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am 1. Juni 2013
... der Stil ist nicht so ganz mein Fall ... für meinen Geschmack kommen zu viele philosophische Einschübe vor, die nicht so recht zum Rest des Textes passen (als gelegentliche Antworten auf die Fragen in seinem zweiten Buch dagegen fand ich sie schon passend) er beschreibt in eher unzusammenhängenden Episoden seine Kindheit und ausführlichst seine Laufbahn als Leistungssportlerin und sämtliche Liebesgeschichten zu Frauen, die er zu der Zeit hatte, und der eigentlich spannende Teil seines Lebens, die Geschlechtsumwandlung, beginnt erst bei ca. 60% des Buches.
Alles in allem ist es aber schon ein interessantes, lesenswertes Buch. Ich bewundere Balian Buschbaum für seine offene, ja offensive Art, mit seiner Transidentität umzugehen und wünsche mir, dass dieses Buch nicht nur andere transidentische Menschen dazu anregen möge, eine Geschlechtsangleichung vornehmen zu lassen (vielleicht sogar früher als er es getan hat. Es gibt ja inzwischen Ärzte, die schon vor der Pubertät mit der Hormonbehandlung beginnen.) Außerdem hoffe ich, dass dieses Buch zu einem besseren Verständnis von Transidentität und transidentischen Menschen in der Gesellschaft beiträgt.
Es wäre auch wünschenswert, dass sich der Begriff Transidentität endlich gegenüber dem bisherigen Transsexualität durchsetzt, da viele das Letztere mit einer sexuellen Präferenz bzw. Praktik gleichsetzen, was es ja nicht ist.
Da muss ich in diesem Zusammenhang an eine Straßenumfrage von Wigald Boning denken, die er vor vielen Jahren gemacht hat. Er fragte sinngemäß "Man munkelt, Bundeskanzler Kohl sei heterosexuell. Was halten Sie davon?" und bekam Antworten von "Naja, jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden..." bis hin zu "Eine Schweinerei ist das! So einer sollte gar nicht Bundeskanzler sein dürfen!" weil viele "heterosexuell" mit "homosexuell" verwechselt haben. Und noch heute hat für weite Teile der Bevölkerung alles was auf "-sexuell" endet, etwas Anrüchiges. Daher ist es höchste Zeit, dass sich der Begriff "Transidentität" durchsetzt.
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am 27. April 2013
Kurzinhalt:
Balian Buschbaum wurde 1980 als Yvonne geboren. Sie war eine der besten deutschen Stabhochspringerinnen Deutschlands, bis sie 2007 ihren Rückzug vom Profisport bekannt gab und gleichzeitig auch aufhörte als Frau zu leben und sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog.
In diesem Buch beschreibt Balian Buschbaum seinen Weg.

Meine Meinung:
Das Problem bei der Bewertung von Biografien ist sicher die Erwartungshaltung, mit der man an sie herangeht. Bei diesem Buch hatte ich die ganz klare Vorstellung, dass es um die Schwierigkeiten eines Menschen geht, der feststellt, dass er/sie im falschen Körper zu Welt gekommen ist ist.
Der Untertitel "Blaue Augen bleiben blau" weist zudem explizit auf eine Veränderung hin, die eigentlich keine ist. Wie eine Aufforderung, ihn als den selben Menschen zu sehen - der er ja auch ist.

Tatsächlich war ich dann aber ein wenig enttäuscht über die Umsetzung des Buches. Es wirkt, als hätten Balian und seine Umwelt wenig Probleme mit seiner Identität (Junge im Mädchenkörper) gehabt. Danach hätte sich schon in der 3. Klasse ein Mädchen in ihn (damals noch sie) verliebt und auch später hätte er problemlos viele (heterosexuelle!) Freundinnen gehabt.

Das hat bei mir einige Fragen aufgeworfen. War Balian tatsächlich schon immer so eindeutig männlich, dass sein tatsächliches Geschlecht kein Thema war?
Ich habe mir daraufhin alte Videos von Yvonne Buschbaum angesehen, die trotz einiger androgyner Züge für mich doch eindeutig weiblich wirkte.
Wie kann dieses also scheinbar "problemlose" Leben in der männliche "Rolle" sein?

So blieben bei mir während des Lesens mehr Fragen offen, als beantwortet wurden. Wie sind die Eltern mit diesem Kind (das scheinbar eine "normale" Jungenkindheit hatte) umgegangen?
Manche Dinge klingen kurz an. Aber oft schreibt Balian nur: "Wir haben darüber nie gesprochen."

