Das 2001er Album von Jimmy Eat World hiess ursprünglich "Bleed American". Aus naheliegenden Gründen (11. September) wurde der ursprüngliche Titel zurückgezogen. Das Album selbst hat daher in den meisten weltweit veröffentlichten Varianten keinen Titel mehr, es steht nur noch der Bandname auf dem Cover. Auch der Titeltrack wurde umbenannt, obwohl die Single damals auch bei uns noch als "Bleed American" veröffentlicht wurde hiess der Song dann auf dem Album meist "Salt Sweat Sugar", teilweise wurde er auch als Single unter dem geänderten Titel veröffentlicht. Insbesondere der fehlende Albumtitel führt(e) zu Verwirrung da bereits das 1994er Debut Album keinen Titel hatte und 1998 (vor dem 3. Album "Clarity") wieder eine EP ohne Titel veröffentlicht wurde. "Bleed American" ist das 4. JEW Album.
Wie dem auch sei, "Bleed American" war & ist ein tolles Rock Album, Highlights sind m. E. die Singles "Bleed American aka Salt Sweat Sugar", "The Middle" und "Sweetness", aber auch die Balladen "Hear You Me" und "My Sundown". In welches Subgenre man das jetzt einsortiere möchte bleibt jedem Hörer überlassen, ich kann mit Begriffen wie "EMO" nix anfangen, würde es als aktuelle Rock Musik bezeichnen.
Das Original Album enthält 11 Songs mit knapp 47 Minuten Laufzeit und ein recht mageres Booklet (Faltblatt trifft's besser).
Die 2008er Deluxe Edition kommt da deutlich interessanter daher. Die Verpackung ist wie bei der Deluxe Edition Serie im Universal Konzern üblich: 2 CDs im Digipak, drumherum der an 2 Seiten offene Klar-Kunststoff-Schuber. Und es gibt ein richtiges Booklet. Das enthält Liner Notes sowie alle Songtexte inkl. der Non-Album Bonus-Tracks (aber ohne die Fremdkompositionen), die diversen Single-Covers u.v.m.
CD 1 enthält die 11 Titel des Original Albums und 3 Bonus Tracks.
CD 2 enthält 18 weitere Bonus Tracks.
Die zusätzlichen Titel sind zumeist auf den diversen Singles und EPs zum Album veröffentlicht worden. Es sind mehrheitlich Alternativ-Versionen, Demos, Acoustic Versions, Live Aufnahmen. Ein paar echte Non-Album Tracks gibt es auch, und 4 interessante Cover-Versionen ("Firestarter" von Prodigy ist nicht wiederzuerkennen, Wham's "Last Christmas" kommt als Akustik-Gitarren-Version auch recht ungewohnt daher, leider klingt da aber das Schlagzeug/Drumcomputer recht künstlich, und der Gesang ist zu "weich").
Die Deluxe Edition lohnt sich für alle die JEW im allgemeinen und "Bleed American" im besonderen mögen. Sehr empfehlenswert!