Mike Howe hatte den Posten des Sängers bei der Power-Metal-Legende Metal Church angetreten und damit David Wayne beerbt. Zudem hatte sich Gitarrist Kurdt Vanderhoof aus dem offiziellen Lineup zurückgezogen und fungierte fortan nur noch als Songwriter. Das erste Album in dieser Neubesetzung ist das dritte der Bandgeschichte, heißt "Blessing In Disguise" und muß sich hinter seinen Vorgängern wahrlich nicht verstecken. Nicht nur die beiden einzigen konsequent episch angelegten Metal-Church-Nummern überhaupt, die großartigen "Anthem To The Estranged" und "Badlands", sorgen für Höhepunkte. Der Opener "Fake Healer" hat sich dank seiner Dynamik und Bissigkeit ohenhin schon zum Klassiker entwickelt. Grandios gelungen sind auch das schwungvolle "Of Unsound Mind", das vor Kraft strotzende "The Spell Can't Be Broken" und die mitreißende Schlußnummer "The Powers That Be". Leider hat sich die Produktion seit den ersten beiden Alben nicht weiterentwickelt, und mit "It's A Secret" und "Cannot Tell A Lie" finden sich zwei Tracks, die den Niveau des Restes nicht ganz halten können. Dennoch natürlich ein tolles Power-Metal-Werk, nicht zuletzt, da der neue Sänger Howe einen grandiosen Job abliefert und seinen Vorgänger schon nach den ersten Versen weitgehend in Vergessenheit geraten läßt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)