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Bleakhaus.
 
 
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Bleakhaus. [Taschenbuch]

Charles Dickens , Hans Hennecke , Gustav Meyrink
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 847 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag (1984)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 325721166X
  • ISBN-13: 978-3257211665
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,1 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 186.724 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Mit klarem Blick für die Verflochtenheit aller menschlichen Beziehungen innerhalb eines sozialen Gefüges zeigt Dickens, wie der Mißbrauch des Rechts an einer bestimmten Stelle des Organismus sich bis in alle Verzweigungen dieses sozialen Bereiches schädigend auswirkt. Damit führt Dickens' Angriff auf das Rechtswesen seiner Zeit über die historisch bedingte und begrenzte Gesellschaftskritik hinaus auf eine Ebene, wo dem Roman, einem der besten des Autors, dauerndes Interesse sicher sein kann." (Kindlers Literatur Lexikon)

Kurzbeschreibung


Das Gesetz ist so dicht und undurchsichtig wie der Londoner Nebel - und Dickens Figuren sind allesamt darin verstrickt
Ein sich jahrelang hinschleppender Erbschaftsprozess, der Fall Jarndyce contra Jarndyce, ist die Ausgangslage dieses Romans. Das Gesetz ist so dicht und undurchsichtig wie der Londoner Nebel, und alle Figuren sind in den Prozeß direkt oder indirekt verwickelt. Auch Richard Carstone und seine Cousine Ada Clare, die sich lieben und heimlich heiraten."Mit klarem Blick für die Verflochtenheit aller menschlichen Beziehungen innerhalb eines sozialen Gefüges zeigt Dickens, wie der Mißbrauch des Rechts an einer bestimmten Stelle des Organismus sich bis in alle Verzweigungen dieses sozialen Bereiches schädigend auswirkt. Damit führt Dickens' Angriff auf das Rechtswesen seiner Zeit über die historisch bedingte und begrenzte Gesellschaftskritik hinaus auf eine Ebene, wo dem Roman, einem der besten des Autors, dauerndes Interesse sicher sein kann." (Kindlers Literatur Lexikon)
Charles Dickens (1812 - 1870) hatte eine harte Jugend hinter sich, als er zu schreiben begann und bald zum gefeiertsten Autor seiner Zeit wurde. In fieberhaftem Tempo schrieb er seine sozialkritischen, immer unterhaltsamen Romane, die weltweit gelesen werden.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
... und damit meine ich nicht nur die zahlreichen Schandtaten, die Dickens in seinem opulenten Kriminalroman schildert, sondern vor allem die Tatsache, dass dieser (verglichen mit der Popularität eines "Oliver Twist" oder der "Weihnachtserzählungen") ein so unbekanntes Werk ist. Ich habe zwar noch nicht alle von Dickens Romanen gelesen, glaube aber, mir das Urteil erlauben zu dürfen, dass diese mir noch fehlenden Romane definitiv nicht mehr viel besser sein können als "Bleakhaus". Dieser Roman übertrifft wirklich (fast) alles, was ich jemals gelesen habe. Gewisse Qualitäten (sagenhafte Erzählkunst, rührende Schicksale, großes Einfühlungsvermögen, brillante Charakterzeichnung, bissige Sozialkritik, die auf sämtlichen Ebenen zuschlägt) kann man ja bei allen von Dickens' Werken voraussetzen - aber in "Bleakhaus" erreichen sie bereits eine erstaunliche Perfektion. Dazu kommt die großartige Handlung, welche sowohl durch Spannung als auch durch bemerkenswerte Komplexität besticht. Es ist einfach wunderbar, sich von Dickens von einem nebligen, trüben November-London in das vornehme Chesney Wold, das friedliche Bleakhaus, den düsteren Gerichtshof, in das beängstigend-heruntergekommende "Ghetto" Tom All Alone's und in ein kleines bürgerliches Lädchen führen zu lassen - die Handlung beleuchtet sowohl die Irrungen und Wirrungen der Justiz, als auch die vernachlässigte Gosse Londons, als auch die damalige High Society. Und durch diese eigentlich sehr unterschiedlichen Handlungsorte spinnt sich der Prozess Jarndyce contra Jarndyce, welcher sozusagen den roten Faden der Geschichte bildet und sämtliche der unzähligen Charaktere des Romans miteinander verbindet: Die Ich-Erzählerin Esther, der freundliche Mr. Jarndyce von Bleakhaus, seine Mündel Ada und Richard, die adelige Familie Dedlock, der Waisenjunge Jo, das bürgerliche Ehepaar Snagsby, Mr. Jarndyce' kindlicher Freund Mr. Skimpole, der Arzt Allan Woodcourt...