Und gedacht?
Wie ist sein eigenes Erleben gewesen, welche Fragen hat er sich gestellt, welche Unsicherheiten gab es?
Gab es in der Schule tatsächlich nie Probleme? Mit anderen Kindern?

Auch darauf findet man kaum eine Antwort in dem Buch. Es scheint, als hätte er viel mit Sport (der in diesem Buch auch großen Raum bekommt) unterdrückt, aber eine wirkliche Auseinandersetzung mit sich selbst hat nicht stattgefunden, obwohl er immer wieder versucht, hier schreibend seine eigene geistige Tiefgründigkeit zu betonen.

Mich hat das alles eher ratlos zurückgelassen.

Zwar sind die Ausführungen über das eigentliche Prozedere sehr interessant und haben mir nochmal einige Sichtweisen eröffnet.
Im Großen und Ganzen ist mir das alles aber zu glatt abgelaufen. Wenn es so war, kann man Balian letztlich nur gratulieren, aber das ist sicher nicht die Norm.
Zumal Balian ja auch möchte, dass andere Transsexuelle aufgrund seiner Ausführungen den Mut finden, zu sich selbst zu stehen.

Ganz schlimm fand ich auch die Ausführungen zu Männern und Frauen (Buschbaum hat diesbezüglich auch ein zweites Buch geschrieben: Frauen wollen reden, Männer Sex: Wie verschieden sind wir wirklich, Herr Buschbaum?), das letztlich wieder Rollenklischees manifestiert, die gerade er doch abgelegt haben sollte.

Fazit:
Dass ein Transsexueller seinen Weg öffentlich macht, ist so häufig noch nicht und verdient insofern viel Respekt und Anerkennung.
Dennoch: nicht besonders gut umgesetzt. Zu viele Fragen bleiben offen.
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am 17. November 2010
Balian Buschbaum beschreibt zunächst, wie er, bzw. sie als Kind und Jugendliche/r im falschen Körper aufwuchs und sich oft fehl am Platze gefühlt hat. Immer wieder gab es Situationen, in denen er aufgrund seines Aussehens und/oder Verhaltens für einen Jungen gehalten wurde. Sehr zu seinem Leidwesen korrigierte seine Mutter dies stets mit dem Satz "An ihr ist ein Junge verloren gegangen." Nun ja, heute ist er ja einer.

Erst relativ spät fällt das Wort "Geschlechtsanpassung". Als Leser fragt man sich, warum das so lange dauert? Vielleicht weil Balian Buschbaum dafür so einiges von der Aufgabe seiner Sportlerkarriere, an die unter Testosteroneinnahme natürlich nicht mehr zu denken war, bis hin zu seinem großen Traum, noch einmal bei den Olympischen Spielen teilzunehmen, opfern musste.

Es folgen nun die weiteren Schritte auf seinem - naja Leidensweg ist hier wohl das falsche Wort. Eher der Weg zur Befreiung. Anträge müssen gestellt und Gutachten erstellt werden, Hormone eingenommen, Operationen erduldet, und nicht zuletzt muss ein neuer Name gefunden werden. Und ganz nebenbei findet der neugebackene HERR Buschbaum noch etwas: seine künftige Berufung! Was läge näher, als die jungen Nachwuchssportler zu trainieren?

Sehr detailliert beschreibt Balian, welche Auswirkungen die Testosteroneinnahme nicht nur auf seinen Körper, sondern auch auf seine Gefühls- und Gedankenwelt hat. Er weiss, weshalb Frauen schlecht einparken und Männer nicht zuhören können: die Hormone sind Schuld daran. Männer sind nunmal triebgesteuert, während Frauen viel zuviel nachdenken und hin und her überlegen. Ob wirklich die Hormone an allem Schuld sind? Das kann einer, der die Verwandlung am eigenen Leib gespürt hat bestimmt gut beurteilen. Und wer könnte das schon von sich sagen?

