12 Jahre begleitete er die Industrial/Death Metal Formation "Fear Factory" und trug mit seinen Gitarrengewittern zu Meilensteinen wie "Demanufacture" und "Obsolete" bei. 2002 trennten sich die Wege von Dino Cazares und seinen Ex-Kollegen - gerade die Kluft zwischen ihm und Frontmann Burton C. Bell wurde zu groß, um weiter miteinander arbeiten zu können. Nach der Rückkehr von "Fear Factory" erreichte man dennoch nie wieder die Größe des 3. Albums und machte sich gerade mit den mäßigen sauber gesungen Passagen wenig Freunde. Cazares blieb aber nicht untätig: Er gründete die Deathgrind Band "Asesino" und steuerte 2005 mehrere Beiträge zur "Roadrunner United" Compilation bei.
Nun meldet sich der gebürtige Mexikaner mit seiner neuen Supergruppe zurück. Tim Yeung (Hate Eternal, Vital Remains) am Schlagzeug und Neuling Tommy Vext komplettieren das Line Up von "Divine Heresy". Viel wurde über den Sound des Projektes spekuliert - "Bleed the fith" lässt keine Antwort schuldig. Die Maschinengewehrartigen Salven, die aus Cazares Gitarre abgefeuert und die dazugehörigen, wilden Double Bass und Blast Beat Attacken erinnern an die gute alte "Fear Factory" Zeit. Von Beginn knüppelt sich der Langspieler seinen extremen Weg durch mögliche Kritiker, die an einer gelungen Rückkehr gezweifelt haben. Düster, atmosphärisch und mit viel Groove versehen, zeigt sich der Titelsong als perfekter Einstieg in ein 10 Song schweres Melodic Death Album, welches sich ebenso auf traditionelle, wie moderne Metaleinflüsse besinnt. Sänger Tommy Vext beherrscht nicht nur ein beeindruckend maskulines Shoutrepertoire, sondern glänzt auch bei gesungen Parts wie bei "Failed creation" oder "Impossible is nothing". Unmöglich ist nichts und so vermag selbst der "brave" Abschlußsong, der durchaus auch von einem alten "Nickelback" Album hätte stammen können, gerade durch die Clean Vocal Parts absolut zu gefallen. Burton C. Bell wird sicherlich mit einem gewissen Neid auf das Debüt von "Divine Heresy" blicken, denn so fesselnd war schon lange kein "Fear Factory" Album mehr. Willkommen zurück, Dino Cazares.