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Dazu, solchen Kriegen vorzubeugen, hat das zweite "Weltwasserforum", das im März 2000 in Den Haag stattfand, nicht gerade beigetragen. Denn dort definierte man Wasser als "Handelsware". Die Autoren des vorliegenden Bandes vertreten demgegenüber mit guten Gründen die Auffassung, dass "der Zugang zu sauberem Wasser zur Befriedigung elementarer Bedürfnisse ein unabdingbares Menschenrecht ist", weshalb diese lebenswichtige Ressource eben keine Handelsware sein könne, "die an den Meistbietenden verkauft wird".
Jede Generation, so argumentieren sie weiter, habe dafür Sorge zu tragen, "dass die Verfügbarkeit und die Qualität des Wassers durch ihr Handeln nicht geschmälert wird". Dass wir aber genau dies durch einen allzu sorglosen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen tun, belegen Barlow und Clarke ebenso wie sie Akteure benennen, die dafür einerseits verantwortlich sind und die anderseits entschlossen sind, auch aus dieser Knappheit Kapital zu schlagen.
Doch belassen es die Autoren nicht dabei, die negative Entwicklung nachzuzeichnen sowie Schuldige und Profiteure zu benennen. Sie zeigen auch, welche Wege die Völkergemeinschaft ihrer Meinung nach gehen muss, um das Menschenrecht auf Wasser gegen privatwirtschaftliche Interessen zu schützen. Deshalb findet sich im Anhang die von Maude Barlow gemeinsam mit Jeremy Rifkin entworfene und auf der Nichtregierungskonferenz "Water for People and Nature" 2001 in Vancouver von allen 800 Delegierten aus 35 Ländern einstimmig verabschiedete "Vertragsinitiative zum gemeinsamen Gebrauch und zum Schutz des globalen Gemeinschaftsguts Wasser".
Auch wenn man sich für die angeführten Fakten vielfach nachprüfbare Belege wünscht und sich manche Zahlen auch nicht mit denen von Vandana Shiva in Der Kampf um das blaue Gold decken, ja selbst, wenn uns die große Wassernot nicht ganz so unmittelbar bevorsteht, wie Barlow und Clarke behaupten, sollte man dieses Buch unbedingt zur Kenntnis nehmen. --Andreas Vierecke
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