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Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten - Kleine praktische Homiletik
 
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Kein Blatt vor'm Mund. Frei predigen lernen in sieben Schritten - Kleine praktische Homiletik [Broschiert]

Volker A. Lehnert
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.




Produktinformation

  • Broschiert: 157 Seiten
  • Verlag: Neukirchener; Auflage: 2., Aufl. (15. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3797501463
  • ISBN-13: 978-3797501462
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 586.671 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Predigen heißt sprechen und nicht schreiben. Sie kommunizieren mit ihren Zuhörern und wollen ihre Aufmerksamkeit fesseln. Das Gesagte soll Gottes Wort wirksam verkündigen und zugleich kurzweilig sein. Dieses Buch führt in 7 Schritten zur Kunst einer freien und lebendigen Predigt.

Über den Autor

Dr. Volker A. Lehnert studierte Evangelische Theologie und arbeitete als Gemeindepfarrer. Seit 2001 ist er Dezernent für theologische Aus- und Fortbildung der Ev. Kirche im Rheinland. Dr. Lehnert hat drei Kinder und lebt in Neuss.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zielgruppe verfehlt 9. Dezember 2006
Format:Broschiert
"Frei predigen in 7 Schritten" - wer kauft so ein Buch? Doch wohl jemand, der frei predigen will, aber es nicht kann. Der den ultimativen Tipp sucht: was mache ich bei einem Fadenriß, einem Blackout? Welche mnemotechnischen Tricks gibt es auf der Kanzel? Wie präge ich mir eine Predigt ein? Wie baue ich eine Karteikarte auf? Oder was weiß ich...

Statt dessen bestehen 80% des Buches aus Auseinandersetzungen mit anderweitigen akademischen Predigttheorien, die mich eigentlich nicht interessieren, und flammenden Plädoyers für das freie Predigen, die bei mir verpuffen, weil ich das ja ohnehin will (sonst hätte ich mir das Buch nicht gekauft!).

Paar gute Tipps sind durchaus vorhanden: sagen Sie statt "Da ging er hin und dachte nach!" besser "Ihm brummte der Kopf. Was er da eben gehört hatte, schallte wie ein Echo durch seinen Kopf!" Aaaaaber: so toll diese Dramatisierung ist, könnte sie aber auch in einer getippten + vorgelesenen Predigt gestanden haben.

Mein Fazit: die guten Tipps in diesem Buch sind wie Petersilie auf dem Kartoffelsalat. Schmeckt gut, ist gesund, sieht gut aus. Aber die große Masse entfällt doch auf Kartoffelsalat. In der Quersumme habe ich nach 7 Kapiteln gerade nicht das freie Predigen gelernt. Und unter Berücksichtigung der 15 Euro (hätten Sie vor 5 Jahren für 30 DM für ein Taschenbuch von 160 Seiten bezahlt?) muss ich sagen, der Gebrauchs- und Erkenntniswert ist zu gering.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Man spürt diesem kleinen, aber feinen homiletischen Lehrbuch ab, dass Volker A. Lehnert Freude am Predigen hat. Auch darin liegt der Grund, warum diese praxiserprobte Schreibe dazu befreit, dass Pfarrer auf der Kanzel eine freie Rede halten können. Lehnert zeigt den Prozess, wie der PredigerIn exegetische Erkenntnis in einen puristischen Stichwortzettel verwandeln kann. Der Pfarrer wird befähigt und damit auch bevollmächtigt, die Geschichte Gottes so zu erzählen, dass das Evangelium vom Hörer tatsächlich als Gute Nachricht gehört wird. Kein Blatt vorm Mund ist ein Lehrbuch, welches ich gerne bei homiletischen Übungen einsetze. Klaus Schönberg, Dozent für Evangelistik, Biblisch-Theologische Akademie Wiedenest.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der Verfasser, Dezernent im Landeskirchenamt der EKiR und dort zuständig für die Aus- und Fortbildung der Theologinnen und Theologen, hat nicht umsonst seinem schmalen Band einen Satz des berühmten englischen Baptistenpredigers aus dem 19. Jahrhunderts, C.H. Spurgeon als Motto vorangestellt: Ich warne euch sehr davor, eure Predigten vorzulesen ...
Der ganze Band ist ein anregender, spritziger Versuch, die Predigerinnen und Prediger zu freiem Reden von der Kanzel anzuleiten, zu inspirieren. Ich soll einem Auditorium nichts vorlesen, sondern zu und mit ihm sprechen, nicht vorsprechen, sondern verkündigen, nicht behaupten, sondern in Bewegung setzen, nicht nur etwas mitteilen, sondern etwas auslösen, etwas bewirken. (S. 8). Dabei geht es nicht darum, so der Autor, eine ideologische und damit falsche Alternative zwischen Manuskript und freier Rede aufzubauen. Jeder und jede muss seinen eigenen Stil finden und entwickeln.

Eine Homiletik in sieben Schritten will zum freien Reden auf der Kanzel hinführen. Wie macht sie das? Von den sieben Schritten, die der Autor anbietet, beschäftigen sich die ersten vier mit den klassischen Stationen der Predigtvorbereitung, wobei das Ziel, die (möglichst) freie Rede von der Kanzel, nie aus dem Blick gerät. Was ist überhaupt Predigt? Ein Sprachereignis, in dem die beiden Subjekte der Predigt, Gott und Mensch, zusammenwirken. Was die menschliche Seite betrifft, geht es nicht ohne Begeisterung, aber auch Zweifel und Anfechtung sind Kennzeichen lebendigen Glaubens. Die Exegese als Eindringen in die Schrift (2. Schritt) vergleicht der Autor mit dem Betreten eines Raumes, in dem ich Neues und Faszinierendes entdecken kann. Zwischen mir und dem Text entsteht ein Dialog, in den ich in einem nächsten Schritt die Gemeinde einbeziehe. Ich frage mich, was ich der Gemeinde mit welchem Ziel sagen möchte. Predigt muss etwas wollen und soll dabei die Rhetorik einsetzen als die Kraft, durch Reden zu überzeugen (S. 44) . Damit die freie Predigt eine Chance bekommen kann, muss weiterhin eine klare, logische, überschaubare und nachvollziehbare Gliederung (S.67) erarbeitet werden.

Beim 5. Schritt wird es dann ernst mit dem freien Sprechen. Wer bisher gewohnt war, die Predigt Wort für Wort vom Manuskript abzulesen, erhält hier hilfreiche und praktikable Angebote zu einer schrittweisen Loslösung vom Manuskript, z.B. Bilder und Erzählungen frei darzustellen, oder sich den Predigtanfang und den Predigtschluss sinngemäß einzuprägen. Im 6. Kapitel geht es um die Performance der Predigt, die der Autor dialogischen Monolog nennt, weil die Rede im Dialog mit dem Hörer auf der Kanzel neu entsteht. Wie das geschehen kann, dafür gibt er brauchbare Hinweise und Ratschläge, mit gelungenen und misslungenen Beispielen gewürzt.

Das Buch ist bei aller Wissenschaftlichkeit unterhaltsam geschrieben. Mit seinen locker dahin geworfenen Anmerkungen zu den Tücken und Fallen der Predigtpraxis trifft Lehnert immer wieder den Nagel auf den Kopf. Und es ist ein anregendes Buch, weil es Lust macht, das Manuskript zur Seite zu legen und es mit dem freien Reden selber zu versuchen.

Karl-Hermann Haverkamp
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