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Produktinformation
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Bei Schmidts Buch handelt es sich um einen dramaturgisch gegliederten und ergänzten Neuaufguss der besten gleichnamigen Kolumnen, mit der er als ehemaliger Redakteur von Deutschlands führendem Satiremagazin Titanic das Blatt sozusagen in seiner neuen Eigenschaft als Auslandskorrespondent in Peking beliefert hat, nachdem er seiner chinesischen Frau zurück in ihr Heimatland gefolgt war, wo er nun schon seit einigen Jahren – inzwischen offenbar auch einigermaßen glücklich und zufrieden – lebt. Wie schon in seinem viel beachteten Reisetagebuch Allein unter 1,3 Milliarden, in dem er die Eindrücke einer Expedition niedergeschrieben hat, die er auf sich allein gestellt bald nach seiner Ankunft in einer Art Selbstversuch quer durch die „Hölle“ des Reiches der Mitte unternommen hatte, verarbeitet Schmidt einmal mehr mit der spitzen Feder des Satirikers den Kulturschock, den wohl jeder erleben würde, wenn er ähnlich blauäugig, bar jeglichen Vorwissens und ohne eines Worts der Landessprache mächtig zu sein quasi über Nacht – in Wirklichkeit nach einer längeren Zwischenstation in Singapur – in das quirlige Millionenmoloch geworfen würde, als das sich die Hauptstadt Chinas dem Mitteleuropäer auf den ersten Blick präsentiert.
Ein besonderer Reiz dieses Versuchs, sich auf unterhaltsame Art China anzunähern, liegt darin, dass es sich hier um die Reflexionen eines ehemaligen Maoisten und glühenden Verfechters der Kulturrevolution handelt, der seine politische Sozialisation wesentlich als Mitarbeiter von Postillen wie der ultralinken konkret oder der Nachfolgerin des Anarchosatireblattes Pardon genossen hat. Umso mehr als der bekennende Altlinke heute obendrein mit einer Frau verheiratet ist, die drauf und dran ist, im nach wie vor als maoistisch verblümten Staatskapitalismus Chinas Karriere als Investmentbankerin zu machen. Schmidt: „Natürlich wusste ich damals noch nichts von den Prügelexzessen und Morden. Und wahrscheinlich hätte ich davon auch nichts wissen wollen." – Franz Klotz
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großartig!,
Rezension bezieht sich auf: Bliefe von dlüben: Der China-Crashkurs (Gebundene Ausgabe)
Christian Y. Schmidts literarisch- journalistische Bücher über China zu lesen ist ein echtes Vergnügen. Schon bei "Allein unter 1,3 Milliarden" fiel mir Schmidts leichter, für Reiseliteratur ungewohnt frischer Ton auf.Sich mit dem Autor auf Reisen durch China zu begeben oder gar den "China-Crashkurs" zu belegen, ist ebenso vergnüglich wie erkenntnisreich. Hintergründig, herrlich komisch, niemals langweilig sind die Lektionen des Handbuchs für künftige Chinaversteher. Schmidts ungezwungen-witzige Diktion, kombiniert mit originellen, oftmals überaschenden Refexionen chinesischer Alltagssituationen fasziniert und macht den Drive des Buches aus. Bei allem (wohlwollenden) Spott bleibt Christian Y. Schmidt dennoch ein klarsichtiger Beobachter, der seine unangepaßten Positionen jenseits gängiger und schematischer China-Bilder locker behauptet. Daß er mit seinen teils sehr lustigen, teils durchaus bösen Lästerattacken polarisiert, nimmt dabei nicht wunder. Ich habe mich sehr über diese witzigen, lebendigen Schilderungen sehr amüsiert und bin persönlich dankbar für diesen unabhängigen, klugen Blick nach "dlüben" und ein großes Lesevergnügen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolles Buch, - absolut empfehlenswert auch für Nicht-China- Reisende,
Rezension bezieht sich auf: Bliefe von dlüben: Der China-Crashkurs (Gebundene Ausgabe)
Der Titel und das Bild auf der Buchvorderseite: witzig und genial. Und genauso ist das ganze Buch. Absolut kurzweilig, gepaart mit einer Menge zynischem Humor wird der Leser mit den kulturellen, kulinarischen und sozialen Besonderheiten dieses fernen Landes konfrontiert. Als Zugabe gibt es noch eine Menge Insidertips, die tatsächlich sehr nützlich sind. Das absolute Highlight ist am Ende das "Praktische Chinesisch-die wichtigsten Sätze".Dieses Buch, war das erste, das ich zur Vorbereitung auf meine angehende China-Rundreise (inkl. Tibet) gelesen habe. Ich habe selten so gelacht und mir sämtliche Details so gut eingeprägt. Jedoch muss ich im Nachhinein sagen, dass tatsächlich einige Dinge inzwischen etwas anders sind. Dies will ich aber nicht als Übertreibung von Christian Schmist deuten, sondern eher als Resultat dieser imens schnellen Veränderung des Landes. So habe ich das "Spucken" oder das im "Schlafanzug herumlaufen" überhaupt nicht mehr so schlimm empfunden. Aber in all den anderen Dingen gebe ich dem Autor Recht. Es ist wirklich ein besonderes, aber für mich sehr liebenswertes Land. Ich werde sicher nochmal nach China reisen. Insbesondere mit dem Essen und dem "Chinglish" (wirklich witzig!), stimme ich absolut mit dem Autor überein. Was mir ein wenig fehlt, ist diese unglaubliche Hingabe der Chinesesen zum Buddhismus. Aber vielleicht fällt das Touristen, die ca. 50 Tempel besichtigen, stärker auf. Für mich war jedenfalls jedes nachfolgende Buch über China furchtbar langweilig. Christian Schmidt versteht es, Informationen und Erfahrungen auf dem Weg des Humors zum Leser zu transportierten. Einen schöneren und empfehlenswerteren Weg gibt es meiner Meinung nach nicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rasant, lustig und aufklärend!,
Von Elicsan (Nong Bua Lamphu / Thailand) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Bliefe von dlüben: Der China-Crashkurs (Kindle Edition)
Dieser Einführungskurs in das "China von heute" lebt von der Rasanz des Erzählers. Es ist teilweise lustig geschrieben und entlockt dem Leser immer wieder einen "Lacher". Dennoch wird es nie albern oder zwanghaft comedymässig - sondern findet immer wieder den "roten Faden" und bringt dem Leser ein fremdes Land, eine fremde Kultur erklärend näher.
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