Alles in allem ein sehr gelungener Einblick in ein gewiss nicht alltägliches Leben, ein eindrucksvoller Mix aus Komik und Philosophie, begleitet von aussagekräftigen Fotos und einigen sehr privaten Einblicken in Herrn Buschbaums Erfahrungen.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Februar 2016
Meine Meinung:
Ich habe mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Transidentität beschäftigt und mehrere Bücher dazu gelesen. Was mir bei der Autobiografie von Balian Buschbaum sehr gut gefallen hat, ist die offene Art, mit der er über sein bisheriges Leben spricht. Angefangen bei einer recht glücklichen Kindheit, obwohl ihm schon früh bewusst war, dass irgendetwas nicht stimmt ' nur konnte er es damals nicht benennen. Er versucht, seine seelischen Leiden über den Sport zu kompensieren, sich auszutoben, was eine gewisse Zeitlang auch gelingt. Doch irgendwann ist klar, dass das nicht mehr ausreicht, dass er den letzten konsequenten Schritt gehen und sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterziehen muss, um wirklich er selbst sein zu können. Dabei wirkt seine Erzählung sehr ehrlich, er beschönigt nichts, schreibt über schier unerträgliche Schmerzen, die er erdulden musste. Letztendlich scheint sich für ihn alles gelohnt zu haben. Dass er immer um sein echtes Selbst kämpfen musste, hat ihn sogar in seiner Persönlichkeit gestärkt.

Sein Buch richtet sich nicht nur an Menschen, die mit Transidentität in irgendeiner Form konfrontiert werden, sondern an alle, die in einer unhaltbaren Situation sind. Buschbaum ermutigt uns, uns nicht länger einengen und unterdrücken zu lassen, sondern unser Glück in die Hand zu nehmen und die Schranken zu durchbrechen.

Dabei liest sich die Autobiografie recht locker. Sie ist angereichert mit einigen Anekdoten, die einen auch mal schmunzeln lassen. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, die Sprache ist einfach und eingängig. Zwischendurch schweift Buschbaum immer wieder in die Philosophie ab ' auch das fand ich ganz nett.

Andere Leser bemängeln, dass das Thema der Geschlechtsanpassung erst nach über der Hälfte des Buches zur Sprache kommt. Ich persönlich finde das überhaupt nicht schlimm, denn es geht hier um den Menschen Balian Buschbaum mit seinem ganzen Wesen, seiner ganzen Vergangenheit, nicht nur um die Geschlechtsanpassung. Außerdem ist es eben ein langer Weg, bis man sich darüber im Klaren ist, was man braucht, was man tun muss, um glücklich leben zu können. Gut fand ich dann auch, dass bürokratische Hindernisse zur Sprache kommen bzw. das formale Prozedere der Geschlechtsanpassung, Personenstands- und Namensänderung.

Ich wünsche Balian Buschbaum und seinem Buch ganz viele Leser. Ein Blick über den eigenen Tellerrand lohnt sich für jeden!
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am 14. März 2010
Ich weiß garnicht wo ich Anfangen soll. Ich habe das Buch schon zweimal gelesen. Es ist mein ständiger Begleiter, ich kann es einfach nicht mehr weglegen.Und ich lese es schon wieder.

Dieses Buch ist einfach einzigartig ,genau wie Balian Buschbaum selbst.

Ich kannte den namen Yvonne/Balian Buschabum vorher nicht,wurde nur durch die Medien darauf aufmerksam und dieser Mann hatte sofort meine ganze Aufmerksamkeit. Ich konnte es kaum erwarten das Buch in der Hand zu halten.

Das Buch selber hat einen Schutzumschlag der sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Da kann niemand wegschauen ;)

Das Buch selber vermittelt einen ganze Palette an Emozionen. Von schmunzeln über lautes loslachen, in sich reinlächeln oder dümmlich vor sich hergrinsen, wird alles geboten. Auch das tragisch geht einen sehr Nah,kamen mir doch bei einigen stellen die Tränen. Aber auch die pure Freude an etwas kann das Buch vermitteln.

Es ist interessant und einfach geschrieben,an vielen Stellen so aufregend das ich das Buch weglegen musste. Tief durchatmen und mich zügeln nicht zu hastig weiterzulesen. Ich könnte ja was überlesen.

An einigen Stellen dachte ich mir: "Er spricht mir aus der Seele"

Dieses Buch ist nicht nur eine simple Biografie wie sie viele schreiben. Diese Buch macht Mut,sein eigenes verkorkstes Leben in die Hand zu nehmen und ich stelle fest, das es garnicht schlimm anders zu sein. Man muss nur den Mut haben an sich zu arbeiten und aus sich rauskommen.

