren Anwalt und immer wieder darauf gestoßen. Polizisten, Richter, Zeugen, alle leiden an diesem Phänomen.., entweder wird die jüdische Identität der Opfer ausgeblendet oder der rechtsextremistische Hintergrund der Täter. "meistens aber geschieht es unbewusst." (S. 15)
Anton Schwarz, bis dahin eher unbedarft von Auswüchsen der rechten Gewalt und mit wenig Wissen über das moderne Judentum in Deutschland und seine Gefährdungen ausgestattet, nimmt die Ermittlungen auf. Zunächst bei seiner Frau, einer Schulrektorin, auf deren Schule Tim Burger Schüler war. Sein weiterer Weg führt von Beteiligten an der Amokfahrt über den Todesfahrer Tim Burger selber mitten hinein in den Strudel der rechten Prominenz. Mit dem Brand im Haus einer türkischen Familie, deren Sohn als Zeuge der Amokfahrt fungierte, beginnen die Ereignisse zu eskalieren. Selbst einige seiner alten Kollegen scheinen dabei auf dem rechten Auge blinde Flecken zu haben. Nicht nur er selber gerät damit mehr und mehr in das Fadenkreuz einer rechten Gruppierung, die gerade zu einer Parteigründung ansetzt. Auch seine Frau (die Trennung ist für Anton Schwarz auch nach drei Jahren nichts anderes als eine kurzzeitige Verwirrung der Liebe) und seine Tochter geraten genauso unter Beobachtung und in Gefahr, wie einige seiner Helfer. Anton Schwarz selbst entdeckt zudem im Verlauf seiner Ermittlungen durch einen Brief seiner Mutter, wie sehr er selbst familiengeschichtlich Teil der antisemitischen und fremdenfeindlichen Tradition rechter Gesinnung ist. Mehr und mehr werden die Ermittlungen damit zu seiner persönlichen Sache bis zum spannenden Ende hin.
Das Buch
Auf 250 Seiten gelingen Peter Probst zwei für mich eindrucksvolle Momente: Zum einen führt er eine neue Figur in die Heerschar kriminalistischer Ermittler ein, die deutlich nach einer Fortsetzung rufen. Anton Schwarz ist 49 Jahre alt und kein typisierter Held, dafür aber ein sehr sympathischer Mensch, der zu kämpfen hat mit den Alterungserscheinungen, mit der (unfreiwilligen)Trennung von seiner Frau, die er auf gar keinen Fall vollziehen will. Mit warmen Humor und Verständnis können wir als Leser Anton Schwarz bei den Begegnungen mit seinem Nachfolger, dem neuen Lebensgefährten seiner Frau, begleiten und uns mit Anton solidarisch fühlen. Zum zweiten klingt das gesamte Buch nie so, als würde Peter Probst vor sich hin Fantasieren. "Genauso könnte es sein", das ist, was bei mir als Eindruck entsteht. In kurzen, knappen Sätzen erzählt er seine Geschichte. Mit ebenso kurzen, aber eindrücklichen Adjektiven skizziert er seine Figuren, die trotz des Fehlens umfassender Beschreibungen sofort lebensnah und echt erscheinen. Wir geraten mit hinein in die Lebenswelt dieser Figuren (schon das erste Kapitel lässt den Leser in kurzen und knappen Sätzen Platz nehmen im Denken eines wütenden und hasserfüllten Menschen) und mit ihnen entdecken wir die Gefahr, die von den geschickt manipulierenden Methoden der Führung der neonationalen Bewegung eingesetzt werden.
Stilistisch merkt man dem Buch die Schreibroutine des Autors durchaus an, dies wirkt allerdings an keiner Stelle langweilig oder dahin geschrieben, sondern erhöht im Gegenteil den Reiz des Lesens, da keine stilistischen Ungereimtheiten das Lesevergnügen stören und die Art des Schreibens die Geschwindigkeit hochhält ohne gehetzt zu wirken.
