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Das rauschende Debüt von Kitty Hoff und ihrer Band Forêt-Noire im vergangenen Jahr war ohne Zweifel ein Grund zum Feiern. Per Postpaket erreichten uns kleine Hunde, schöne Matrosen und eigensinnige Weisheiten, die sich allesamt in einem musikalischen Taumel zwischen Chanson, Jazz und Pop auf dem Plattenteller drehten. Und wir drehten uns mit.
Doch der schönste Schwindel ist ja bekanntlich der, der nie mehr aufhört. Und deshalb hat sich Kitty Hoff in Wanderstiefeln und mit Blick nach oben erneut auf einen atemberaubenden Weg gemacht - in die Berge.
Sie marschierte auf unbekannten Pfaden durch verdammte Gipfelstürme, zähmte einen italienischen Lanner-Falken, entdeckte Sommerhöhlen und Winterquartiere und schnitzte giftige Pfeile. Sie erhielt eilige musikalische Post von den Herren Forêt-Noire, rief Fragen ins Tal, bekam ein Echo vom Goethe-Institut und einen Wanderpokal der Liederbestenliste-Jury, suchte erstmals nach französischen Blumen und wiederholt nach der großen Freiheit.
Und kommt genau in diesem Moment mit 14 neuen Songs im Rucksack die Talstraße hinunter. Wir sind gespannt. Und helfen unbedingt beim Auspacken.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Höhenluft,
Von
Rezension bezieht sich auf: Blick Ins Tal (Audio CD)
Das Gefühl, mit dem man meistens ein Zweitwerk anhört, ist pure Nostalgie: Wehmütige Trauer um die Unschuld eines Anfangs, der viel zu versprechen schien. Was danach kommt, ist Schadensbegrenzung: Es geht nicht mehr höher, versuchen wir also das Mögliche, um nicht abzurutschen, und krallen uns mit Macht an das Errungene. Das klingt nach Krampf. Ist es auch, und so 'fastforwarden' wir uns durch Frequenzen, die händeringend nach Aufmerksamkeit heischen.Doch es geht auch anders. Kitty Hoff, die im vergangenen Jahr mit ihrem Debut "Rauschen" die Niveau-Latte der deutschen Musikszene um ein paar Längen nach oben verschob, hat soeben ihr Zweitalbum "Blick ins Tal" veröffentlicht. 'Blick ins Tal' heißt hier: Da steht jemand irgendwo oben, blickt sich um - und steigt noch höher hinauf. Es heißt vielleicht auch: Da läßt jemand etwas zurück, und knüpft den Faden fort in eine noch nicht ganz bekannte Richtung. Ja, dieselbe spielerisch-abgeklärte Leichtigkeit des Vorgängers federt auch hier aus den Lautsprechern - doch wer musikalische déjà vus erwartet, wird vor den Kopf gestoßen: Die Fernsteuerung gleitet aus der Hand, 'repeat' statt 'fast forward' - wir lehnen uns zurück, wir lächeln, wir beugen uns vor, wir lockern unsere Krawatte, wir tanzen und, ich bin so frei, hier und da weinen wir auch. "Take care (prophylaktisch)", "Wintermeer", "Fini", "Große Freiheit" und alle anderen: Mit unbeirrter Klarheit vorgetragene Betrachtungen, immer wieder durchkreuzt von poetischen-wahnwitzigen Sprachbildern irgendwo zwischen fünf-Uhr-Tee und fünf-Uhr-morgens, begleitet von den für unsere Klimazone geradezu beängstigend entspannten, elegant-verschrobenen Forêt-Noire. Wir atmen Höhenluft. Ein Instrumentalstück beschließt "Blick ins Tal": In der Geräuschkulisse eines Cafés setzt Fräulein Hoff sich selbst ans Klavier (während die Kollegen aus dem Schwarzwald die Theke belagern?) - die Melancholie, die selbst in den nonchalantesten Melodien Hoffs noch leise mitschwingt, tastet sich in Moll-Akkorden vor, faßt sich endlich ein Herz, versucht einen Walzer - um zuletzt in Moll wieder auszublenden, im Alltagsrauschen zu zerfliessen. Wir sind zurück in unserem Zimmer. Press play. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mein Album des Jahres,
Rezension bezieht sich auf: Blick Ins Tal (Audio CD)
Meine Entdeckung für das erste halbe Jahr 2007! und ich bin optimistisch, dass ich die zweite Hälfte auch noch mit Kitty Hoff verbringe. Das Album läuft bei mir rauf und runter. Kittys wunderschöne Stimme über zarten Melodien, poetische und intelligente Texte über liebevollen Arrangements und kraftvollen Instrumentierungen. Hochmusikalisch und besonders - genial!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
zwischen bossa nova und jazz,
Von
Rezension bezieht sich auf: Blick Ins Tal (Audio CD)
wer kitty hoff schon kennt und mag, der wird auch dieses album mögen.14 titel und 54 minuten als gute investition. kitty hoff beeindruckt mit erwachsenen intelligenten texten, zum teil auch etwas spöttisch und kauzig. manchmal klingt es, als hätte helge schneider seine intellektuelle schwester für ein anspruchsvolleres publikum texten lassen. kitty hoff und forêt-noire liegen akustisch irgendwo zwischen jazz, swing, chanson und vor allem bossa nova. und das ganze richtig gut arrangiert. die hinreißend zuckersüße ins ohr flüsternde stimme erzeugt eine wohlig-leichte grundstimmung der cd, ohne abgenutzt zu klingen. kein einziger titel fällt ab. die spielerische leidenschaft der musiker ist immer zu erkennen. so z.b. bei dem titel "fini": "fini, fini, vorbei, der zug rollt weiter, die orte, sie kommen sie geh'n...." beim zuhören kann man den zug richtig fühlen. bei "toc-toc-toc" sieht man den specht rumba klopfen. bei "blaue stunde" wurde mit streichinstrumenten nicht gegeizt und läßt einem in das meer abtauchen. bei "take care" hat gitarrist phil marone seine große stunde, sein solo klingt leicht, wie carlos santana auf heilwasser. mein favorit ist "sommer auf dem land", weil der titel auch angenehm nach sommer riecht. abwechslungsreiche unterhaltung mit geistreichen feinsinnigen texten und frischem bossa nova sound bringen eine große prise glanz in unser leben! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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