Ein Buch das ich jeden Empfehlen kann.

Als Anmerkung muss ich hinzufügen das man sich für Balian Buschbaum und das eigentliche Thema schon interessieren muss. Einige fanden das Buch langweilig und warteten nur auf die Stelle wo aus einer Frau ein Mann wird, die Hindergründe und das Seelenleben waren nicht von Interesse. Wer auf sowas wartet sollte meiner Meinung nach das Buch erstmal nicht lesen,sonddern erstmal in ruhe nachdenken. Hier geht es um den Menschen an sich und seine Geschichte,den Mut den er anderen macht. Man muss schon alles lesen um Balian Buschbaum zu verstehen und was er uns vermitteln möchte mit diesen Buch.

Ich glaube dieses Buch wird bei einigen menschen einen AHA Effekt hervorrufen. Bei mir hat es das. Es öffnet einen die Augen auf interessante Sichtweisen und Dinge.

Dieser Mann war niemals eine Frau.
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Bewegend und philosophisch schreibt die geborene Yvonne Buschbaum über ihre Jugend, wie sie sich schon immer im falschen Körper fühlte.

Ich werde euch berichten, wie ich das Buch empfunden habe.

Inhalt:
=====

Das Buch ist in Prolog, 11 Kapitel, Epilog und Schlusswort gegliedert.

Yvonne/Balian Buschbaum beschreibt sein Leben beginnend mit der glücklichen Kindheit als Yvonne, die nie ein Mädchen sein wollte und war, auch unter ihren Klassenkameraden auch eigentlich immer als Junge angesehen und akzeptiert wurde, für den Röcke sozusagen ein Fremdwort waren, der seine Oma über alles liebte, frühzeitig selbstständig werden musste, da seine Mutter mit der Schwester in die USA auswanderte und und und ...

Balian Buschbaum fühlte sich seit frühester Kindheit im falschen Körper wohnend und hatte es eigentlich in sehr vielen Situationen - schon allein der öffentliche Toilettengang gehörte dazu - nicht einfach.

Er war sportlich und so kam es, dass er sich der Leichtathletik verschrieb und als Stabhochspringerin große Erfolge feiern konnte, sich auch im Sport auspowern konnte und praktisch mit dem Sport überleben konnte.

meine Meinung zum Buch:
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Eine mitreißendere Biografie, die so zu Herzen geht, so wahrhaft und ehrlich ist, habe ich lange nicht gelesen, wenn überhaupt schon einmal ...

Balian Buschmann nimmt kein Blatt vor den Mund, auch nicht, wenn es um sehr private Dinge geht. Er redet offen über Sex, wie er ihn als Mann, der in einem Frauenkörper leben musste erlebte, wie er seine Beziehungen und sein Sexualleben erlebte und wie er zum anderen Geschlecht stand.

Es wird klar deutlich, dass dieser Mensch ein sehr intensiv lebender Mensch ist, der es verdient hat, endlich so leben zu können, wie er es für richtig für sich hält.

Viel lässt er den Leser in sein Innerstes blicken, er gibt bereitwillig Auskunft über alle Lebenslagen und immer erzählt er alles, wie er ist als Mann im Frauenkörper empfunden hat. Er lässt den Leser seinen Weg miterleben, den er bestritten hat, über seine Kindheit und Jugend hinweg, über den Sport, den er auf Grund Krankheit einerseits zurück stellen musste und andererseits auf Grund der Hormongaben nicht mehr ausüben konnte, er zeigt dem Leser auf, wie er für sich eine Zukunft gefunden hat, die ihn glücklich macht.

Balian Buschbaum erzählt von seinem - glücklicherweise - relativ kurzen Werdegang zum Mann, er sagt offen, was man tun muss, wenn man sich im falschen Körper beifndet, welche Formulare und so weiter man nachweisen muss in Deutschland, um eine solche OP bewilligt und überhaupt auch bezahlt zu bekommen.

Man bekommt als Leser einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt und ich finde, dass dieser Mensch Balian Buschbaum ein sehr intelligenter Mensch ist, der belesen ist, erfolgreich, sich einschätzen kann, in gute und schlechte Seiten unterscheiden kann, der offen über seine Geschlechtsumwandlung - auch im TV - da er ja in der Öffentlichkeit stand auf Grund seines Sports (Stabhochspringerin) - redete, der sich aber auch für andere Menschen interessiert und sich aus seinem Zwang im Frauen körper leben zu müssen, aus eigenem Antrieb befreien konnte.

