Immer auf der Suche nach neuen Krimi-Autorinnen -- und nach etlichen Enttäuschungen auf dem Gebiet in 2003, habe ich mit Null Erwartung "In the Bleak Midwinter", den Erstling von Julia Spencer-Fleming bestellt.
Ein Glücksgriff! Die Heldin allein ist schon spannend (eine Ex-Army-Pilotin aus den US-Südstaaten, die vor kurzem als Geistliche in ein Kaff in den Staat New York versetzt wurde und sich dort mit dem Polizei-Chief anfreundet, ebenfalls Ex-Army und ein Mann, den man als Leserin unbedingt kennenlernen möchte ...)
Aber Fleming schreibt auch noch klasse!
Zuerst ist die Enttäuschung groß, da die Charaktere zwar spannend und detail-reich beschrieben sind, aber es schon bald klar zu sein scheint, wer die Morde begangen hat. Spencer-Fleming dreht diese Verdachtsmomente aber immer wieder um, so dass mal der, mal die ein exzellentes Motiv zu haben scheinen. Nach einem nagelkauend spannenden Finale im tiefen Schnee legt man das Buch bedauernd zur Seite.
Leider hat noch kein deutscher Verlag diese Autorin entdeckt. Es wird Zeit!