...sind die Lieder auf Axel Prahls Spät-Erstling "Blick aufs Mehr" wohl Alle.
In voll Orchestraler Instrumentierung bietet der "Tatort" - Star und studierte Musiker eins der bewegendsten Deutschsprachigen Werke des Jahres.
Dabei begeistert Prahl mit einer kräftigen, klaren Stimme, einfallsreichen Texten und einer breiten Stilpalette von Bluesigem ("Blick aufs Mehr") leicht Angejazztem ("Passagiere") und Schwebendem im Dreivierteltakt ("Wilde Welle") bis hin zum fast schon klassischen Seemannslied ("Reise, Reise") gewürzt mit einem Schuss rockiger Gesellschaftskritik ("Blablabla").
Über Alledem auch noch versehen mit teilweise sehr melancholischen aber umso schöneren Balladen ("Wieso bist du immernoch da?" oder der wohl in Erinnerung an einen verstorbenen Freund entstandenen Antithese dazu : "Schön, dass du da bist")
Alles aus der eigenen Feder mit sehr persönlichen Texten und unterstützt von Danny Dziuk als Produzent und Helfer bei der Orchestrierung.
Das dabei nicht jedes Lied von Anfang an einfach flach und zugänglich ins Ohr geht und man auch die Texte auf sich wirken lassen muss ist nicht verwunderlich; aber in der heutigen Zeit ist ein Stückchen Tiefgang manchmal so viel mehr wert als die hundertste billige Mitbrüllhymne.
So nimmt man mit jedem Hördurchgang ein Stückchen "Meer/Mehr" aus dem Blickwinkel Prahls wahr, lächelt und trauert mit ihm und freut sich über das besser spät als nie erschienene DebÜt eines sympathischen Kerls!
Danke Axel...und hoffentlich noch mehr davon (und nicht erst in 51 Jahren ;-)