Ich muss diesem Menschen als Sportler, als Mensch und als Autor des Buches unbedingt meinen großen Dank aussprechen, dass dieses Buch entstanden ist, dass es so ehrlich geschrieben wurde, so zu Herzen gehend und ich muss dazu sagen, dass
jeder Mensch von Balian Buschbaum lernen kann.

Viele absolut wahrhafte und nachvollziehbare Weisheiten und Sprüche sind eingebaut, die mir immer wieder ein AHAAAA-Erlebnis entlockten.

Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen und empfehle es jedem, der sich für Biografien oder Sport und Menschen im Allgemeinen interessiert.

Es wird nicht nur aufgezeigt, wie es gefühlsmässig in Balian Buschbaum aussah, man kann als Leser auch sehr viel über den Leichtathletiksport erfahren.

kurze Leseprobe:
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Für jeden Sportler sind die Olympischen Spiele der Höhepunkt seiner Karriere, und auch ich stand stolzen Herzens am anderen Ende der Welt und sah das olympische Feuer brennen. Es brannte auch in mir. Für keine Frau oder Familie, für keinen Trainer oder Freund der Welt wollte ich springen. Ich wollte für das Feuer fliegen und es ewig in mir tragen. Die Qualifikation für das Finale war der aufregendste Tag in meinem bisherigen sportlichen Leben. Ich setzte alles daran, ihn erfolgreich zu meistern, denn ich wollte dem Feuer erneut so nahe sein. Schon früh stand ich mit einer gewissen Nervosität auf, aß wie ein Weltmeister, denn es kann einem Sportler nichts Schlimmeres passieren, als beim Sport energielos zu sein und aufgrund dieser Tatsache in der Qualifikation rauszufleigen und wehmütig das Finale von der Zuschauertribüne aus ansehen zu müssen ....

oder:

In der dritten Klasse warf mir unsere Klassensprecherin sehnsüchtige Blicke zu: "Wenn du doch ein Junge wärst", flüsterte sie mir verstohlen zu. Ich war vollkommen überfordert. Was hätte ich ihr denn sagen sollen: "Mensch Mädel, mach die Augen zu und spüre, was ich tatsächlich bin. ...
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am 28. Juli 2010
Dieser Song viel mir gerade von David Bowie ein. Und irgendwie ist wohl Balian vormals Yvonne ein Rebel zwischen den Stühlen gewesen und heute ein Aufmunterer für Menschen die in diesem Zwiespalt leben, mehr aber nicht.
Sicher ist das Buch kein litherarischer Höhenflug. Das muss es auch gar nicht sein. Er erzählt ohne wenn und aber und ohne Skrupel sein Leben. Manchmal unerhört frech naiv manchmal melancholisch und einfühlsam. Er verliert sein Ziel nicht aus den Augen, aber er verliert sich in sich selbst.
Ein Vorzeigebuch und eine Hilfestellung für Transgender ist dieses Buch sicher nicht, denn meistens ist das Umfeld nicht so toll positiv wie von Balian Buschbaum beschrieben. Im Gegenteil: Die Freunde, Eltern, Verwandten, Bekannten ahnen vielleicht etwas wollen es aber nicht wahr haben und verschweigen es dementsprechend, sowie die betroffene Person es auch verschweigt. Dies war sicher auch der Fall bei Balian Buschbaum, allerdings war seine Ausstrahlung und sein Aussehen bereits früh sehr knabenhaft und dann männlich.
Das Buch stellt auch keinen Anspruch eine Lebenshilfe für Transgender zu sein. In diesem Fall sehe ich auch den Vorwurf einer Rezession nicht gerechtfertigt. Es ist von den vielen Facetten eine Möglichkeit, die vielleicht Mut machen kann. Letztendlich muss die Person selbst aus sich heraus und vor allem ehrlich zu sich und zu der ihr nahestenden Freunden sein.
Balian Buschbaum hat als Frau Karriere erreicht, die doch den Meisten versagt bleiben. Diesen Vorteil hat er trotz allem klug genutzt. So manches Schmunzeln und Lacher durchzieht das Buch und es ist trotz der Schwere des Themas leicht zu lesen.
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am 3. April 2010
Ich bin auf das Buch durch die Medien aufmerksam gemacht worden. Nachdem Balian bei SternTV auch noch im Interview war, hab ich mir das Buch direkt bestellt. Sogar einen Tag vor offiziellem Erscheinungstag hatte es mir Amazon zugeschickt und ich hab noch am selben Tag die ersten 50 Seiten verschlungen.