Es ist ein Vergnügen, der Handlung zu folgen und zu beobachten, wie ein Mosaik nach dem anderen langsam die anfangs etwas verworrenen Handlungsstränge ordnet und zu einem großen, prächtigen Gemälde wird, das sich niemand entgehen lassen sollte. Darum empfehle ich unermüdlich, sich von der hohen Seitenanzahl (ca. 850 Seiten, 1030 Seiten in der Insel-Ausgabe) nicht abschrecken zu lassen - jede Minute, die man in diesen Roman investiert, lohnt sich!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meisterwerk - zu jeder Zeit 24. September 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich halte "Bleakhaus" in d. Übersetzung von Gustav Meyrink wohl - wenn man das so sagen kann - für das schönste Werk von Dickens. Warum?
An diesem Roman fasziniert mich der einzigartige Plot. Es gibt zig Ebenen und zig Figuren, die auf den 1. Blick kaum etwas miteinander zu tun haben, doch deren Schicksale miteinander fest verwoben sind. Wie hat Dickens es nur geschafft, so ein durch und durch logisches literarisches Handlungsgeflecht zu weben? Diese Frage stelle ich mir bei diesem Buch immer wieder und kann sie nur mit dem Genie des Charles Dickens begründen.
Der Roman ist extrem facettenreich und an keiner Stelle langweilig. Vielmehr ist man entzückt von den Charakter. Wer muss nicht Mr. Snagsby mögen - um nicht durch die Blume zu sprechen - wie Mr. Snagsby wohl sagen würde. Oder Charley, dem kleinen Eimer mit den großen Ohren, Mr. Skimpole, das große Kind und Esther das kleine Hausmütterchen usw.
Eine Kritik sei aber hiermit doch gesagt. Ich hätte mir gewünscht, dass Esther mit Mr. Jarndyce glücklich wird und somit in dessem Leben nie mehr Ostwind herrscht. Aber der Autor wollte es anders, leider.
Bleakhaus ist ein "schweres" Buch. Beim 1. Lesen muss man immer wieder mal zurückblättern, um sich an diesen oder jenen Charakter zu erinnern, denn es werden so viele Charaktere eingeführt. Bleibt man aber dran, dann wird man mit dem wohl schönsten Roman des Charles Dickens beglückt und das allein ist der Mühe Lohn. Also nehmt Euch Zeit für dieses Stück Literatur, es lohnt sich.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es müßte gesetzlich geregelt werden, dass jeder, der sich an das Gericht wendet, vorher verpflichtet wird, gegenüber zwei unabhängigen Sachverständigen nachzuweisen, dass er ‚Bleakhaus' von Dickens gelesen und verstanden hat. Zwar handelt das Buch von Erbfolgegesetzen im alten England (Dickens selber hat übrigens in seiner Jugend bei einem Anwalt gearbeitet und schon früh die Schrecken der Klassenjustiz kennengelernt und offenbar gleichzeitig sein Interesse für die armen Sünder entdeckt). Aber das Buch ist immer noch aktuell; denn es gilt auch heute, dass man den Faktor Zeit keinesfalls unterschätzen darf. Zwar hat jeder schon mal irgendwo gehört, dass die Mühlen der Justiz angeblich ziemlich langsam mahlen sollen, aber man macht sich doch nicht richtig klar, dass man tatsächlich mit dem Leben bezahlt und dass die drastische Art der Darstellung von Dickens, die manchmal so wirkt, als wäre es eine Karikatur, recht zutreffend ist. Gerade heute, da es mehr Anwälte gibt als gut ist ("Psychiatrists and Lawyers destroying mankind" heißt es in ‚As Strong As Samson' von Procol Harum), wird so mancher in einen Prozess gelockt wie in einen Irrgarten. Und gerade bei Familiensachen arbeitet die Zeit gegen alle, und jeder wird vom Leben bestraft.
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