Man kann sich vielleicht darüber streiten, ob Jimmy eat world (JEW) jetzt "Emo" sind, "Indie", "Pop" oder doch "Rock", aber im Grunde ist es egal, denn man kann sie eigentlich nur in eine Schublade einordnen, in die der verdammt guten Musik. Dort gehören sie hin und nirgends sonst. Sie scheren sich nicht um ihr Image, sie kümmern sich nicht darum, ob ihr Haarschnitt oder ihre Klamotten top-modisch sind, und das brauchen sie auch nicht, denn ihre Musik spricht für sich!
Und viel schöner kann man die Musik nicht für sich sprechen lassen als "JEW" auf "Bleed American":
Der Titeltrack "Bleed American" eröffnet das Album mit einem fast schon punkigen Rocker. "A praise chorus" kommt so unglaublich entspannt daher, dass es schon fast unverschämt ist - unverschämt gut. Die erste Single "the middle" ist ein Pop-Schlager mit einem gigantischen Ohrwurm-Refrain. Gelassen und sehr melodisch geht es mit "Your house" weiter, ehe bei "Sweetness" wieder gerockt werden darf. Ja, die Jungs aus Arizona kümmern sich wirklich nicht um Trends. So viele "Yeeaaaah's" und "Woohoooo's" wie bei "Sweetness" hörte man zuletzt bei Bon Jovi in den 80ern. Egal - das Lied funktioniert. "Hear yo me" ist eine der schönsten Balladen, die mein CD-Player je wiedergeben durfte. Ein wunderschönes Requiem für einen ihren verstorbenen Freunde. "If you dont" zeigt sich wieder als Midtempo-Nummer der Extraklasse und "Get it faster" ist sowas von einem genialen Rocktrack, das man vor Freude aufschreien könnte. "Cautioners" und "Authority Song" sind zwar für mich die zwei schwächsten Tracks der Scheibe, doch sind sie immer noch über alle Zweifel erhaben. "My Sundown" schließlich schließt das Album so traumhaft schön ab, dass man Jim Adkins, wenn er das finale "goodbye, goodnight" erklingen lässt, zurufen möchte: "Gute Nacht, Jim, aber steh bitte morgen früh zeitig auf und spiele ein neues Album ein!"
"Bleed American" ist Rock...ähhh...Pop...ähhh....Emo...egal...
"Bleed American" ist einfach Musik der Extraklasse!