Da ich noch nie eine Autobiografie gelesen hab, kann ich daher keine Vergleiche anstellen. Aber das Buch handelt zum überwiegenden Teil natürlich sehr um den sportlichen Werdegang als Balian noch Yvonne war und ganz in seinem Sport, dem Stabhochsprung aufging. Es ist interessant zu lesen, welche Gefühle und Gedanken so eine betroffene Person hat und wie der Weg zu seinem richtigen Geschlecht war. Wer hier hofft nur von den Operationen zu lesen, ist hier falsch. Balian beschreibt diese mit einer gewissen Art von Privatsphäre aber dennoch informativ. Für mich genau richtig beschrieben. Uns geht auch nicht alles an bin ich der Meinung.

Kurz bevor ich das Buch zu Ende gelesen hab, hab ich Balian zufällig in Düsseldorf in einem Café getroffen. Und ich muss sagen, er sieht noch besser aus, als auf den Bildern oder im Fernsehen und ist sehr nett und gab mir breitwillig ein Autogramm und machte ein Foto. Überhaupt keine Starallüren und ganz natürlich. Nach dem Treffen war ich ganz hin und weg von ihm und muss sagen...

tolles Buch...toller Mann...
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am 3. August 2010
Da ich mich sehr für das Gefühlsleben anderer Menschen und deren Bewältigungsstrategien für tiefgreifende Probleme interessiere, mich gerne von Geschichten gefangen nehmen lasse und zudem noch gerne lese, habe ich mich aufgrund vieler Anpreisungen für dieses Buch entschieden. So las ich es mit anfangs großem Interesse... dieses schwand allerdings leider im Verlauf des Buches gegen null. Die letzten Seiten wurden für mich nur noch durch das Schreiben über die Beziehung, den Abschied zu Balian Buschbaums Oma erträglich.
Hätte ich vorher gewusst, dass es hier eigentlich um eine Sportlerkarriere geht, die, durchbrochen von einigen wenigen in Maßen aufschlussreichen Zeilen über Transsexualität, den gesamten Verlauf des Buches trägt, so hätte ich dieses Buch nicht gekauft.

Am Ende kommt dann wenigstens nochmal der Titel zum Vorschein "Blaue Augen bleiben Blau". Hätte sich der Autor eher auf die individuelle Erläuterung dieses Satzes gestützt, als eine schlecht ausgeführte Metapher über Gartenhäuschen zu verfassen, so könnte man als Leser wesentlich besser nachvollziehen: Was hat sich geändert, persönlich, für Sie, Herr Buschbaum? Was ist heute anders, es muss doch mehr sein als das Bräunen mit nacktem Oberkörper, das früher für Sie nicht möglich war (ich ahne, welche Bedeutung allein in dieser Handlung nach all der Unzufriedenheit steckt-dennoch, das kann doch nicht ALLES sein).

Das zum Schluss formulierte Anliegen mehr Verständnis für die Betroffenen zu schaffen, schlug in meinen Augen leider gänzlich fehl. Auch ich konnte kaum neue Erkenntnisse über das Seelenleben von uns Menschen gewinnen-dafür habe ich jetzt den Hauch einer Ahnung wie eine Phalloplastik funktioniert.
Dieses Buch erschien mir als schlecht geschriebene One-Man-Show ohne Tiefgang. Sehr schade, ist doch das Leben von Balian Buschbaum sicherlich (so wie das Leben von jedem von uns) eine Lektüre wert!! Dafür müsste das Buch aber nochmals gänzlich neu aufgelegt werden...
Zwei Sterne: Einen für den Mut an die Öffentlichkeit zu gehen, und einen für die Fotos, ohne die man als Leser wohl noch orientierungsloser durch die Seiten irren würde.
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am 4. Mai 2013
aber es fehlt etwas. Das Buch ist im Ansatz interessant, aber irgendwie plätschert es vor sich hin, kann nicht wirklich mitreißen. Auf der einen Seite finde ich es zuviel, dass ständig nur über die eigenen sportlichen Befindlichkeiten geschrieben wird, andererseits aber zuwenig über die Selbstfindung an sich.
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