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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mustergültige Mustersammlung,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Blicktricks (Gebundene Ausgabe)
Findet ein fast 70 Euro teures Sachbuch auch vier Jahre nach seinem Erscheinen noch seine Käufer, ist es für mich ein Bestseller. Und geht ein solches Werk aus einer Diplomarbeit hervor, dann ist der Erfolg doppelt überraschend. Unverdient ist er auf jeden Fall nicht. Denn Uwe Stoklassa gehörte ganz offensichtlich zu den Studenten, die ihre Diplomarbeit für den Abschluss als Kommunikations-Designer nicht als Pflichtübung auffassten, sondern sich begeistert in ihr Thema stürzten. "Ich sehe nichts, was du nicht siehst" nannte er seine Arbeit und kam damit bei seinem Professor so gut an, dass dieser einen Verlag suchte, der daraus ein allgemein zugängliches Werk macht. Dass er dabei an den Hermann Schmidt Verlag in Mainz dachte, ist selbstverständlich, kommen doch aus diesem Hause immer wieder außergewöhnliche Bücher.
Gehandelt wird die ehemalige und inzwischen professionell aufgepeppte Diplomarbeit als Lehrbuch für visuelle Kommunikation. Doch so sehr ich ihm diesen Titel gönnen mag, trifft er für mich nur für den Bildteil zu. Der gut fünfzig Seiten umfassende Theorieteil ist zwar nicht schlecht, aber erinnert mich trotz seiner beispielhaften Gestaltung noch allzu sehr an eine brave Abschlussarbeit. Doch beginnen wir mit dem klaren Highlight, der Bildersammlung. Klar, es gibt das unübertroffene und fast unendlich große Archiv vom Obersammler Lürzer. Aber gerade weil dies ausuferte und nicht so schön kategorisiert ist, füllt Uwe Stoklassa eine Lücke. Vor allem dass sich Stoklassa konsequent an einem Raster orientiert, macht seine Sammlung so wertvoll. Und um potenziellen Käufern gleich aufzuzeigen, welches Ordnungssystem ihn erwartet, zähle ich es hier auf: Figur und Grund - Zwei- und Dreidimensional - Vordergrund und Hintergrund - Klein und Groß - Formationen - Inszenierungen - Kontextbezogenes Sehen - Konturen - Schrift und Bild - An Ort und Stelle - Aus den Augen In den Sinn. An diesem Raster haben praktizierende Werber sicher mehr Freude als Wahrnehmungspsychologen, Neurowissenschaftler oder Kommunikationsexperten. Denn die gewählten Begriffe stehen Metaphern des gesunden Menschenverstands näher als wissenschaftlicher Terminologien. Und auch die kurzen einleitenden Texte sind eher alltagssprachliche Betrachtungen als fachliche Essays. Warum es sich lohnt, für dieses Buch etwas tiefer als gewohnt in die Tasche zu greifen, ist die Einmaligkeit der fast 200 Seiten umfassende Beispielsammlung. Mein Fazit: Fünf Sterne erhält der Autor, weil er ein gutes Gespür für das Beispielhafte hat und seine Auswahl an Mustervorlagen für visuelle Kommunikation nachvollziehbar kategorisiert. Und wer nicht darauf angewiesen ist, dass er in Sachen Wahrnehmungspsychologie auf dem allerneusten Stand ist, wird auch am Theorieteil Freude haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht nur für Grafik-Designer,
Rezension bezieht sich auf: Blicktricks (Gebundene Ausgabe)
Dass es sie gibt, die GUTE Werbung, das wussten wir bereits. Ich meine diejenige die uns Konsumenten und Endverbrauchern Spaß macht und nicht nur zuzudröhnen versucht. Alle paar Monate kommt es vor dass man beeindruckt vor einem Plakat stehenbleibt und sich tatsächlich darüber freut, es zu sehen. Alle paar Monate.Dank Uwe Stoklossa weiß ich jetzt, wie sie funktioniert, die GUTE Werbung. Er hat quasi ein Best-Of der letzten Jahrzehnte zusammengetragen - was allein als "Bilderbuch" schon ausgesprochen unterhaltsam ist und den Kauf lohnt. Er hat sie untersucht und anschließend systematisch herausgearbeitet, was diese Werbung ausmacht und wie (wieso) sie funktioniert. Schon beim ersten Durchblättern vergeht keine Seite, bei der man nicht beeindruckt in sich hineinlächelt. Und oft ertappt man sich dabei, wie man versucht einem Freund von seinen Entdeckungen zu erzählen, weil man davon nicht mehr losgelassen wird. Ich kann nur hoffen, dass dieses Buch zu einem Standardwerk in der Werbebranche wird und die Macher zu weiteren Höhenflügen der Kreativität anspornt, dann wäre auch mir als Konsument und Mietglied diverser Zielgruppen gedient, ich könnte mich öfter an GUTER Werbung erfreuen als alle paar Monate. Aber auch allen anderen Menschen, die wie ich nichts mit Werbung und Grafikdesign zu tun haben, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Viele Stunden des Entdeckens und Erfreuens stehen Ihnen bevor. Und beste Unterhaltung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Diese Bilder sagen mehr als tausend Worte,
Von Hausmann Roger "schreibwerkstatt.ch" (Winterthur, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Blicktricks (Gebundene Ausgabe)
Bilder müssen, wenn sie auffallen wollen, mit unseren Sinnen spielen, uns mit optischen Tricks und Täuschungen irritieren, uns dazu verleiten, zu assoziieren. Wie das geht, zeigt und erklärt Uwe Stoklossa.
