"Blind Man's Zoo" von 1989 ist das dritte Album der 10.000 Maniacs für ein großes Label. Schon beim ersten Hinhören merkt man, dass die Band nunmehr eng zusammengewachsen ist und wie aus einem Guss spielt. Ohne jeden Zweifel eine starke Platte und musikalisch eingängiger mit perfekterem Sound als die Vorgänger. Das Um und Auf ist jedoch Sängerin Natalie Merchant. Sie dominiert mit ihrer Stimme jeden Song und schrieb sie alle auch noch selbst, entweder alleine oder mit Hilfe verschiedener Bandmitglieder. Ihre Texte haben es in sich. Sie greift aktuelle Themen auf und bleibt dabei stets politisch korrekt. So etwa in "Jubilee" religiösen Fanatismus, in "Poison in the Well" Umweltverschmutzung oder in "Please Forgive Us" das amerikanische Ersuchen um militärischen Beistand.
Was "Blind Man's Zoo" daran hindert ein wirklich großes Album zu sein ist, dass es hin und wieder in Langatmigkeit verfällt und dadurch ein wenig monoton und ermüdend wirkt. Positiv herauszustreichen ist, dass das Booklet nicht nur die Texte enthält, sondern darüber hinaus noch die Übersetzung derselben in Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch anbietet.