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Bleak House (insel taschenbuch) Taschenbuch – 6. Oktober 1988


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1030 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 5 (6. Oktober 1988)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458328106
  • ISBN-13: 978-3458328100
  • Größe und/oder Gewicht: 10,8 x 3 x 17,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 in Landport, England als zweites von acht Kindern geboren.

Er wuchs in ärmlichen Familienverhältnissen auf und lernte schon früh die Erfahrung von Hunger und Not kennen, als der Vater in Schuldhaft kam. Charles mußte für die Versorgung der Familie aufkommen und arbeitete, wie zahlreiche andere Kinder auch, in einer Lagerhalle und als Hilfsarbeiter in einer Fabrik. Nachdem die widrigsten Zeiten überstanden waren, setzte er mit vierzehn Jahren seinen Schulbesuch fort und arbeitete später als Schreiber bei einem Rechtsanwalt und als Zeitungsjournalist.

Mit seiner Skizzensammlung Sketches by Boz (1836) und The Pickwick Papers (1837) hatte Dickens überraschend Erfolg und wurde schnell zu einem der bekanntesten Autoren Englands. Später erlangte er auch große Bekanntheit in den USA. Dickens erste Romane erschienen alle als Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen, so auch eines seiner bekanntesten Werke, Oliver Twist (1837). Dickens war Herausgeber der Tageszeitung „Daily News“ und der Zeitschrift „Household Words“. Neben der Schriftstellerei verdiente er sich sein Geld mit Lese- und Vortragsreisen in England und den USA. A Christmas Carol (1843), gehörte dabei zu seinem festen Leseprogramm. Charles Dickens starb am 9. Juni 1870 in Kent.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dostojewskaja am 30. Juni 2008
Format: Taschenbuch
... und damit meine ich nicht nur die zahlreichen Schandtaten, die Dickens in seinem opulenten Kriminalroman schildert, sondern vor allem die Tatsache, dass dieser (verglichen mit der Popularität eines "Oliver Twist" oder der "Weihnachtserzählungen") ein so unbekanntes Werk ist. Ich habe zwar noch nicht alle von Dickens Romanen gelesen, glaube aber, mir das Urteil erlauben zu dürfen, dass diese mir noch fehlenden Romane definitiv nicht mehr viel besser sein können als "Bleakhaus". Dieser Roman übertrifft wirklich (fast) alles, was ich jemals gelesen habe. Gewisse Qualitäten (sagenhafte Erzählkunst, rührende Schicksale, großes Einfühlungsvermögen, brillante Charakterzeichnung, bissige Sozialkritik) kann man ja bei allen von Dickens' Werken voraussetzen - aber in "Bleakhaus" erreichen sie bereits eine erstaunliche Perfektion. Dazu kommt die großartige Handlung, welche sowohl durch Spannung als auch durch bemerkenswerte Komplexität besticht. Es ist einfach wunderbar, sich von Dickens von einem nebligen, trüben November-London in das vornehme Chesney Wold, das friedliche Bleakhaus, den düsteren Gerichtshof, in das beängstigend-heruntergekommende "Ghetto" Tom All Alone's und in ein kleines bürgerliches Lädchen führen zu lassen - Die Handlung beleuchtet sowohl die Irrungen und Wirrungen der Justiz, als auch die vernachlässigte Gosse Londons, als auch die damalige High Society. Und durch diese eigentlich sehr unterschiedlichen Handlungsorte spinnt sich der Prozess Jarndyce contra Jarndyce, welcher sozusagen den roten Faden der Geschichte bildet und sämtliche der unzähligen Charaktere des Romans miteinander verbindet: Die Ich-Erzählerin Esther, der freundliche Mr.Lesen Sie weiter... ›
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Meiko Richert am 5. Juli 2004
Format: Taschenbuch
Normalerweise halte ich mich beim Rezensieren eher zurück, aber für BLEAK HOUSE mache ich eine Ausnahme. Ich habe das Buch vor inzwischen 5 Jahren gelesen (was etwas gedauert hat, da es mit Bedacht gelesen werden will) - und es verfolgt mich noch heute. Das ist jetzt zwar subjektiv, aber nie zuvor und nie danach hat mich ein Werk wieder derart zu Tränen gerührt. Unbestritten, Dickens' Romane sind allesamt genial, dennoch ragt dieser Roman aus seinem Werk ganz besonders hervor. Vielleicht ist BLEAK HOUSE nicht das beste Buch für Dickens-Einsteiger (da mag Oliver Twist besser geeignet sein), aber möglicherweise ist es der perfekte Dickens-Roman? Wer es schafft, sich ein wenig Zeit und Ruhe zum Lesen zu nehmen, für den heißt es: Absolute Empfehlung!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Peter Kaiser am 23. Mai 2013
Format: Taschenbuch
Da inhaltlich der Beschreibung des Rezensenten Gavin Armour nichts anzufügen ist, nur kurz: "Bleak House" ist eine bitterböse Abrechnung mit endlosen Juristereien, ihren Protagonisten, sowie deren Auftraggebern. Gleich zu Beginn in der Darstellung des Gerichtsgebäudes tut sich eine verblüffende Assoziation zu Kafka auf. Tatsächlich hat Kafka Dickens gelesen. "Bleak House" wäre keine üble Vorlage für den "Prozeß" gewesen. Als Erzähler sind sich die Autoren ja ebenbürtig.
Herrliches Sujet, herrliche Figuren und herrliches Lesevergnügen!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Tanja Heckendorn TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 1. September 2008
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
In seinem Gesellschaftsroman "Bleak House" entführt uns der geniale englische Schriftsteller Charles Dickens in seine Welt. Ganz England spricht von einem gewaltigen Gerichtsprozess, der schon viele unschuldige Seelen unglücklich gemacht hat, in dem er mit zermürbender Langsamkeit voranschreitet und Hoffnungen zerstört. Es ist der Erbgerichtsprozess "Jarndyce und Jarndyce". Gleichzeitig befasst sich der Autor noch mit der Vergangenheit einer der lieblichsten Frauengestalten der Literatur und deckt ein skandalöses Geheimnis auf, dass sämtliche Gesellschaftsschichten erschüttern wird.

