Es wird als "Buch zum Film" angepriesen, und das finde ich sehr irreführend. Zwar gibt es in dem Buch Kommentare der Filmemacher über ihre persönlichen Erkenntnisse in Hülle und Fülle, aber die sind in ihrer Banalität kaum zu überbieten. So bleibt das Buch oberflächlich und sehr "amerikanisch" und postmodern (auch in dem Sinn, dass dem Leser offenbar nicht zugetraut wird, zwei Seiten ohne Bildchen, Absatz, neue Überschrift, Kästchen für besonders wichtige Anmerkungen etc. ..., zu lesen). Zudem erwarte ich auch bei einem solch unwissenschaftlichen Buch, dass bei der Erwähnung eines Physikers und Verweis auf dessen Theorie oder Behauptungen ein Hinweis auf ebendiese Person (und seine Theorie, z.B. eine bibliographische Angabe) zu finden ist. So etwas sucht man hier vergeblich. Daher kratzt das Buch nur an der Oberfläche. Ich hatte gehofft, zumindest einige der interessantesten und klugen Äußerungen, z.B. des Psychiaters Jeffrey Satinover und des Physikers Amit Goswami, aus dem Film auch im Buch wiederzufinden. Und im Idealfall sogar noch eine Reflexion darüber. Ich finde es schade, dass dem nicht (bzw. kaum) so ist, sondern ich mich stattdessen mit einem kunterbunten, nahezu willkürlichen, Mischmasch aus Alltags"weisheiten" (bzw. -Phrasen), Bibelzitaten und Allgemeinplätzen konfrontiert sehe, die ihr Äquivalent in einem Ton finden, als würden sie sich dabei an einen 5-Jährigen richten. Die Verfasser dieses Buches gehen tatsächlich davon aus, dass der Leser NICHTS weiß (so der Untertitel des deutschen Films: "Ich weiß, dass ich nichts weiß")-- weder dass "schon seit Jahrtausenden Menschen tiefsinnige Fragen stellen" (Buchzitat!), noch dass es seit dem Denken der Aufklärung eine Trennung von Körper und Geist in der westlichen Kultur gibt, und auch nicht, dass wir heutzutage immer zuerst in Richtung Wissenschaft schauen, wenn wir Antworten auf Fragen zur Realität suchen.
Ehrlich ... Manchmal hatte ich das Gefühl, ich soll hier für dumm verkauft werden.
Da doch manches im Film Thematisierte wieder anklingt, bekommt das Buch von mir immerhin zwei Sterne. Trotzdem finde ich es überflüssig. Ohne den Film gesehen zu haben, sollte man sich die Ausgabe nämlich auf jeden Fall sparen. Und wenn man den Film gesehen hat, braucht man es erst recht nicht (mehr)!