Aufmerksamkeit ist unser knappstes Gut geworden. Jeden Tag buhlen Tausende von Werbebotschaften um das kleine Bisschen Aufmerksamkeit, das uns noch geblieben ist. Wer wahrgenommen werden will, muss mit unserer Wahrnehmung spielen. Unser wichtigster Sinn in diesem Spiel ist das Sehen, denn: Das Auge sitzt vor dem Verstand, wie Herausgeber Thomas Rempen im Vorwort von "Blicktricks" zu Recht festhält. Von der Diplomarbeit zum Buch Thomas Rempen ist nicht irgendwer. Er ist ein erfahrener Werber. Und Professor an der Universität Essen. Dort unterrichtet er Kommunikationsdesign. Natürlich muss er auch Diplomarbeiten prüfen. Etwa "Ich sehe nichts, was du nicht siehst" von einem gewissen Uwe Stoklossa. Dieser Stoklossa wollte am Beispiel Werbung den Phänomenen der Wahrnehmung auf den Grund gehen. Er sammelte, analysierte, sezierte, sortierte und ordnete Abertausende erfolgreicher Anzeigen, um ihr Erfolgsgeheimnis zu lüften. Die Diplomarbeit hatte das Zeug zu mehr, meine Professor Rempen, weil sie übersichtlich, lesbar, interessant und, vor allem, lehrreich war. Darum legte er sie einem Verlag vor, der sich auf Typografie und Grafik spezialisiert hat. Dieser, bekannt für besonders aufwändige Bücher, sagte zum Glück "ja" - und aus der Diplomarbeit wurde ein Buch. Mehr noch: Ein Kompendium für alle, die wissen wollen, wie erfolgreiche visuelle Kommunikation verführt; ein Lehrbuch für alle, die lernen wollen, was wir sehen und wie wir sehen. Die Prinzipien des Sehens lernen Wahrnehmungspsychologen, Mediziner, Biologen, Physiker und Künstler beschäftigen sich schon lange damit, wie wir Bilder wahrnehmen. Im Kommunikationsdesign galt bisher als talentiert, wer gut, anregend und letztlich erfolgreich warb. Uwe Stoklossa sieht das nicht ganz so, denn für ihn sind die Prinzipien des Sehens lernbar, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Er beweist das in zehn Kapiteln, von "Figur und Grund" bis "an Ort und Stelle" mit rund 500 Beispielen, die ihr Geheimnis oft erst auf den zweiten Blick preisgeben. Während diese zehn Kapitel zeigen, wie wir verführt werden, erklärt das abschliessende Kapitel "aus den Augen - in den Sinn", wie diese Blicktricks funktionieren. Die 60 Seiten sind fachlich fundiert und dennoch leicht und spannend zu lesen; auch der Laie versteht, wie optische Tricks und Täuschungen mit unserem Sehsinn spielen. Dieses Wissen reicht allemal, um sich für die Macht des zweiten Blickes zu sensibilisieren und damit die Umworbenen zu verführen, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Zumindest für einige wenige Sekunden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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