Um den Wirbel, den sie einmal verursachen wird, ahnt die kleine Esther Summerson nichts. Ihre Vormundschaft hat eine mürrische, strengreligiöse Dame übernommen, die dem kleinen Wesen immer wieder einschärft, dass ihre Existenz eine Schande ist, die sie für ihre arme Mutter trägt. Ohne das Geheimnis ihrer Herkunft zu klären, schüchtert sie das Kind ein. Esthers Los verbessert sich jedoch, als sie nach dem Tod ihrer Sorgeberechtigten unter die Vormundschaft von Mr. John Jarndyce kommt. Der neue Vormund sorgt für eine gute Ausbildung seines Mündels. Schließlich übernimmt er Esther als Gesellschafterin seiner Nichte. Außer seiner Nichte befindet sich noch ein weiterer Schützling unter dem Dach von Bleak House, dem Wohnsitz von Mr. Jarndyce. Der junge Mann, Richard, und das Mündel Ada schließen mit Esther Freundschaft. Die Gefühle jedoch, die Richard und Ada füreinander haben, übersteigen freundschaftliche Gefühle. Der wohlwollende Mr. Jarndyce sorgt sich um die Zukunft seiner Mündel. Besonders Richard scheint nicht so recht zu wissen, was er beruflich anstreben will.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von djbarbecue am 8. Januar 2014
Format: Taschenbuch
"Bleak House" ist einer der unbekanntesten Romane des vor allem für "Oliver Twist" berühmten viktorianischen Autors Charles Dickens, was vielleicht auch an seinem enormen Umfang liegt. Es ist schon eine Aufgabe, 1000 und mehr eng bedruckte Seiten zu lesen und sich in die beinahe schon epische Erzählung über mehr als 50 Einzelschicksale hineinzuversetzen. Aber nachdem man den Epilog beendet hat, fehlen einem die Stunden des Lesens und Genießens auch schon wieder. Dickens greift in diesem Roman, der ursprünglich als Fortsetzungsroman in einer Zeitschrift erschien, alle Thematiken auf, die das viktorianische England und vor allem die Hauptstadt London betreffen: die Dekandenz des eitlen Adels, der seinen eigenen Niedergang nicht begreifen möchte, die Armut und das Elend der untersten Schichten in den Slums von London, der komplizierte Ehrbegriff und die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit. Die auftretenden Personen können als Stereotypen für verschiedenen Gesellschaftsschichten und Personengruppen gesehen werden, die Dickens teilweise liebenswürdig und liebenswert beschreibt, teilweise aber auch mit unterschwelliger Ironie verurteilt. Im Roman erzählt einerseits die Protagonistin Ester Summerson ihre Lebensgeschichte aus der Ich-Perspektive, andererseits berichtet ein allwissender Erzähler über die Geschehnisse, die außerhalb von Esters "Blickfeld" stattfinden. Mir persönlich haben die Passagen des allwissenden Erzählers besser gefallen, denn hier treibt Dickens seine ironischen Spielchen mit den unsympathischen oder tollpatschigen oder aber zwiespältigen Charakteren seines Romans.
Alles in allem kann ich "Bleack House" all jenen wärmstens empfehlen, die das viktorianische England in all seinen gesellschaftlichen Facetten aus zeitgenössischer Sicht kennenlernen wollen.
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