Allerseelen, der 2. November. Die junge Rosemarie Merle feiert ihren Geburtstag mit sechs Freunden und Verwandten: ihrer Schwester Iris, Ruth Lessing, Anthony Browne, Stephen und Alexandra Farraday und George Barton. Doch während des Essens im feinen Club verdreht das Geburtstagskind mit einem Male die Augen und fällt auf den Tisch. Sie ist tot, offensichtlich ermordet.
Ein Jahr später. Die sechs Hinterbliebenen rekonstruieren das Verbrechen, um einen Aufschluß darüber zu erhalten, wie der Mord geschehen konnte. Doch aus der Rekonstruktion wird eine Wiederholung, denn George Barton bricht am Tisch tot zusammen.
"Blausäure" ist ein weitaus spannender Kriminalroman der "Queen of Crime". Diesmal ist freilich keiner ihrer Stammdetektive Miss Marple oder Hercule Poirot an der Auflösung des Verbrechens beteiligt. Das macht aber nichts, denn so ergibt sich die zusätzliche Spannung für den Leser, daß jede der Figuren der Täter sein könnte. Die Auflösung des Verbrechens ist, wie bei Agatha Christie üblich, wieder völlig logisch, naheliegend und doch gleichzeitig überraschend. Das liegt an der intelligenten Handlungsgestaltung, die den Leser ohne faule Tricks anzuwenden suggeriert, jemand ganz anderer könne der Täter sein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)