Das Ganze beginnt eigentlich damit, dass ein Mädchen von ihren Eltern auf das Land geschickt wird, um ihren Onkel zu besuchen. Jedoch muss sie in einem Hotel übernachten, bevor sie abgeholt werden kann, bekommt allerdings als Geschenk von ihrem Onkel ein Buch, welches sie diese Nacht unterhalten soll... Nur ist es nicht gerade eine schöne Geschichte, die dort drinnen steht. Es ist ein Märchen, welches von dem Mädchen Merle handelt. Die ungefähr in dem selben Alter sein dürfte, wie die Hauptperson... Von diesem Punkt an, wird alles zunehmendst unwirklicher.... Das Schloss ihres Onkels birgt seltsame Geheimnisse und Wesen, mit denen das Mädchen, welches nun auch Merle gerufen wird, zuvor noch nicht gesehen haben sollte....
Wenn ich ehrlich sein soll, hat mich das Buch ‚Blaubarts Schloss' fasziniert. Und dabei war es eigentlich nur ein Schuss ins Blaue, einfach aus dem Grund, das ich die Romane zum ‚schwarzen Auge', die Barbara Büchner verfasst hat, nie besonders mochte und sehen wollte, ob sie denn immer auf solch eine Art und Wiese schreibt. Eine besonders grosse Erwartung hatte ich von diesem Roman also nicht. Allerdings hat sich das auch schnell wieder geändert. Die Geschichte alleine ist irgendwie seltsam unwirklich und hat mich eigentlich zuerst nur an einen Film erinnert, den ich sehr gerne mag, nämlich ‚Zeit der Wölfe'. In Anbetracht dessen, das auch in ‚Blaubarts Schloss' um Wehrwölfe geht, ist eben diese Verbindung wahrscheinlich nichteinmal schlecht nachzuvollziehen, ebenso wie sich auch die Art von Märchenwelten gleichen. Dass das ganze schlichtweg auf viele verschiedene Symbolismen hinauslief war mir auch recht schnell klar, wobei ich doch einmal wieder bedauern konnte, das ich in solchen Sachen keinerlei Geschick beweise. Um so besser empfand ich es dann, das die dazugehörige Interpretation im Anhang vorhanden war, auch wenn man diese getrost hätte weg lassen können. Mir zumindest kommt es mir bei solchen Geschichten nicht unbedingt auf die Interpretation an. Alles in allem kann ich dieses Buch nur loben. Ich habe es gerne gelesen und noch dazu ist es sprachlich sicherlich auch in keinem schlechten Stiel verfasst, was ich der Autorin allerdings auch schon bei den vorherig gelesenen Romanen zugute halten muss. Sollte also Jemand die Lust verspüren sich mit einer absurden Art von Märchen zu befassen, ist eben jenes Buch das rechte dafür.