Fazit:
Spannend, realitätsnah, versehen mit einer überzeugenden Geschichte ohne logische Brüche und getragen von einer sympathischen und vielschichtigen Hauptperson, die die Probleme des (Beziehungs-) Lebens in der modernen Welt nahe bringt. Unbedingt lesenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der erste Fall für Anton Schwarz... 1. Februar 2010
Von S. Forster TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Diesem Krimi merkt man an, dass sein Autor Übung darin hat, einen soliden Kriminalfall mit einem aktuellen Thema (hier: Rechtsextremismus) zu verweben und gleichzeitig genug Spannung zu erzeugen, um seine Leser bestens zu unterhalten. Kein Wunder, schrieb Peter Probst doch schon etliche Tatort-Drehbücher für die erfolgreiche Krimireihe.
Sein Ermittler Anton Schwarz sorgt mit seiner teils gemütlichen, teils sturen Art dafür, dass auch das Menschliche nicht auf der Strecke bleibt. Der ehemalige Polizist lebt in München und ist im Moment zwangsweise wieder Junggeselle, doch er kann und will die Trennung von seiner Frau Monika nicht akzeptieren. Trotz ihres neuen Lebensgefährten glaubt er fest daran, dass sie schon bald wieder zur Vernunft kommt. Da Monika das ganz anders sieht, kann hier der Humor des Autors ganz wunderbar für diverse Lacher sorgen.
Einige unerwartete Wendungen und die direkte Art des Autors, die Gedanken und Taten der rechtsradikalen Protagonisten zu beschreiben, sorgen immer wieder für kleine Schockmomente, sodass eine gute Mischung aus Spannung, Gemütlichkeit und Brisanz entsteht.

Ein unterhaltsamer und teils schockierender Krimi, der ein wichtiges Thema aufgreift, sich aber nicht darin verliert.
Ich bin gespannt auf Antons zweiten Fall!
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5.0 von 5 Sternen Gut recherchierter Rechtsradikalismus
Blinde Flecken
Schwarz ermittelt wieder und ich war wieder einmal fasziniert um die ganze Geschichte, die wieder einmal perfekt recherchiert wurde. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von Baumann, Antje veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Aktuell auch in 2012
"Blinde Flecken" ist ein Roman der die gesamte Thematik über rechtradikale Umtriebe in Deutschland sehr gut erfasst und dessen fiktive Handlung der Realität sehr nahe... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Ralf KvF veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Wird das rechte Auge öfter mal zugedrückt?
Anton Schwarz ist ehemaliger Polizist und arbeitet heute als Privatdetektiv in München. Seine Frau hat sich von ihm getrennt, diesen Zustand hält er allerdings für... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Daniela U. veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Peter Probst - Blinde Flecken (Schwarz ermittelt)
Hallo.

Das Thema des Buchs ist aktuell, der Ermittler erfrischend normal und der Umfang mit circa 250 Seiten genau richtig. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Thomas Wilhelmsburg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Blinde Flecken
Der erste Kriminalroman für Erwachsene von Peter Probst kann sich sehen lassen. Der Autor zeichnet ein realistisches Bild der deutschen Gesellschaft und schildert uns auf... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von MinnieMay veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach fesselnd
Ich habe auf Lovelybooks die Livestreamlesung gesehen, sonst wäre ich wohl kaum auf dieses Buch aufmerksam geworden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. April 2011 von pudelmuetze
4.0 von 5 Sternen guter Einstieg in eine neue Ermittlerreihe
"Blinde Flecken" ist der erste Roman einer neuen Reihe um den Ex-Polizisten Anton Schwarz.
Der Autor Peter Probst führt den Leser in Schwarz' erstem Fall sogleich in die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juli 2010 von J. Seibold
5.0 von 5 Sternen Ein sehr guter Kriminalroman
Dieser Kriminalroman wurde verdient als "Krimi des Monats" bezeichnet. Antisemitismus ist hier das Hauptthema. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juli 2010 von Michaela G. (Elas Büchertruhe)
5.0 von 5 Sternen Spannend und nachvollziehbar
Peter Probst ist nicht nur ein erfahrener Tatort-Autor, sondern auch ein hervorragender Krimiautor. Seine Figur des Ex-Polizisten Schwarz ist vielschichtig und interessant und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Februar 2010 von S. Fox
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